HUDU

Mit Geistern reden


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März 2009

Beschreibung

Beschreibung

Die Welt der Geister verstehen

Gefangen in einer Welt zwischen Diesseits und Jenseits, auf der Suche nach dem Weg ins Licht - das sind die Seelen Verstorbener, die wir als "Geister" bezeichnen. Und sie sind immer bei uns ...
Die berühmte Geisterseherin berichtet ihre spektakulärsten und gruseligsten Fälle von Begegnungen der dritten Art. Und sie zeigt, wie jeder erkennen kann, ob in seiner Umgebung Geister spuken - und wie man damit umgehen sollte.

Mit einem Vorwort des Starmediums James van Praagh

Portrait

Mary Ann Winkowski, geboren und aufgewachsen in Cleveland, Ohio, ist eine weltbekannte Expertin auf dem Gebiet der paranormalen Phänomene. Ihre Erlebnisse mit Geistererscheinungen bilden die Grundlage für die TV-Erfolgsserie "Ghost Whisperer".

Leseprobe

Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren beschäftige ich mich beruflich damit, mit Geistern zu kommunizieren, doch das einzige Mal, dass ich von einem Geisterjäger gehört habe, war, als ich Dan Aykroyd in dem Film Ghostbusters mit grünem Schleim kämpfen sah. Im Laufe der Jahre habe ich viele Leute kennengelernt, die vorgaben, sie wären ebenso in der Lage, ungebetene Spukwesen zu verscheuchen. Solchen Behauptungen stehe ich immer sehr skeptisch gegenüber und bediene mich einer äußerst unwissenschaftlichen Methode, um sie zu überprüfen. Weshalb unwissenschaftlich?, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Bis zum heutigen Tag ist es der Wissenschaft unmöglich, mit ihrem begrenzten Instrumentarium die Existenz von Geistern und Gespenstern eindeutig zu beweisen. Ihr Beitrag beschränkt sich auf die Messung von Temperaturschwankungen, Energiespitzen und dem Nachweis von Leuchtobjekten. Wenn also diese Personen behaupten, sie könnten mit Geistern kommunizieren, verlange ich Beweise. Das können bestimmte Namen, biografische Details oder andere Informationen sein, an die sie unmöglich mithilfe des Internets oder sonstiger Quellen gelangt sein können.
Auch Mary Ann begegnete ich anfangs mit einer gehörigen Portion Skepsis und gewohnt scharfer Intuition. War sie eine Hochstaplerin oder besaß sie wirklich Informationen, die sie unmöglich auf anderem Wege hätte bekommen können? Übte sie ihre Tätigkeit mit Integrität und Verantwortungsbewusstsein aus? Griff sie auf Apparate wie Nachtsichtgeräte oder gar Geisterfallen im Stile eines Dan Aykroyd zurück?
Mary Ann war völlig anders, als ich erwartet hatte. Sie fiel nicht in Trance oder tanzte herum und sang dabei uralte Ritualgebete. Ihre ganze Ausrüstung waren ein Notizblock und ein Stift. Sie war ... normal. Sehr normal sogar. Statt Dan Aykroyd hatte ich eine bezaubernde Hausfrau aus dem mittleren Westen der Vereinigten Staaten vor mir, die man sich eher beim Kuchenbacken als auf der Jagd nach gespenstischen Phantomen vorstellt.
Verstehen Sie mich nicht falsch: Nur weil sie so sympathisch und nett wirkt, lässt sie sich von niemandem für dumm verkaufen. Ihre -äußerst wirksamen - Waffen sind ihr Verstand und ihre Fähigkeiten. Sie kann einen erdgebundenen Geist mit einem einzigen strengen Blick zur Räson bringen und ins Licht schicken.
In Film und Fernsehen nehmen Geister so unterschiedliche Formen wie weiße Bettlaken, Nebelschwaden und wandelnde Leichen an, die nichts anderes zu tun haben, als hilflose Menschen anzufallen und ihnen einen gehörigen Schrecken einzujagen. Die Medien wollen uns glauben machen, dass erdgebundene Geister grässliche, widerwärtige Ungeheuer sind, die überdies an schwerem Gedächtnisverlust leiden. Auch sind sie meist dämonischer Natur oder hegen zumindest böse Absichten. All diese Eigenschaften besitzen sie nur, um dem Publikum möglichst effektiv Angst einzujagen. Mit der Wirklichkeit hat das nicht viel zu tun. Zugegeben, auch in der realen Welt trifft man manchmal auf unerfahrene oder zornige Geister, doch vergessen Sie eines nicht: Geister sind nicht mehr und nicht weniger Menschen, die gestorben sind. Welchen Grund hätten sie, sich grauenerregende Masken aufzusetzen oder in Bettlaken gehüllt umherzuwandeln?
