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Laut und Luise


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Januar 1976

Beschreibung

Beschreibung

Ernst Jandl, so schreibt Helmut Heißenbüttel in seinem Nachwort, »verfaßt Gedichte, indem er sich der Sprache stellt, sie aufgreift und in sie eindringt. Er beschreibt nicht Imagination, sondern er geht den Offenheiten der Sprache nach, den Offenheiten der Satzfügung wie der Redegewohnheit, des Vokabulars wie der sprachlichen Kleinstteile, um die Möglichkeiten auszunutzen, die diese Offenheiten darstellen. Möglichkeiten, die, realisiert, wiederum in diesem historischen Augenblick, sagen, was sagbar ist. Und um, vielleicht, damit, hinterher, Imagination anzuregen.«

Inhaltsverzeichnis

blüh - chanson - andantino - ohren im konzert - pi - etüde in f - calypso - weltgebräuche - canzone - die mutter und das kind - die tassen - 16 jahr - bäää - doixannda - doodngroowaaaaaaaaa - doode - tohuwabohu - koots - talk - die tränen - oder auf N - wie fast - feuer - treidelweg - wien: heldenplatz - schtzngrmm - hauuuuuuuuuuuuuuuuuuu - onkel toms hütte - fragment - falamaleikum - so - doppelchor - sieben kleine geschichten - flichtinge begegnung - dER RITTER - du warst zu mir - erschaffung der eva - s------c-------h - jeeeeeeeeeeeeeeeee - blammmmm - glllllllllllllli - leeeeeeeee - rreeeeeeeeeee - mein - niagaaaaaaaaaaaaaa - amsterdam - drei städte - bericht über malmö - prosa aus der flüstergalerie - boooooooooooooo - wasser - einganzeslavoir - bitteschneu - stilton cheese - drei visuelle lippengedichte - der blitz - springbrunnen - der atlas - in weißem hemd - mineralien - im - des vaters - ein schneebild - treiben - dezem - eos - das stürmische doch - ein reh - nie hab ich - fort - zu dir - du - sinkt - der ärmste - sanft und klar - unendlich - eulen - auf dem land - viel - die klinke des pinguins - ernst jandls weihnachtslied - bestiarium - wo bleibb da - risch - tee: ein stück - BESSERMERBIRNEN - wieder ein reuter - verscheuchung zweier farben - runzte ber - der vater - minz den gaawn - la zeechn u bapp - epigramm - zweierlei handzeichen - lichtung - fotografie a. ok. - pssnt - japanische wunderblume - schnu - klare gerührt

Portrait

Ernst Jandl, 1. 8. 1925 Wien - 9. 6. 2000 ebd. Der Sohn eines Bankbeamten leistete nach dem Abitur 1943 Arbeits- und Militärdienst; gegen Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft und wurde nach England gebracht. Nach seiner Entlassung begann er 1946 in Wien mit dem Studium der Germanistik und Anglistik und lehrte nach Lehramtsprüfung (1949), Referendariat und Promotion (1950) mit einer Arbeit über Schnitzlers Novellen mit Unterbrechungen (Lehraufträge an in- und ausländischen Universitäten u. a.) bis 1979 an einem Wiener Gymnasium. 1954 begann eine enge Zusammenarbeit mit F. Mayröcker (u.a. Hörspiele). Die Begegnung mit ihr, G. Rühm und den Vorstellungen der Wiener Gruppe regte ihn nach eher konventionellen Anfängen zu einer an Konkreter Poesie, Dadaismus, Expressionismus und Gertrude Stein orientierten experimentellen Dichtung an, die eine Vielzahl von Sprech- und Ausdrucksweisen erprobte. Lautgedichte, visuelle Texte, Prosastücke, Sprechgedichte gehören zu J.s Repertoire. Dabei zeigt er Witz, eine Neigung zur Pointe und Lust am anarchischen Sprachspiel, verzichtet aber bei seinen Sprechgedichten - im Unterschied zu den rein mit phonetischem Material arbeitenden Lautgedichten - durchaus nicht auf 'Bedeutung', z. B. im bekannten Text lichtung aus Laut und Luise, der Sammlung, die seinen Durchbruch markiert. Zu seinem Erfolgtrug im Übrigen auch seine Vortragskunst wesentlich bei. In den 70er-Jahren gewann J. seiner Dichtung durch die Verwendung einer heruntergekommenen Sprache als Material zur Darstellung eines beschädigten Lebens neue Ausdrucksmöglichkeiten ab. Zugleich machte sich eine wachsende Verdüsterung und Bitterkeit bemerkbar. 1968 erhielt er zusammen mit Mayröcker den Hörspielpreis der Kriegsblinden für das gemeinsam verfasste Stück Fünf Mann Menschen, 1984 den Großen Österreichischen Staatspreis und den Georg-Büchner-Preis. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (UB 17664.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

Pressestimmen

Ich glaube, dass zwei Taschenbücher mit seinen Gedichten Ernst Jandl besonders viel bedeuteten: "Laut und Luise" und "Sprechblasen", beide bei Reclam erschienen. Reclam-Hefte sind im Umlauf, und wenn es auch kaum einen Dichter geben mag, der sich über eine Vielzahl von Lesern nicht freut, so war Ernst Jandl außerordentlich glücklich darüber, wenn seine Gedichte im Alltag der Leute Anklang fanden.
Franz Schuh, Die Zeit


EAN: 9783150098233
ISBN: 3150098238
Untertitel: 'Reclam Universal-Bibliothek'.
Verlag: Reclam Philipp Jun.
Erscheinungsdatum: Januar 1976
Format: kartoniert
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