HUDU

Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens


€ 16,00
 
kartoniert
Sofort lieferbar
Juni 1994

Beschreibung

Beschreibung

Eckermanns Aufzeichnungen seiner »Gespräche mit Goethe« gelten seit dem Erscheinen der ersten zwei Bände im Jahre 1836 den Goethe-Kennern und -Liebhabern als unerschöpfliche Fundgrube an Aussprüchen und Ansichten Goethes sowie als detaillierte Information zu seinen Lebens- und Schaffensumständen.

Portrait

Johann Peter Eckermann wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und arbeitete zunächst als Schreiber und Kanzlist, 1813/14 nahm er als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil. Nachdem erste künstlerische Ambitionen - er wollte sich als Maler ausbilden lassen - an seiner Mittellosigkeit scheiterten, wandte er sich ab 1821 der Literatur zu. Ermuntert durch positive Reaktionen auf seine Gedichte, übersandte er 1823 einige literaturkritische Versuche an Goethe. Dieser empfahl nicht nur seinem Verleger Cotta deren Veröffentlichung, sondern gewann Eckermann bald darauf als Mitarbeiter, der ihm bei der Ordnung und Redaktion seiner Schriften behilflich sein sollte. Eckermann war Goethe ein treu ergebener Assistent und kritischer Ratgeber - er ermunterte ihn u.a. zum Abschluss des "Faust" und des letzten Teils von "Dichtung und Wahrheit". Goethe unterstützte Eckermann zwar immer wieder ideell, z.B. indem er ihn an der Universität Jena zur Promotion empfahl und dadurch, dass er ihn testamentarisch zum Herausgeber seiner "Nachgelassenen Werke" bestimmte, zahlte ihm jedoch kein festes Gehalt. Eckermann musste daher seinen Lebensunterhalt als Sprachlehrer für englische Bildungsreisende und als schlecht bezahlter Lehrer bei Hofe verdienen und starb schließlich, fünf Jahre nach Goethe, in bitterer Armut. Dass Eckermanns Name heute geradezu sprichwörtlich geworden ist, verdankt sich nahezu ausschließlich den aus dem Gedächtnis niedergeschriebenen "Gesprächen mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens 1823-1832". Diese auf Wunsch des Dichters nach seinem Tod publizierte Sammlung prägt durch ihre umfassende Schilderung von Goethes literarischer und naturwissenschaftlicher Tätigkeit, seiner Weltanschauung und des Alltagslebens das Bild des großen Klassikers bis heute. Mal verspottet (Heine nannte Eckermann Goethes "Papagei"), mal verehrt (Nietzsche bezeichnete die "Gespräche" als "das beste deutsche Buch, das es gibt") sind Eckermanns Aufzeichnungen gleichsam zu einem Teil des Goetheschen Werks geworden. Eckermanns eigener literarischer Beitrag hierzu sowie seine Gedichte werden dagegen außerhalb von Fachkreisen kaum gewürdigt.
EAN: 9783150020029
ISBN: 3150020026
Untertitel: 'Reclam Universal-Bibliothek'. 48 Abbildungen.
Verlag: Reclam Philipp Jun.
Erscheinungsdatum: Juni 1994
Seitenanzahl: 900 Seiten
Format: kartoniert
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben