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Halbe Miete


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kartoniert
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April 2015

Beschreibung

Beschreibung

Willkommen auf Rügen, wo die Kurgäste verschwinden ...

Ex-Polizistin Lilo Gondorf vermietet in Groß Zicker Ferienbungalows - und das mit großem Erfolg. Schließlich kann sie seit Jahren die Höchstwertung - Fünf Seesterne, verliehen von der Kurverwaltung Rügen - halten. Doch dann wird Lilos Gast Werner Koch, ein pensionierter Notar, bei einer Wanderung um den Bodden entführt. Die einzige Zeugin: seine blinde Ehefrau. Das macht Lilo ganz schön zu schaffen - und weckt in ihr die Sehnsucht nach dem alten Beruf. Und da die Polizei, unter anderem Lilos Tochter Verena von der Kripo Stralsund, auf der Stelle tritt, muss Lilo wohl oder übel selbst ermitteln. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn Oskar kommt sie dem entführten Notar auf die Spur - und einem handfesten Verbrechen ......


Portrait

Nadja Quint wurde 1959 in Ostwestfalen geboren und ist im Hauptberuf Fachärztin für Psychosomatische Medizin- ihre Kinder schämen sich noch heute dafür, wenn sie den Beruf der Mutter irgendwo angeben müssen. Dabei hilft ihr das Wissen um die Psyche des Menschen ganz ungemein, wenn sie sich ihrer liebsten Nebentätigkeit widmet: Kriminalromane schreiben. Nach mehreren historischen Krimis hat sie nun mit der Krimireihe um Lilo Gondorf, die ermittelnde Pensionswirtin aus Rügen, einen Grund gefunden, ganz oft auf die beliebte Ferieninsel zu reisen - natürlich ausschließlich zu Recherchezwecken.
EAN: 9783442749188
ISBN: 3442749182
Untertitel: Ein Fall für Lilo Gondorf. 'btb'.
Verlag: btb Taschenbuch
Erscheinungsdatum: April 2015
Seitenanzahl: 315 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Sabine - 14.02.2016, 11:44
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Lilo Gondorf, fast sechzig und ehemalige Polizistin, hat ihren Beruf an den Nagel gehängt und zieht nach dem Tode ihres Mannes auf die Insel Rügen, um dort zwei Ferienwohnungen an Urlaubsgäste zu vermieten. Als eines Tages ein Urlaubsgast, vor den Augen seiner blinden Frau spurlos verschwindet, wird ihr Spürsinn wieder geweckt und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Nachbarn Oskar. Auch Lilos Tochter Verena, die ebenfalls wie ihre Mutter es war, Polizeibeamtin ist, kommt nach Rügen, um den Fall zu untersuchen. Das Buch liest sich gut, ist unterhaltsam und vermittelt viel Lokalkolorit. Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Die Personen, allen voran Oskar, sind recht treffend und sympathisch dargestellt. Einige, wie die Familie Tesselbrink, wirken etwas seltsam, gar verdächtig und eher unangenehm. Die Tochter dagegen ist mir zu farblos und wird ihrer Rolle als Polizistin irgendwie nicht gerecht. Die Handlung springt mir teilweise etwas zu sehr hin und her, so dass ich, vor allem gegen Ende zu, fast gar nicht mehr folgen konnte. Für mich war der Roman eher eine Milieustudie über Groß Zicker, als ein veritabler Krimi, aber das macht nichts. Ich mag solche Geschichten, die mir etwas über Land und Leute verraten, es muss nicht immer blutrünstig sein. Im Großen und Ganzen war es eine unterhaltsame Lektüre mit einigen Schwächen, trotzdem interessiert es mich, wie es weitergeht mit Lilo und Oskar und der bezaubernden Insel Rügen.
AKRD - 28.12.2015, 13:07
Halbe Miete
Der nette Pensionsgast, der bei einer Wanderung mit seiner blinden Frau mit einem Mal und einem Schrei von der Bildfläche verschwindet, gibt Pensionswirtin Lilo und ihrer Tochter, die praktischerweise Kommissarin ist, Rätsel auf. Seine Frau ist der festen Überzeugung, dass er entführt wurde. Doch was sollte das Motiv dafür sein ? Ein durchaus interessanter Fall, den Nadja Quint noch mit ebenso charismatischen wie witzig anmutenden Figuren "ausschmückt" und von dem ich mir richtig viel versprach... Und glücklicherweise wurde ich auch nicht enttäuscht. Das Buch unterhält einen sehr gut, die Charaktere sind nicht alltäglich, fast schon ein wenig skurril und bieten viel Reibungsfläche . Ich hatte etwas mehr Humor erwartet, aber dem Charme des Buches und der Protagonistin tut es keinen Abbruch, dass hier nicht mehr gewitzelt wurde. Ist ja nun auch Krimi... Die Spannungskurve flachte für meine Begriffe zwar zweimal kurz ab, aber das ist für mich kein Grund, Sterne abzuziehen, denn ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, etwas das ich eher selten tue und das spricht unbedingt für das Buch. Spannung, Witz, Charme, was will man als Leser noch mehr..??!!
Andrea Seidel - 04.11.2015, 14:14
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Lieselotte Gondorf hat sich nach einem schweren Schicksalsschlag einen Traum erfüllt. Ihrer Heimat Bielefeld hat sie den Rücken gekehrt um auf Rügen einen Neuanfang zu starten. Jetzt lebt sie seit vielen Jahren in Groß Zicker und vermietet zwei kleine Ferienbungalows. Im Frühjahr bucht das Ehepaar Koch aus Berlin für 15 Tage eine dieser Unterkünfte. Am nächsten Morgen begibt sich das Ehepaar auf eine ausgedehnte Wanderung entlang des Steilufers, einige Stunden später bekommt Lilo Besuch von Ihrer Tochter. Diese ist aber nicht auf einen Schwatz vorbeigekommen, sondern in ihrer beruflichen Funktion als Kripobeamtin. Ein wenig pikiert ist sie schon, ob der etwas rüde anmutenden Nachfrage nach den derzeitigen Urlaubsgästen. Erst als ihre Tochter ihr den Sachverhalt ein wenig skizziert, lässt die Verwunderung teilweise nach. Man hat die Frau am Steilufer gefunden, diese sagt aus, dass ihr Mann gekidnappt wurde, vom Steilufer aus. Aber ist so was möglich? Erschwerend kommt noch dazu, dass die Urlauberin blind ist. Auch Liselottes kriminalistisches Gespür meldet sich, war sie doch selbst vor vielen Jahren Kommissarin, zwar nur ein Jahr, aber das reicht um ein klein wenig Detektiv zu spielen, vor allem wenn man so einen toughen Nachbarn zum Freund hat. Gemeinsam mit Oskar beginnt sie die Ermittlungen. Ich habe einige Zeit überlegen müssen, wie ich dieses Buch beurteilen soll. Wenn das mysteriöse Verschwinden des Feriengastes nicht auf den ersten Seiten thematisiert werden würde, hätte ich unter Umständen gar nicht auf einen Kriminalroman getippt. In den ersten zwei Dritteln des Buches ging es oft um die Landschaft Rügens, die Bewohner des Örtchens und ihre Eigenarten, etwas plattdütschen Dialekt und Lilos Feriendomizil. Von viel Perfektionismus war die Rede, obwohl sich die Protagonistin selbst nicht als perfekt ansieht, und alle Aufgaben, insbesondere der Gartenarbeit, eher lustlos erledigt. Beim eigentlichen Fall versucht die Autorin dann den Leser auf einige falsche Fährten zu locken, dies gelingt meiner Meinung nach nicht gut. Aus dem Ansatz hätte mehr werden können, denn die Lösung des Falles ist dann für mich zu konstruiert und willkürlich. Täter werden präsentiert die im Laufe der Geschichte eher Randfiguren sind, dafür werden potenzielle Verdächtige zu lange "unter die Lupe" genommen, das hat mir etwas die Leselaune verdorben. Alles in allem ist dieses Buch aber durchaus lesenswert, schildert es doch die Lebensart meiner Heimat und beleuchtet viele schöne Ecken. Rügen ist immer eine Reise wert, ob literarisch oder touristisch.
Bärbel Kraberg - 07.10.2015, 14:42
unterhaltsam, empfehlenswert
Auch wenn mir der Titel und das Cover absolut nicht zugesagt haben, bin ich angenehm überrascht worden. Die Geschichte hat mich gleich von Anfang an in den Bann gezogen. Lilo Gendorf, Endfünfzigerin und Expolizistin hat sich nach dem Tod ihres Ehemannes auf die Insel Rügen zurückgezogen und vermietet hier 2 auf ihrem Grundstück befindliche Bungalows. Der Ehemann eines bei ihr eingemieteten Ehepaares wird auf den Klippen entführt, verschwindet spurlos obgleich seine Ehefrau bei dieser Entführung anwesend ist - aber die ist vollkommen blind und kann das Geschehen nur anhand ihrer akustischen Wahrnehmungen schildern. Lösegeldforderungen kommen nicht. Ist er vielleicht schon nicht mehr am Leben? Lilo lässt die Sache nicht auf sich ruhen und ermittelt - gemeinsam mit ihrem pensionierten Nachbarn Oskar auf eigene Faust. Es entspinnt sich eine spannende Ermittlungsarbeit, die nicht immer zum Ziel führt, aber die dadurch die handelnden Personen authentisch , menschlich und liebenswert erscheinen lassen. Sehr gut gelungen empfinde ich auch, wie in der Handlung die nach der Wende sich stark verbreiteten Immobilienbetrügereien, getarnt als Steuersparmodelle, dem Leser hier die Machenschaften erklärt werden. Nadja Quint ist es meiner Meinung nach hervorragend gelungen die Lust, den Frust, die Sorgen und Zwiespälte, die sich in Lilo Gendorf abgespielt haben, sprachlich umzusetzen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!
Booklove - 29.09.2015, 18:47
Netter Rügen-Krimi
Lilo Gondorf war früher Polizistin, aber diesen Beruf hat sie nach Heirat und Geburt der Kinder nicht weiterverfolgt. Mittlerweile vermietet sie auf der schönen Insel Rügen Ferienbungalows, die sie auch selbst in Schuß hält. Sie führt ein beschauliches und zufriedenes Leben und unterhält mit dem pensionierten Nachbarn Oskar eine lockere Freundschaft. Eines Tages jedoch geschieht etwas Ungewöhnliches auf der schönen Urlaubsinsel. Ein Urlaubspaar, ein älteres und gut situiertes Ehepaar, das bei Lilo einen Bungalow gemietet hat, bricht zu einer längeren Wanderung auf, von der der Mann nicht mehr zurückkehrt. Er wurde wohl entführt. Leider ist die Ehefrau des Opfers blind und kann daher nur vage Beobachtungen und Vermutungen äußern. Fakt ist jedoch, daß sie einen Schrei hörte, als ihr Mann an den Klippen stand und die Aussicht genoss und sie desweiteren Schleifgeräusche hörte, als wenn ihr Mann verschleppt würde. Von den Klippen gestürzt kann er nicht sein und so muß die Polizei bei den Ermittlungen ihr komplettes Programm starten. Auch Lilos Tochter Verena ist bei den Ermittlungen und so erfährt Lilo von ihr schon einmal als Erste von dem möglichen Verbrechen. Lilos Spürsinn ist geweckt und so beginnt sie gemeinsam mit Nachbar Oskar eigene Nachforschugen anzustellen. Für ein Debut hat mir der Krimi ganz gut gefallen. Die Hauptcharaktere sind durchweg recht sympahtisch, bleiben zwar teilweise etwas flach, dafür ist die Inselatmophäre wunderbar dargestellt und es ist ein beschauliches Lesevergnügen. Die Spannung plätschert teilweise etwas dahin, aber es handelt sich ja auch eher um einen netten Urlaubskrimi. Die Auflösung gegen Ende war für mich manchmal schon ein wenig überkonstruiert, aber alles in allem bin ich gut unterhalten worden und würde jetzt allzu gerne auch Urlaub auf Rügen machen. Ich würde mich auf jeden Fall über eine Fortsetztung und eine 2. Ermittlung mit Lilo Gondorf freuen.
simi159 - 28.09.2015, 17:45
Halbe Miete
Lilo Gondorf lebt auf der Insel Rügen. Sie ist Pensionswirtin und vermietet ihre eigenen Ferienhäuser. In einen früheren Leben war sie Kriminalkommissarin, doch jetzt schätz sie die Ruhe und Einsamkeit der Insel. Doch mit der Ruhe ist es für Lilo vorbei, als einer ihrer Feriengäste, Werner Koch bei einer Wanderung verschwindet. Herr ist spurlos verschwunden und seine blinde Ehefrau glaubt, dass er entführt wurde. Die Polizei übernimmt die Ermittlungen, mit dabei ist Lilos Tochter Verena. Doch so rech voran kommt diese nicht, da sich viele Spuren im Sande verlaufen. Lilos Spürsinn ist geweckt, mit ihrem guten Freund und Nachbar Oskar macht sie sich daran den Fall um ihren verschwundenen Feriengast zu lösen. Lebt Werner Koch noch? Wer ist sein Entführer? Und wird es Lilo gelingen den fall zu lösen? Fazit: Lilo Gondorf löst in Miss Marple Manier mit ihrem guten Freund Oskar diesen Fall. Sie stellen die richtigen Fragen und testen nebenbei s manch exotisches Bier, denn Biere sind Oskars Hobby. Beide sind sympathisch und wirken patent. Lilo ist recht neugierig und bekommt durch ihre Schnüffelei und die passenden Fragen dazu, hinter os manches Geheimnis. Für mich waren die Dialoge an manchen Stellen etwas zu unrealistisch. Sie erfährt einfach alles und bekommt viele Details erzählt. Klar sie ist eine ältere, unauffällige Dame. der man vielleicht direkt vertraut.Doch manches Mal waren es mir ein paar Zufälle zu viel. Auch Spannung hat sich für mich nicht so recht aufgebaut. Das Buch war dennoch interessant und ich wollte Wissen, was mit Herrn Koch ist, doch für Spannung fehlten mir ein paar überraschende Wendungen. Rügen und das Leben auf der Insel wird authentisch geschildert. Toll fand ich die Karte am Anfang des Buches, das erleichtert die Orientierung. Lilo undOskar sind nette Ermittler, die bestimmt noch so manchen Fall lösen werden. Ich fand ihren Einstand ganz ok, mehr leider nicht. Von mir gibt es dafür 3,5, aufgerundet 4 STERNE.
raschke64 - 21.07.2015, 15:32
btb.74918 Quint:Halbe Miete
Lilo lebt auf Rügen und vermietet dort 2 Ferienhäuser. Sie hat damit und mit dem Grundstück mehr als genug zu tun. Vor mehr als 30 Jahren hat sie mal 1 Jahr lang als Polizistin gearbeitet. Als einer ihrer Urlaub bei einer Klippenwanderung verschwindet, ermittelt ihre Tochter, die Polizistin in Stralsund ist. Doch die Polizei kommt nicht wirklich weiter und so beginnt Lilo zusammen mit ihrem Nachbarn, selbst zu ermitteln. Insgesamt hat mich das Buch eher enttäuscht. Nach ein paar Seiten hatte ich das Gefühl, irgendwie kenne ich das alles " den Aufbau, die Personen, die Eigenarten. Bis mir einfiel. Das klingt alles nach "Pippa Bolle" " nur muss ich zugeben, dass mir das Original weit besser gefällt. Hier erschien mir vieles nicht wirklich logisch. Die Polizei ermittelt, kommt aber relativ wenig vor. Während Lilo erst mal quasi jeden verdächtigt, obwohl es gar keine Gründe für einen Verdacht gibt. Jedenfalls überzeugten mich die aufgeschriebenen Gründe nicht. Ich hatte das Gefühl, damit sollte Spannung erzeugt werden. Für mich kam aber im gesamten Buch überhaupt keine Spannung auf. Einige Personen wurden so plötzlich und für mich unrealistisch eingefügt. Überzeugt haben mich eigentlich nur die Landschafts- bzw. Ortsbeschreibungen, die stimmig waren. Allerdings auch sehr ausführlich. Aber vermutlich wäre sonst die Handlung und das Buch noch dünner geworden. Gut war, dass das Buch vom Stil her flüssig zu lesen ist. Alles in allem " nette Sommerunterhaltung, mehr aber auch nicht. Eine Fortsetzung werde ich aber eher nicht lesen.
katze102 - 13.07.2015, 19:52
btb.74918 Quint:Halbe Miete
seichter Regionalkrimi: Lilo Gondorf, früher Polizistin, vermietet nun im kleinen Ort Groß Zicker auf Rügen zwei Ferienbungalows. Als einer ihrer Gäste vor seiner blinden Frau entführt wird, muß Lilo auf eigene Faust ermitteln, manchmal mit Hilfe ihres Nachbarn Oskar und oft gegen den Rat ihrer Tochter Verena, die als Kripobeamte aus Stralsund diesen Fall bearbeitet. Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet: schönes Cover, eine Karte von Rügen, Lebenslauf von und Inteview mit Lilo " und doch konnte Lilo mich nicht so sehr begeistern wie Oskar. Auch die Beschreibungen Rügens gefielen mir sehr gut. Etliche Gedankengänge Lilos fand ich eher skurril und ihr Vorgehen nicht immer nachvollziehbar. Manches Mal hatte ich den Eindruck, ihr Schwerpunkt läge mehr auf Garten- und Putzarbeit. Oskar, immer charmant und einsatzbereit kam mir wesentlich pfiffiger vor und war für mich auch der eigentliche Sympathieträger. Eigentlich, so finde ich, hat Oskar ja den entscheidenden Hinweis geliefert: er identifizierte den Angler, den Lilo überhaupt nicht kannte und brachte damit die Ermittlungen in die richtige Richtung. Lilos Hinweis, der ihr so spontan einfiel, fand ich schon eher aus dem Hut gezaubert. Wäre schön gewesen, als Leser den Hinweis auch vorher zu kennen um mitermitteln zu können. So fand ich schade, dass vieles erst in der Erklärung nach der Auflösung präsentiert wurde, und leider fand ich die Erklärungen auch nicht alle ganz schlüssig, sondern eher etwas konstruiert. Die Grundidee der Verbrechen sowie die Einflechtung der Themen "Schrottimmobilien" und "gekaufte Steuer CD aus der Schweiz" fand ich gelungen, hätte mir aber dafür mehr Raum gewünscht und die Möglichkeit eigener Ermittlungsarbeit. Da es sich bei "Halbe Miete" um ein Debüt handelt, denke ich, dass Lilo sich noch zurecht finden mußte und sich sicherlich weiterentwickeln wird. Auf Lilos nächsten Fall bin ich schon gespannt.... Fazit: Schöne Landschaftsbeschreibungen, Hintergrund der Verbrechen sehr interessant aufgearbeitet, die Ermittlungen waren für mich nicht unbedingt schlüssig und die Personen etwas schwach dargestellt. Als leichte Urlaubslektüre sehr schön und zügig zu lesen, aber nicht wirklich ein fesselnder Krimi mit Nervenkitzel.
Xanaka - 18.06.2015, 11:29
btb.74918 Quint:Halbe Miete
Lilo Gondorf kümmert sich liebevoll um ihre beiden Gästehäuser im äußersten Zipfel auf Rügen. Sie ist damit mehr oder weniger glücklich und zufrieden. Ab und zu kommt jedoch die Wehmut auf, wenn sie an die alten Zeiten denkt, wo sie noch arbeiten war und was sie während dieser Arbeit als Kriminalkommissarin alles erlebt hat. Und so schaut sie dann auch bei ihren Urlaubern immer ein wenig mehr oder weniger nach dem Rechten. Also sie beobachtet sie nicht, aber sie schaut genauer hin und zieht dann ihre Schlussfolgerungen. Und dann passiert wirklich etwas. Herr Koch, der Ehemann eines Paares welches sich bei ihr eingemietet hat, verschwindet auf einer Wanderung mit seiner Frau spurlos. Besonders daran ist, dass die Ehefrau den Verlust ihres Mannes zwar bemerkt, aber nicht helfen kann - denn sie ist blind. Auf Grund ihrer Instinkte hat sie einige wichtige Details mitbekommen und vermutet dass ihr Ehemann entführt wurde. Nun ist Lilo Gondorf plötzlich selbst mitten im Fall drin. Also sie ermittelt nicht selbst, aber ihre Tochter. Die ist auch Kriminalkommissarin in Stralsund und an dem Fall dran. So kann sie doch einiges mehr erfahren, als die anderen Dorfbewohner. Und sie gibt sich mit den Ergebnissen ihrer Tochter nicht zufrieden, sondern begibt sich mit Unterstützung ihres Nachbarn Oskar selbst auf Spurensuche. Das es dann auch noch einen zweiten Toten gibt und dass die Geschehnisse um das Verschwinden von Herrn Koch weit größere Ausmaße hat, als gedacht und wie die Fälle zusammen gehören, das bekommt alles Lilo Gondorf heraus. Aber man muss schon das Buch selbst lesen, um zu wissen, was alles noch passiert. Dieser Krimi ist einer der ruhigeren Bücher, der fast ohne Action auskommt. Es passiert ja trotzdem viel. Mir haben die Protagonisten - also Lilo und auch ihr Nachbar Oskar unwahrscheinlich gut gefallen. Sie sind mit einer beharrlichen Art und Weise an die Lösung des Falles gegangen - da hat das Lesen Spaß gemacht. Auch die Schlussfolgerungen, die während des Lesens gezogen wurden, waren schlüssig. Dann gibt es so einige Stellen im Buch, wo man beim Lesen viel Spaß hat. Da ist zum Beispiel die Schwärmerei von Lilo zu Konrad, dem verheirateten Pastor. Das ist so schön zu lesen. Der erste Fall von Lilo Gondorf hat mir richtig gut gefallen. Insofern hoffe ich für Frau Gondorf, dass es weitere Fälle geben wird. Ansonsten wäre das Leben für sie nur mit den beiden Ferienhäusern auf die Dauer doch sehr eintönig. Ganz besonders toll fand ich am Anfang den Steckbrief von Lilo - so konnte man sie gleich besser kennenlernen und am Ende das Interview mit ihr. Ich würde auf jeden Fall gerne weitere Fälle von Lilo lesen und kann sie auch jedem nur empfehlen.
mamamal3 - 07.06.2015, 04:36
btb.74918 Quint:Halbe Miete
Lilo kann es nicht lassen. Zwar ist sie mittlerweile begeisterte Ferienhaus-Vermieterin auf Rügen- dennoch lässt ihre alte Liebe zu ihrem Beruf als Polizistin sie nicht los! Auch wenn es schon lange her ist und sie nur sehr kurz arbeitete- die Ermittlungsarbeit liegt ihr einfach! Ein Gast wird vermisst- leider gibt es keine direkten Zeugen, denn dessen Frau ist blind und ihre Aussage so wenig hilfreich. Diese ist fest von einer Entführung überzeugt, oder war es sogar Mord? Lilo weiß nicht, was sie davon halten soll. Es kommt noch dazu, dass ihre Tochter Verena die zuständige Ermittlerin in diesem Fall ist. Auch ihr Nachbar Oskar ist mit von der Partie- denn heimlich schwärmt er für Lilo und würde ihr deshalb jeden Wunsch erfüllen bzw. seine Hilfe anbieten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Zunächst war ich sehr begeistert von der Geschichte, von den liebevoll beschriebenen Personen in der wundervollen Ostsee-Landschaft. Doch mit zunehmender Seitenzahl fand ich die Geschichte etwas zäh, die vermutete Spannung blieb aus und es zog sich (für mich) in die Länge. All meine Vermutungen verloren sich im Erzählten und die Auflösung zum Schluss kam mir ein bisschen gestelzt daher. Zwar wollte ich schon wissen, wie es zu Ende geht- aber zeitweise driftete ich gedanklich leider beim Lesen ganz schön ab. Schade- ich hatte mir da etwas mehr versprochen, auch weil es der Auftaktband einer neuen Reihe sein soll!? Die Charaktere sind m. M. n. etwas farblos und der Schreibstil wechselt so oft- von harmonisch-beschreibend zu spannend, dann wieder ein zu langatmiger Abschnitt gefolgt von dem schnell aufgelösten Schluss. Schade- aber vielleicht wird ja Band 2 interessanter für mich? :-)
Gisel - 20.05.2015, 10:43
btb.74918 Quint:Halbe Miete
Eine äußerst neugierige Vermieterin Lilo Gondorf vermietet zwei Ferienwohnungen auf Rügen. Da wird einer ihrer Gäste entführt. Einzige Zeugin ist seine blinde Ehefrau. Die Ermittlungen übernimmt Lilos Tochter Verena, die bei der Kripo Stralsund arbeitet. Lilo hatte vor Verenas Geburt ein Jahr als Polizistin gearbeitet und kann es nun nicht bleiben lassen: Sie ermittelt auf eigene Faust. So begleitet der Leser sie in der traumhaften Umgebung von Groß Zicker bis nach Berlin. Mit viel Lokalkolorit lässt die Autorin ihre Protagonistin ihrer Neugier frönen und dabei mit Hilfe ihres bierliebhabenden Freundes Oskar den Fall lösen. Während ich Oskar in seiner Originalität schätzen gelernt habe, ist Lilo mir zu neugierig: Wollte ich wirklich eine Vermieterin, die während meiner Abwesenheit in meinen Sachen schnüffelt? Hier hat sie eine Grenze übertreten, das geht gar nicht! Neugier ist gut, aber Distanzlosigkeit kann es niemals sein. Damit habe ich aber auch schon den guten Draht zu der Hauptperson verloren. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich die Auflösung des Falles auch nicht nachvollziehen kann, wie ist Lilo bloß darauf gekommen, welchen Schritt habe ich übersehen? Doch ach, so wichtig ist mir das gar nicht! Zum Glück liest sich das Buch recht flüssig, so dass ich es schnell wieder aus der Hand legen konnte.
