HUDU

Erst wenn du tot bist


€ 9,99
 
kartoniert
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Mai 2016

Beschreibung

Beschreibung

Fanny Wolff, 34 Jahre, ehemalige Kriegsreporterin, leidet unter Panikattacken. Also krempelt sie ihr Leben kurzerhand um, zieht zurück nach Stralsund und heuert bei den Ostsee-Nachrichten an. Kaum dort angekommen, spült der Sund ihr eine Leiche vor die Füße. Melanie Schmidt, junge Mutter zweier Kinder, schwierige Verhältnisse, wurde wohl ermordet. Der ermittelnde Kriminalkommissar ist ausgerechnet Lars Wolff, Fannys Zwillingsbruder. Er zeigt sich alles andere als begeistert über ihre Einmischung, doch Fanny lässt Melanies Geschichte, ihr Leben zwischen Jugendamt und Hartz IV, zwischen Partywochenenden und tiefster Depression nicht los. Ob mit oder ohne Lars: sie ist fest entschlossen, den Mörder zu finden.

Portrait

Katharina Höftmann wurde 1984 in Rostock geboren. Sie studierte Psychologie und deutsch-jüdische Geschichte in Berlin und war als Journalistin und PR-Beraterin für die Agentur Scholz & Friends tätig. Im März 2010 wurde sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes im Bereich Wissenschafts- und Auslandsjournalismus und arbeitet seither für die Deutsche Presse-Agentur, Welt Online und Israel HaYom. Aus einem Blog, den sie für die Welt-Gruppe unter dem Titel Guten Morgen, Tel Aviv führte, entstand ein Buch gleichen Namens. Im Aufbau-Verlag erschien ihre Tel-Aviv-Krimiserie um Kommissar Assaf Rosenthal. Katharina Höftmann lebt mit Mann und Kind in Israel und Deutschland.

Pressestimmen

"Die deutsche Autorin Katharina Höftmann hat mit "Erst wenn du tot bist" einen starken Auftakt zur neuen Serie um die junge Ermittlerin geschrieben.", Freundin, Julia Meyer-Hermann, 01.06.2016
EAN: 9783833310287
ISBN: 3833310286
Untertitel: Kriminalroman.
Verlag: Berliner Taschenbuch Verl
Erscheinungsdatum: Mai 2016
Seitenanzahl: 304 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

janaka - 02.06.2016, 21:08
Mord in Stralsund
Die 34jährige Fanny Wolff muss ihr Leben entschleunigen, seit einiger Zeit leidet sie unter Panikattacken. Ihr Job als Kriegsreporterin hat sie sehr viel Leid sehen lassen. Es zieht sie zurück nach Stralsund, ihrer Heimatstadt. Bei den Ostsee-Nachrichten findet sie einen Job, der etwas ruhiger sein wird, das ist jedenfalls ihre Hoffnung. Doch dann findet sie beim Joggen die Leiche der jungen Melanie Schmidt, sie hinterlässt zwei kleine Kinder, Chiara und Kevin. Melanie kommt aus schwierigen Familienverhältnissen und kommt aus dem Teufelskreislauf nicht so wirklich heraus. Immer wieder landen ihre Kinder bei Pflegefamilien oder im Heim, weil Party und Drogen Melanie wichtiger sind. Je mehr Fanny über das Leben von Melanie erfährt, desto intensiver wird der Wunsch den Mörder zu fangen. Der ermittelnde Kommissar ist ihr Zwillingsbruder Lars, und dieser ist von der Einmischung seiner Schwester am Anfang nicht so begeistert. Erst wenn du tot bist von Katharina Höftmann ist ein gelungener Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe mit der Journalistin Fanny Wolff als Hauptcharakter. Gleich zu Beginn überrascht uns die Autorin, es gibt keinen Prolog, sondern ein Kapitel 0. Das hatte ich bis jetzt noch nie. In der Leserunde erklärt uns die Autorin, dass sie damit den Neuanfang von Fanny darstellen wollte, meiner Meinung nach, eine sehr gute Idee. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und locker, man ist sofort mitten im Geschehen. Die Spannung ist von Anfang an da und steigert sich zum Ende noch einmal. Und dann sind da noch die wunderschönen Beschreibungen der Landschaften, sie sind lebendig und anschaulich. Ich bekomme sofort Urlaubsfeeling und möchte mir gerne mal Stralsund und Umgebung anschauen. Die Charaktere entwickeln sich im Laufe des Buches, am besten sieht man es bei der Annäherung der Geschwister Fanny und Lars. Fanny ist zwar eine starke Frau, aber sie kommt mit ihrem Erlebten nicht sehr gut zurecht und leidet deshalb an Panikattacken. Das ist so authentisch. Die Flashbacks verdeutlichen mir als Leser nochmal, was Fanny in den Kriegsgebieten alles erlebt hat. Was an den Flashbacks sehr erschreckend ist, dass die Autorin reale Berichte zu diesen Szenen benutzt hat. Die Umsetzung ist echt gut gelungen. Fanny ist mir überwiegend sympathisch genau wie ihr Bruder Lars. Am Anfang fand ich ihn blass und langweilig, aber das ändert sich im Laufe des Buches. Aber auch die anderen Charaktere sind lebendig und realistisch beschrieben. Außerdem ist mir die Aktualität positiv aufgefallen, am Rande wird von der Flüchtlingswelle und die dazugehörigen Sorgen und Ängste berichtet oder auch immer noch das Ost-West-Denken. Auch die Themen Kindesmissbrauch und psychische Krankheiten sind sehr präsent und hier gut ausgeführt. Die gesamte Aufmachung des Buches finde ich gut gelungen, wie die schönen Zitate am Anfang eines jeden Kapitels oder auch das wunderschöne Cover. Es ist in kalten Farben gehalten, trotzdem hat es eine magische Wirkung auf mich. Fazit: Ein bewegender und spannender Krimi, der einem lange nachdenken lässt. Gerne vergebe ich 5 Punkte und eine klare Leseempfehlung.
A.M. - 22.05.2016, 15:08
Erst wenn du tot bist
Fanny wollte es in ihrer Heimatstadt Stralsund eigentlich etwas ruhiger angehen lassen. Nach der jahrelangen journalistischen Tätigkeit für diverse große Zeitungen in Kriegsgebieten hatte sie genug von all dem Leid und Elend. All diese Erfahrungen haben dazu geführt, dass sie anfing Panikattacken zu bekommen und sogar ihre Beziehung hielt diesen Druck nicht aus. So nahm sie einen Job bei den Ostsee-Nachrichten an und brach alle Zelte im Ausland ab. Auf ihrer morgendlichen Joggingstrecke macht Fanny aber einen grausigen Fund und schon stürzt sie sich Hals über Kopf in die Ermittlungs- und Recherchearbeit. Wie in alten Zeiten schlägt ihr Reporter-Herz höher und sie versucht mit allen ihr bekannten Mitteln den Mord an der jungen Mutter Melanie Schmidt aufzudecken. Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Lars, welcher die polizeilichen Ermittlungen leitet, versucht sie dem Mörder auf die Schliche zu kommen und scheut sich nicht davor allen involvierten Personen auf den Zahn zu fühlen. Positiv aufgefallen ist mir der lockere und klare Schreibstil, mit dem die Autorin Spannung erzeugt und mich kontinuierlich dazu gebracht hat immer weiter zu lesen. Zudem fand ich die Charaktere passend und die Thematik gut gewählt. Aktuelle Themen werden angeschnitten, gewisse Klischees bedient und so manche Szene kennt man aus dem gesellschaftlichen Alltag nur zu gut. Bemängeln muss ich hingegen einige Szenen, die ich unpassend, unnötig oder teilweise einfach übertrieben fand. Ohne zu viel verraten zu wollen, waren es Szenen, die meines Erachtens nicht zum Charakter "Fanny" gepasst und bei mir Kopfschütteln verursacht haben. Es wurden auch Dinge erwähnt, die gar nicht mehr in dem Buch weiter behandelt und somit links liegen gelassen wurden. Auch der Mitteilungsdrang einiger Charaktere hat mich stutzig gemacht, denn Fanny kam unglaublich schnell an diverse Informationen und Menschen heran, was ich eher unglaubwürdig finde und auch das ihr Bruder, der Polizist, sie so extrem in die Ermittlungsarbeit eingebunden hat empfand ich als unverhältnismäßig. Letztendlich ist "Erst wenn du tot bist" ist ein netter Krimi für zwischendurch, bei dem man nicht zu viel denken und sich gut berieseln lassen kann.