HUDU

Entfernung von der Truppe


€ 5,01
 
kartoniert
Noch nicht erschienen
Dezember 1992

Beschreibung

Beschreibung

Über einen Held wider Willen »Alles, was Heinrich Böll geschrieben hat, ist, metaphorisch gesprochen, >Entfernung von der Truppe<.« Karl Korn»Bevor ich zum eigentlichen Thema dieses Erzählwerks komme, zur Familie Bechtold, in die ich am 22. September 1938 nachmittags gegen fünf Uhr im Alter von einundzwanzig Jahren eintrat, möchte ich zu meiner Person einige Erklärungen abgeben, von denen ich zuversichtlich hoffe, dass sie missverstanden werden und Misstrauen erwecken.«Wilhelm ist Held wider Willen, »Romantiker, Neurotiker und Idylliker«, wie er von sich selbst sagt, als Soldat Mitglied einer Zwangsgemeinschaft, der er vergeblich zu entkommen versucht und die doch sein ganzes Leben prägt... Inhalt:- Der Bahnhof von Zimpren - Als der Krieg ausbrach - Als der Krieg zu Ende war - Keine Träne um Schmeck - Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral - Entfernung von der Truppe

Portrait

Heinrich Böll, geb. am 21. Dezember 1917 in Köln, gest. am 16. Juli 1985 in Langenbroich, war Sohn eines Tischlers und Holzbildhauers, in dessen Hause in Köln ab 1933 Zusammenkünfte verbotener katholischer Jugendverbände stattfanden. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Er desertierte 1944 und kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire 'Die schwarzen Schafe' mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u.a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger). Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen das Grauen des Krieges und seiner Folgen, polemisierte er gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte er sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den 60er und 70er Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare 'Nachrüstung'. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock (Reisen in die UdSSR und CSSR). Der 1974 aus der UdSSR deportierte Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift 'L 76. Demokratie und Sozialismus' heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971-74). Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Georg-Büchner-Preis (1967), den Literatur-Nobelpreis (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).
EAN: 9783423115933
ISBN: 3423115939
Untertitel: 'dtv'.
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: Dezember 1992
Seitenanzahl: 160 Seiten
Format: kartoniert
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