Hope - 20.04.2015, 13:19
btb.74918 Quint:Halbe Miete
Ex-Polizistin Lilo Gondorf vermietet in Groß Zicker Ferienbungalows " und das mit großem Erfolg. Schließlich kann sie seit Jahren die Höchstwertung " Fünf Seesterne, verliehen von der Kurverwaltung Rügen " halten. Doch dann wird Lilos Gast Werner Koch, ein pensionierter Notar, bei einer Wanderung um den Bodden entführt. Die einzige Zeugin: seine blinde Ehefrau. Das macht Lilo ganz schön zu schaffen " und weckt in ihr die Sehnsucht nach dem alten Beruf. Und da die Polizei, unter anderem Lilos Tochter Verena von der Kripo Stralsund, auf der Stelle tritt, muss Lilo wohl oder übel selbst ermitteln. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn Oskar kommt sie dem entführten Notar auf die Spur " und einem handfesten Verbrechen " Lilo ist eine gut gelaunte Dame Ende fünfzig. Um ihre Ferienbungalows und die zugehörige Grünanlage kümmert sie sich mit liebevoller Hingabe. Ursprünglich wollte sie wieder in den Polizeidienst zurück, doch ein Schicksalsschlag zwang sie dazu, ihr Leben neu zu ordnen. Inzwischen ist sie auf Rügen heimisch geworden und genießt ihr Leben. Zu ihrem Nachbar Oskar hat sie ein freundschaftliches Verhältnis und so treffen sie sich öfter auf einen Plausch oder gemeinsame Unternehmungen. Als nun Lilos Gast, Werner Koch, bei einer Wanderung entführt wird, nimmt ihre Tochter Verena die Ermittlungen auf. In Lilo kommt die frühere Polizistin durch und so ermittelt sie ein wenig auf eigene Faust. Mich hat der Krimi ein wenig an Miss Marple erinnert. Dies soll keine Abwertung sein, denn der Krimi hat mich gut unterhalten. Jedoch erinnert mich so einiges an die rüstige alte Miss. Der Aufbau des Krimis hat mir gut gefallen. Alle Protagonisten wurden liebevoll charakterisiert und mein Kopfkino erhielt so genügend Futter. Auch die Umgebung und Lilos Alltag wurde genau beschrieben, so dass ich quasi mit auf der Insel war. Der Fall an sich war spannend und gut durchdacht. Die Autorin versteht es, die Spannung zu behalten und den Leser in die Irre zu leiten. Gut gefallen hat mir auch, dass es am Anfang des Buches ein Steckbrief von Lilo und am Ende sogar noch ein Interview mit ihr gab. Fand ich eine schöne Idee. Ebenfalls ist eine Karte dabei, so dass man die Wege genau nachvollziehen kann. Insgesamt spürte ich während des gesamten Krimis, mit wie viel Herzblut er geschrieben wurde. Ob es nun die einzelnen Personen, die Insel oder der humorige Schreibstil war""..es passte einfach. Darum bin ich schon gespannt auf Miss Marples"..äh Lilo Gondorfs neuen Fall. ;-)
cachingguys - 20.04.2015, 12:58
btb.74918 Quint:Halbe Miete
Lilo Gondorf war selbst einmal, wenn auch nur kurz, bei der Kriminalpolizei. Heute lebt sie auf der Insel Rügen und vermietet erfolgreich Ferienbungalows und ihre Tochter ist Kriminalkommissarin im nahen Stralsund. Ihre neuen Gäste sind ein älteres sympathisches Ehepaar aus Berlin, Werner und dessen seit Kindheit blinde Frau Elisabeth. Schon auf ihrer ersten Wanderung verschwindet Werner und seine Frau ist davon überzeugt, dass er entführt wurde. Elisabeth bittet Lilo nach Berlin und auch Lilos Nachbar, der pensionierte Internist Oskar, hilft bei den "Ermittlungen". Und doch wirkt das Buch eher wie ein Roman mit wunderbarem Lokalkolorit dieser schönen Insel. Der eigentliche Kriminalfall wird erst im letzten Drittel des Buches wirklich interessant. Trotzdem bietet das Buch nette Unterhaltung durch seine Personen und Beschreibungen, auch wenn es einige Längen hatte und manches arg konstruiert wirkte.