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Romeo und Julia


€ 7,80
 
kartoniert
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Januar 1979

Beschreibung

Beschreibung

"Du willst schon fort? Es ist noch längst nicht Tag: Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, Die deinem Ohr ins bange Innre drang; Sie singt bei Nacht auf dem Granatbaum dort: Geliebter glaub's es war die Nachtigall." Diese Worte Julias an Romeo hat wohl jeder schon einmal gehört. Die Geschichte der beiden Liebenden aus Verona, die wegen einer Familienfehde nicht zusammenkommen konnten, ist dank William Shakespeare weltberühmt geworden. Immer wieder wird sie neu inszeniert, immer wieder reizt sie Film- und Theaterregisseure zu neuen Interpretationen.

Portrait

William Shakespeare (1564-1616) gilt als einer der größten Dichter und Dramatiker der Weltgeschichte. Er verfasste zahlreiche Dramen, Tragödien, Komödien und Gedichte, mit denen er schon zu Lebzeiten Anerkennung und Wohlstand errang. Aber erst in den folgenden Jahrhunderten wurde er zum Prototypen des literarischen Genies, ohne den die Entwicklung der neueren Literatur von Goethe über Brecht bis in die Gegenwart hinein undenkbar ist.
EAN: 9783150099421
ISBN: 3150099420
Untertitel: 'Reclam Universal-Bibliothek'. Sprachen: Deutsch Englisch.
Verlag: Reclam Philipp Jun.
Erscheinungsdatum: Januar 1979
Seitenanzahl: 268 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Herbert Geisen
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

sommerlese - 02.04.2016, 11:09
Mein liebster Theaterklassiker
Der Inhalt sollte hinlänglich bekannt sein und die Balkonszene ist wohl legendär. Romeo und Julia entstammen privilegierten, aber miteinander verfeindeten Familien an. Sie verlieben sich ineinander und die Familien dulden die Verbindung nicht. Es kommt zu einem Streit und Kampfgemenge zwischen Mitgliedern der Häuser Montague und Capulet, in dem Romeo Julias Cousin Tybalt tötet. Romeo wird aus Verona verbannt. Julia insziniert einen Scheintod, auch Romeo stirbt. Zu spät realisieren die Familien ihre unvernünftige Haltung. Diese Tragödie zeigt eine nicht zu erschütternde, bedingungslose Liebe bis in den Tod hinein. Von so einer tiefen Liebe ist man ergriffen, schwelgt in Gefühlen, träumt und leidet beim Lesen förmlich mit. Das Besondere ist die Stärke der beiden Liebenden, wie sie sich gegen ihre Elternhäuser auflehnen und auf ein menschliches, ein friedliches Ende des Streites hoffen. Dieses humanistische Bekenntnis ist hochaktuell. Solange es Feindschaft zwischen Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Religion gibt, wird es keinen Frieden geben. In diesem Jahr jährt sich Shakespeares Todestag zum 400. Mal. Ein Grund mehr, sich diesem Stück zu widmen und die Sprachgenialität des Autors zu loben. Obwohl ich Romeo und Julia schon mehrfach gelesen habe, bin ich jedes Mal wieder begeistert und emotional gefangen. Das liegt nicht nur an der Thematik und dem tragischen der Handlung, sondern viel mehr am sprachlichen Talent des Autors. Es ist eine bilderreiche und poetische Sprache, der sich kaum jemand entziehen kann. Denn Shakespeare spielte mit Worten wie kaum ein anderer Schriftsteller es je vermag. Chrakteristisch ist die stilistische Vielfalt verschiedener Sprachstile, die er in seinen Werken einbringt. Er benutzt Worte, die dem höfischen Adel vorbehalten waren und ebenso Begriffe aus der Gossensprache. Dazu kommt ein Wortwitz und eine solche Bildhaftigkeit zum Ausdruck, dass die Sprache verzaubernd wirkt. Diese Tragödie sollte man gelesen haben. Man findet einen stets aktuellen Bezug, wird beeindruckt mit einer exzellenten Sprachvirtualität und ist emotional ergriffen. Ganz großes Kino bzw. große Literatur!