Ich habe Mary Ann oft bei ihrer Arbeit zusehen dürfen. Meiner Erfahrung nach erinnern sich Geister sehr wohl an den Zeitpunkt ihrer Geburt und ihres Todes, wissen, wo sie begraben liegen, erinnern sich an ihre diesseitigen Arbeitsstellen und Hobbys und haben die Schwelle zum Jenseits noch nicht überquert, weil sie hier auf Erden noch eine dringende Aufgabe zu erledigen haben, die physische Welt mit ihren Sinneseindrücken vermissen oder einfach Angst vor dem haben, was sie in der nächsten Welt erwarten wird. Nicht zuletzt sind viele einfach sehr neugierig - ohne ihre Körper und die Gesetze der physikalischen Welt können sie ja ungehindert überall herumschnüffeln.
Die Tatsache, dass sich erdgebundene Geister ziemlich deutlich von denen unterscheiden,
mit denen ich gewöhnlich kommuniziere, finde ich äußerst interessant und faszinierend. Meine Geister sind bereits übergetreten und kehren noch einmal zurück, um eine letzte Botschaft der Liebe, der Vergebung oder auch der Reue zu übermitteln. Aber noch nie hat ein Geist mit mir Kontakt aufgenommen, weil er hier in unserer physischen Welt gefangen war oder sich so stark danach gesehnt hätte. Sie sind glücklich, da wo sie sind, und wollen ihre Lieben wissen lassen, dass sie noch immer Teil ihres Lebens sind und ihnen jetzt mit spirituellen Mitteln zur Seite stehen können. Diejenigen, die aufgrund ihrer Gier, Habsucht oder Angst an die Erde gebunden sind, sind Verlorene zwischen Raum und Zeit. Sie wollen den anderen Menschen nicht helfen, sondern verfolgen im Gegenteil weiterhin ihre diesseitigen Interessen und Leidenschaften. Sie berauben uns unserer Energie und stiften Unfrieden, was uns wütend macht. Diese Wut nutzen sie, um weiter in dieser Welt bleiben zu können. Sobald ein Geist ins Jenseits übertritt, kann er zu einem Lichtkörper werden (der eine Kopie des physischen Körpers ist), mit dem er uns besuchen und unser Leben zum Positiven hin verändern kann. Ich habe sogar beobachtet, wie diese Lichtwesen versuchten, erdgebundenen Geistern zu helfen. Wenn diese Geister bereit dazu sind, werden sie auf sie hören und ebenfalls ins Licht gehen. Doch es ist äußerst schwierig, einen erdgebundenen Geist von der spirituellen Dimension aus zu erreichen - dazu sind diese Geister viel zu sehr an unser Diesseits gebunden.
Mary Anns Arbeit kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Sie hilft nicht nur den Lebenden, sondern auch vielen verärgerten, missmutigen Geistern, die sich oft alleingelassen fühlen und der Meinung sind, dass dies der Normalzustand wäre, sobald man seine sterbliche Hülle verlassen hat. Sie befreit sie aus der Dunkelheit und führt sie zu einem neuen Leben, von dem sie gar nicht wussten, dass es überhaupt existiert. Interessanterweise gibt es hier eine Ent
sprechung zu manchen noch lebenden Mitmenschen, die sich allzu sehr an physische Dinge wie Macht, Habsucht, Hass, Religion etc. klammern. Sobald sie sich von diesen Ideologien und Glaubenssystemen befreit und sich der Liebe, dem Mitgefühl und der Freude widmen, erkennen sie auch die wahre Natur ihres Geistes. Wenn sie sich als die einzigartigen spirituellen Wesen, die sie sind, akzeptiert haben, genießen sie eine nie gekannte Geistesfreiheit. Auch sie tragen jenen Funken des göttlichen Lichts in sich, das man Liebe nennt.
Wir sind spirituelle Wesen, für die diese Welt nur eine Zwischenstation darstellt, in der man lernen kann, Liebe zu schenken. Ich hoffe, dass Sie das nicht vergessen, wenn Sie einst Ihre körperliche Hülle hinter sich lassen. Jenseits der Schwelle wartet ein schönerer Ort auf Sie, und Sie müssen sich nicht an diese Welt klammern, Unruhe stiften und Ihre Nachbarn erschrecken.

EAN: 9783453701069
ISBN: 3453701062
Untertitel: Wie man sie erkennt, ihnen entgegentritt und sie erlöst. Originaltitel: When Ghosts Speak. 'Heyne-Bücher Allgemeine Reihe'.
Verlag: Heyne Taschenbuch
Erscheinungsdatum: März 2009
Seitenanzahl: 320 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Kristof Kurz
Format: kartoniert
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