HUDU

Briefe aus dem Krieg 1939 - 1945. 2 Bände


€ 39,50
 
kartoniert
Sofort lieferbar
Oktober 2003

Beschreibung

Beschreibung

Einzigartige Zeugnisse des Alltags in Zeites des Krieges und der Not, aufgezeichnet vom Soldaten und späteren Nobelpreisträger Heinrich Böll. »Von der Kriegsgefangenschaft im wortwörtlichen Sinne handeln die hier versammelten Briefe: nicht von der Gefangenschaft im Lager, nachdem der Krieg ohnehin zu Ende war, sondern von der Gefangenschaft in der Wehrmacht, in der Uniform. Dieser Böll ist ein zorniger, junger Mann, der von seiner literarischen Berufung überzeugt ist und der seine Pläne durch den Zwang der Uniform vereitelt sieht, ein verhinderter Schreiber, einer, dem die Jugend verpfuscht wird, ein Kölner, der sich nach der Heimatstadt zurücksehnt, der den ehemals engen Kontakt mit den gleichgesinnten Freunden und, nicht zuletzt, ab 1940 die Freundin, später die Braut und Ehefrau Annemarie schmerzlich vermißt.« James H. Reid

Portrait

Heinrich Böll, geb. am 21. Dezember 1917 in Köln, gest. am 16. Juli 1985 in Langenbroich, war Sohn eines Tischlers und Holzbildhauers, in dessen Hause in Köln ab 1933 Zusammenkünfte verbotener katholischer Jugendverbände stattfanden. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Er desertierte 1944 und kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire 'Die schwarzen Schafe' mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u.a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger). Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen das Grauen des Krieges und seiner Folgen, polemisierte er gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte er sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den 60er und 70er Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare 'Nachrüstung'. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock (Reisen in die UdSSR und CSSR). Der 1974 aus der UdSSR deportierte Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift 'L 76. Demokratie und Sozialismus' heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971-74). Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Georg-Büchner-Preis (1967), den Literatur-Nobelpreis (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).

Pressestimmen

»Mit den Briefen aus dem verlorenen Krieg ... hat sein Werk eine wichtige, bei aller zwangsläufigen Enge der Thematik literarisch dennoch erstaunlich reiche Facette hinzugewonnen.«
0. P. Zier, Die Presse­­
EAN: 9783423131261
ISBN: 3423131268
Untertitel: 'dtv'.
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: Oktober 2003
Seitenanzahl: 1680 Seiten
Format: kartoniert
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben