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Mann ohne Herz


€ 9,99
 
kartoniert
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Juni 2015

Beschreibung

Beschreibung

Sommer in Stockholm - doch dieses Verbrechen lässt ihr Herz gefrieren.Sommer in Stockholm. Die Nächte hell, die Temperaturen ungewöhnlich hoch. Für Siri Bergman ist es der erste Tag in ihrem neuen Job. Nachdem ihre Praxis schließen musste, arbeitet die Psychotherapeutin nun bei der Polizei - als Profilerin soll sie psychologische Täterprofile erstellen. Gleich ihr erster Fall ist von großer Brisanz: Ein Mörder hat es auf attraktive, gut situierte Männer abgesehen - homosexuelle Männer. Er tötet sie und schneidet ihnen das Herz heraus. Ist der Mörder ein verrückter Schwulenhasser? Oder deutet die Grausamkeit der Tat auf einen ganz anderen Zusammenhang hin?

Portrait

Camilla Grebe und Åsa Träff sind Schwestern, aufgewachsen in Älvsjö in der Nähe von Stockholm. Der Roman "Die Therapeutin" - Auftakt der erfolgreichen Reihe um die Stockholmer Psychotherapeutin Siri Bergman - war ihr erstes Gemeinschaftsprojekt. Camilla lebt mit ihrer Familie in Stockholm. Sie hat den Hörbuchverlag "StorySide" gegründet und betreibt ein Beratungsunternehmen. Åsa arbeitet als Psychologin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie und betreibt in Stockholm eine Praxis. Mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt sie in Gnesta.
EAN: 9783442749133
ISBN: 3442749131
Untertitel: Psychothriller. Originaltitel: Mannen utan hjärta. 'btb'.
Verlag: btb Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Juni 2015
Seitenanzahl: 446 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Gabriele Haefs
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

anyways - 05.04.2016, 21:57
Mann ohne Herz
Das Leben schien eine perfekte glückliche Wende für Miguel genommen zu haben. Der Künstler mit spanischen Wurzeln lebt schon seit einiger Zeit in Schweden, zusammen mit dem in der Öffentlichkeit sehr bekannten extrovertierten Antiquitätenkenner Jussi Stahl. Eine Beziehung die schon drei Jahre anhält, ohne Betrügereien, Eifersuchtsszenen und dergleichen, doch leider ist Beiden dann das Glück nicht hold, denn Jussi wird ermordet. Nicht nur das er in seiner eigenen Wohnung erschossen wird, nein der Täter reißt ihm auch noch förmlich das Herz aus dem Leib und drapiert es in einer Schale auf dem Schreibtisch. Diese schreckliche Entdeckung muss Miguel bei seiner Heimkehr von einer Reise nach Barcelona machen. Er ist zutiefst erschüttert, als Täter kommt er durch seine Reise nicht in Frage. Währenddessen tritt die ehemals niedergelassene Psychologin Siri ihren Dienst in der Täterprofilgruppe der Polizei an. Sie bekam das Angebot von ihrem Bekannten und jetzigem Kollegen Vijay und da ihre Gemeinschaftspraxis, durch ein Zerwürfnis zwischen ihrer besten Freundin und Kollegin nicht mehr aufrecht zu erhalten war, wagte sie den Schritt ins Neuland. Gleich am ersten Tag wird der Mord an dem Antiquitätenhändler Jussi ihr erster Fall werden. Die Umgewöhnung fällt ihr noch schwer und ganz besonders vermisst sie ihre ehemals beste Freundin schmerzlich. Doch einen Weg zurück gibt es für Siri nicht, obwohl Aina alles versucht wieder mit ihr in Kontakt zu treten. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihr nicht, denn kurze Zeit später geschieht wieder ein Mord¿ Obwohl ich einige Bücher dieser Krimireihe nicht gelesen habe, ist der Wiedereinstieg gar nicht so schwer. Die Autorinnen lassen ihre Protagonistin des Öfteren ihr Leben und ihre Vergangenheit reflektieren, so dass ich meine Lücken, gerade was das persönliche Umfeld der Psychologin angeht, auffüllen konnte. Die Szenerie dieses Thrillers wechselt zwischen Siri¿s Erlebnissen in der Gegenwart und der Lebensgeschichte des "einsamen Herzens", die überwiegend in der Vergangenheit spielt. Ein psychologisch gut ausgefeilter Thriller, denn man wird als Leser des Öfteren auf eine falsche Fährte gelockt. Auch wenn man glaubt den Täter zu kennen, sicher sein kann man sich nie. Aufgrund der Tatsache, dass eine der Beiden Autorinnen selbst Psychologin ist, ist der Plot als absolut glaubwürdig anzusehen. Manchmal haderte ich allerdings mit Siri¿s Verhalten. Auf der einen Seite hat sie sich persönlich allerlei ethisch und moralische Grundsätze gestellt, die sie so auch von ihren Mitmenschen verlangt, auf der anderen Seite scheitert sie aber auch in dieser Geschichte kläglich an ihrer eigenen Ideologie. Diese Sprunghaftigkeit macht die Protagonistin zwar sehr menschlich und sympathisch, trotzdem fand ich es manchmal ein bisschen übertrieben. Gerade weil sie einen Beruf ausübt, bei dem ich denke "¿Sie müsste es doch besser wissen." Mein Fazit: Ein sehr spannender Thriller mit einer gut ausgefeilten und glaubhaften Story, vielen Spannungsbögen und einem überraschenden Täter.
Sassenach123 - 23.03.2016, 10:31
Einfach spitze
Camilla Grebe und Asa Träff schreiben schon seit einiger Zeit gemeinsam Bücher. So ist Mann ohne Herz bereits der vierte Band aus der Reihe mit der Psychotherapeutin Siri Bergmann. Das Buchcover ist toll gestaltet. Der Text auf der Buchrückseite ist sehr spannend und lädt zum lesen des Buches ein. Das Buch beginnt recht rasant mit dem ersten Mord. Miguel Alemany, der Freund des berühmten Homosexuellen Jussi Stahl, findet seinen innig geliebten Lebensgefährten bestialisch ermordet in der gemeinsamen Wohnung. Ihm wurde auf grausame Weise das Herz entfernt, und in der Wohnung in einer silbernen Schale drapiert. Die Psychotherapeutin Siri Bergmann arbeitet das erste mal als Profilerin für die Polizei. Ihr ehemaliger Kollege, Vijay Kumar, hat sie der Organisation wärmstens empfohlen, und sie wurde eingestellt. Sie arbeitet nun offiziel bei der Täterprofilgruppe, kurz TP, der Stockholmer Polizei. Siri ist nervös, ob sie dem gewachsen ist. Es wird angedeutet, dass in der Vergangenheit mit ihrer damaligen Praxis einiges schief gelaufen ist. Und auch mit ihrer ehemaligen Partnerin und besten Freundin ist sie zerstritten. Der Konflikt setzt ihr nach wie vor sehr zu. Dennoch hofft sie beruflich auf einen Neuanfang, und stürzt sich mit dem Team der TP gemeinsam auf den Fall Jussi Stahl. Schnell wird die Vermutung geäußert, dass die Tat wegen der Homosexuellen Neigung begangen wurde. Das Team besteht aus mehren Leuten, die da sind: Carin, die Chefin. Jimmy, ein Polizist, der früher viel verdeckt gearbeitet hat. Vijya, ein Psychotherapeut wie Siri. Juan Martina, der Rechtsmediziner, und Örjan Bruse fungiert als Kriminaltechniker. Alle versuchen nun gemeinsam Licht ins dunkel zu bringen. Doch das ist gar nicht so einfach, zumal schnell das nächste Opfer zu beklagen ist. Das Buch ist unterteilt in Abschnitte die zum einen in der jetzigen Zeit spielen, und dort über die Ermittlungsarbeit der TP erzählt. Und zum anderen Siris Privatleben beschreibt. Dort wird von ihrer Beziehung zu ihrem Mann Markus und ihrem Sohn Erik berichtet. Die anderen Abschnitt tragen die Bezeichnung, das traurige Herz, und erzählen in unterschiedlichen Zeiten von dem Schwulen Jens Sundberg. Gehen auf seine Familie und dessen Beziehungen ein. Mir haben diese einzelen Passagen sehr gut gefallen. Die Story war spannend aufgebaut, es wurde nie langweilig. Es tauchten immer mal wieder unvorhersehbare Wendungen auf, die alles unheimlich spannend machten. Der Erzählstil der beiden Schwedinnen ist klasse. Besonders gut hat mir die Interaktion zwischen den Personen gefallen. Ich konnte mich gut in Siris denkweise hineinversetzen, die Gefühle wurden in meinen Augen so gut wieder gegeben, das ich förmlich gespürt habe, wie es Siri in der jeweiligen Situation gerade geht. So ausgeprägt, habe ich das selten erlebt. Absolut toller Thriller. Werde mir die vorangegangen Bände mit Sicherheit auch noch zulegen
Isabell - 21.01.2016, 10:50
Mord aus Hass auf Homosexuelle?
Ich kenne die Vorgänger von Mann ohne Herz und hatte eine hohe Erwartungshaltung. Siri ist Psychologin, lebt mit einem Mann namens Markus und dem vierjährigen Sohn gemeinsam ziemlich idyllisch am Wasser. Markus, ihr Lebensgefährte, ist auch Polizist, jedoch tritt seine Arbeit völlig in den Hintergrund, da man ihn nur gemeinsam mit dem Sohn erlebt. Siri hat gerade eine neue Stelle als Psychologin bei der Polizei angefangen und gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit passiert ein Mord. Ein homosexueller Mann wird brutal ermordet und ihm wird das Herz herausgeschnitten. Als der zweite Mord geschieht, wird zunächst von einem Hassmord auf homosexuelle ausgegangen. Der Roman wird aus der Sicht von Siri und dem Herzen geschrieben, einem jungen Mann, der etwas über sein Leben erzählt. Ich möchte nicht soviel von der Geschichte verraten, der Schreibstil der Autorinnen ist nach wie vor prima, jedoch fand ich das Buch dieses Mal nicht besonders spannend. Da ich die anderen Bücher kenne, konnte ich zwar manche Rückblenden aus Siris Leben einordnen, was für andere Leser schwierig sein dürfte, doch ich fand es merkwürdig, dass Siri zunächst zu beiden Partnern der Praxis keinen Kontakt hatte. Insgesamt kann ich sagen, dass für mich dieses Buch aus der Reihe das bisher schwächste ist, was den Spannungsbogen und auch die private Geschichte von Siri betrifft. Trotzdem würde ich auch das nächste Buch lesen wollen, in der Hoffnung auf eine Steigerung und ich würde wissen wollen, wie Siris Privatleben sich weiterentwickelt. Von mir 3 1/2 Sterne......
Landbiene - 26.11.2015, 10:30
Mann ohne Herz
Meinung über das Cover: Das Cover hat etwas Düsteres und das gefällt mir für einen Thriller sehr gut. Jedoch habe ich auch nachdem lesen, keinen richtigen Bezug zum Bild finden können. Eigene Inhaltsangabe: Die Psychologin Siri Bergmann tritt einen neuen Job in einer Täterprofilgruppe bei der Polizei an. Kaum ist sie dort, schlittert sie auch schon in einen makabren Fall hinein. Jussi Stahl wurde in seiner Wohnung erschossen und ihm wurde das Herz herausgeschnitten. Zusammen mit den Kollegen versuchen Sie ein Täterprofil für die Ermittler zu erstellen. Hauptprotagonistin: Die Hauptprotagonistin Siri gefiel mir nur bedingt. Sie hat einige private Probleme. Zum einen gab es in der Vergangenheit eine unverzeihliche Situation mit ihrer besten Freundin Aina. Seitdem ignoriert sie ihre ehemalige Freundin, obwohl diese inzwischen auch an Krebs erkrankt ist und sich Kontakt mit ihr wünscht. Weiterhin stellt Sie auch die Beziehung zu ihrem Lebensgefährten in Frage. Kurzum eine gefühlsgeplagte Psychologin. Einerseits finde ich den Charakter interessant, aber bei einem Psychothriller will ich mich eigentlich nicht hauptsächlich mit den Problemen der Hauptperson beschäftigen. Normalerweise stört es mich nicht, wenn der Autor auch privates der Ermittler mit einbringt, jedoch sollte dann der Rest des Buches auch spannend sein. War hier leider nicht der Fall. Siris Privatleben stach für mich mehr heraus, als die eigentliche Handlung. Schade! Meinung über den Schreibstil: Das Buch ist immer abwechselnd zwischen Siri und dem traurigen Herz geschrieben. Dies ist gut gekennzeichnet und der Leser kann gut unterscheiden in welchem Teil der Geschichte er sich gerade befindet. Der Schreibstil lässt sich locker flockig lesen. Das einzige was hier das ganze Buch nicht aufkommt ist Spannung... Allgemeine Meinung zum Buch: Bei Mann ohne Herz handelt es sich eher um einen soliden Kriminalroman. Wer einen spannungsgeladenen Psychothriller erwartet, ist hier vollkommen falsch. Mir hat so einiges nicht gefallen. Vordergründig das sich so viel mit dem Privatleben von Siri beschäftigt wurde, aber auch die Täterprofilgruppe an sich, fand ich ziemlich langweilig. Die Story an sich hätte in meinen Augen mehr potenzial gehabt das nicht genutzt wurde. Ich vergebe gerade noch so 3 wohlwollende Sterne....
Bücherfreundin - 24.10.2015, 18:05
Siri Bergmann - Profilerin, Therapeutin und ihr Privatleben
Die beiden schwedischen Schwestern Camilla Grebe und Asa Träff haben einen neuen Roman mit der Therapeutin Siri Bergmann geschrieben. Mann ohne Herz ist für mich der 1. Roman von den beiden Autorinnen und mit Siri Bergmann. Der Fall ist in sich abgeschlossen und Siri Bergmann beginnt einen neuen beruflichen Anfang. Sie arbeitet jetzt als Profilerin bei der schwedischen Polizistin und hat ihre eigene Psychotherapiepraxis geschlossen. Die genauen Umstände erfahren wir nicht, die wurden vielleicht bereits in den Vorgängerbüchern klarer. Auch gibt es da einen ungeklärten Konflikt mit ihrer ehemaligen besten Freundin Aina, die mittlerweile an Krebs erkrankt ist. Der Ursprung der Funkstille durch Siri wird nur kurz gestreift. Insgesamt nimmt das Privatleben von Siri Bergmann einen großen Teil in dem Roman an, was aber dem Buch einen groß Teil der Spannung nimmt. Irgendwie passt dies meiner Meinung nach nicht in einen (guten) Psychothriller. Den 1. Fall an dem Siri mit arbeitet dreht sich um grausame Morde an homosexuelle Männer, die auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten aufweisen. Daher dauert es eine ganze Weile bis das Polizeiteam den gemeinsamen Nenner zwischen den Morden findet (außer der Tatwaffe), was sie schließlich dem Täter ein Stück näher bringt. Das Buch wechselt zwischen der Sicht von Siri und einer anderen Person hin und her. Die andere Person beschreibt Teile der Vergangenheit der späteren Mordopfer, so dass man die Beweggründe für die Taten besser nach vollziehen kann. Dieser Wechsel zwischen den Perspektiven und auch teilweise zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart bringt Abwechslung in den Lesefluss. Der Schreibstil der beiden Schwestern ist flüssig und gut nachvollziehbar, auch wenn das Buch zwischenzeitlich etwas langatmig und ausschweifend geraten ist. Wie bereits angemerkt, ist dem Privatleben von Siri zu viel Raum eingeräumt wird, während die Mordopfer und deren Beziehungen zum späteren Täter ruhig ausführlicher und spannender dargestellt hätte wären können. Der Titel passt gut zum Inhalt und ist treffend gewählt. Allerdings finde ich das Cover nicht so gelungen. Die düstere Stimmung soll wahrscheinlich die depressive und krankhafte Stimmung einer der Hauptpersonen widerspiegeln. Wie das einsame Haus am See zum Inhalt passt, ist mir nicht klargeworden. Da hätte man ein anderes Bild auswählen können. Insgesamt fand ich das Buch ein bisschen enttäuschend, denn ich hätte mir mehr Spannung erwartet. Vom Klappentext verschenkt das Buch einen Großteil seines Potentials, was ich recht schade finde. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich die Vorgängerromane um Siri Bergmann nicht kenne. Insgesamt vergebe ich dieses Mal 3 Sterne, da es für mich doch einige Schwächen enthielt.
C. St. - 18.09.2015, 12:07
Sehr zäher Thriller
Inhalt: Siri Bergman tritt ihre neue Stelle als Psychologin (Profilerin) bei der Polizei an und wird gleich mit einem grausamen Mord konfrontiert. Jussi Stahl wird auf grausame Weise ermordet und das Herz herausgerissen. Alles deutet auf eine Tat eines Schwulenhassers hin, bis ein 4 jähriger Junge erschossen wird und man die Verbindungen zum ersten Mord sucht. Haben die beiden Fälle überhaupt was miteinander zu tun? In mühsamer Arbeit versucht Siri mit ihren Kollegen zusammen das herauszufinden, in dem sie sich mit den Opfern, ihren Angehörigen und der Vergangenheit befassen. Bis es zu einem weiteren Mord kommt und dann die Zusammenhänge immer klarer werden. Meine Meinung: Nach dem der Prolog sehr spannend begann, dachte ich toll wird bestimmt ein spitzen Thriller wie die skandinavischen Krimis meistens sind. Leider wurde ich eines besseren belehrt, den es kam für meinen Geschmack einfach viel zu wenig Spannung auf. Mehr oder minder war es eher eine detaillierte Ermittlungsarbeit der Psychologin Siri und ihrem Team, die an Hand der Opfer ein Täterbild zusammen zustellen versuchten. Ohne Frage war der Schreibstil recht gut, eingeteilt in Kapitel aus Sicht Siris in der Gegenwart und dem Traurigen Herz der Vergangenheit (nach Jahren eingeteilt). Aber die Spannung in der Mitte des Buches war mir einfach viel zu flach und es war dann teilweise sogar ermüdend so das ich es fasst manchmal weglegen wollte. Nur meiner Neugier hatte es das Buch noch zu verdanken das ich es bis zum Ende geschafft habe. Aber selbst am Ende war dann die Spannung nur mittelmäßig. Für einen skandinavischen Thriller hätte ich mir bei weitem mehr erwartet. Aber für alle die lieber mehr über die Arbeit der Profiler und deren Privatleben wissen wollen und keinen spannungsgeladenen Thriller erwarten ist es genau das richtige Buch. Kann natürlich auch sein das es schwieriger war weil es ja aus dieser Reihe der 4 Band ist und ich die anderen nicht kannte. Aber auf Grund dieses doch eher schwachen Thrillers kann ich auch nur 2 von 5 Sternen vergeben.
mrs-lucky - 25.08.2015, 09:33
ein interessanter Krimi mit kleinen Schwächen
Als ich begonnen habe Mann ohne Herz zu lesen, war mir nicht bewusst, dass dies bereits der vierte Band um die Psychologin Siri Bergmann ist. Die vielen Andeutungen zu Siris offenbar dramatischer Vorgeschichte ließen mich stutzig werden, und ein Blick in den inneren Klappentext verhalf zur Aufklärung. Obwohl es im Verlauf der Geschichte einige Erklärungen zu Siris Streit mit ihrer ehemaligen Freundin Aina gibt und dazu, weshalb sie neuerdings für die Polizei arbeitet, hatte ich das Gefühl, Siri als Charakter nicht wirklich greifen zu können. Ich denke, dass hier im Vorteil ist, wer die anderen Bände kennt und Siris persönliche Entwicklung besser nachvollziehen kann. Da Siri eine der wichtigsten Personen des Buches ist und ihr Privatleben eine große Rolle spielt, blieb bei mir immer ein gewisses Gefühl der Lücke. Ansonsten ist das Buch spannend geschrieben, man merkt ihm an, dass zumindest eine der Autorinnen über fundiertes Wissen aus dem Bereich der Psychologie verfügt. Ein skrupelloser und gut organisierter Mörder scheint wahllos und brutal zu morden, erst ist ein prominenter Schwuler sein Opfer, dann ein kleiner Junge. Die Tatwaffe bildet eine Verbindung zwischen den Morden jedoch nicht zwischen den Opfern. Da der Täter keine Spuren hinterlässt, tappt die Polizei im Dunkeln. Deshalb wird die Täterprofilgruppe der Stockholmer Polizei zur Hilfe geholt, zu der auch Siri seit neustem gehört. Diese verhört Zeugen und Beteiligte, um Verbindungen und Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern zu finden und so dem Täter auf die Spur zu kommen. Der Krimi ist in mehrere Erzählebenen geteilt. Zum einen berichtet Siri aus der Ich-Perspektive ihre Sicht der Ereignisse, zum anderen werden in Rückblicken die Erinnerungen und Erlebnisse eines jungen Mannes dargelegt. Aber auch die Gedanken anderer Beteiligter werden in einigen Abschnitten aus ihrer jeweiligen Sicht geschildert und vermitteln auf diese Weise sehr eindringlich ihre Gefühle. Das Buch ist an einigen Stellen brutal ohne aber abstoßend zu wirken. Die Geschichte ist komplex aufgebaut, der Leser kann miträtseln und wird an einigen Stellen überrascht. Ich als Neueinsteigerin in die Reihe konnte lediglich mit der Hauptfigur Siri Bergman nicht wirklich warm werden und fand es störend, dass ihrer Person mit ihrer derzeitigen Labilität und Unsicherheit so viel Raum gegeben wird.
Gisel - 20.07.2015, 12:41
btb.74913 Grebe:Mann ohne Herz
Das traurige Herz Die Psychotherapeutin Siri Bergman steigt neu bei der Polizei ein als Profilerin. Ihr erster Fall ist der eines prominenten Homosexuellen, der in seinem Bett ermordet wurde, sein Herz wurde entfernt und in eine Silberschale gelegt: wie ein Stillleben, um den Blick zu fangen und zu halten. Ist hier ein Schwulenhasser am Werk? Oder sind es persönliche Motive, die den Täter zu dem Mord anstiften? In eingeschobenen Rückblenden wird das Leben von Jens aufgewickelt, der in seinen jungen Jahren eine Beziehung mit eben diesem Toten geführt hatte und bitter von ihm enttäuscht wurde. Als ein weiterer Toter auftaucht, der in seinem Leben eine Rolle spielte, scheint es ein klares Motiv zu geben. Allerdings ist Jens inzwischen psychisch erkrankt, sein trauriges Herz hat ihn für mehrere Jahre in die Psychiatrie gebracht. Doch auch wenn hier schnell ein Motiv geliefert wird, kann man dann sofort auf den Täter schließen? Einen großen Anteil des Buches nimmt Siris Privatleben in Anspruch. Sie scheint sich von ihrem Lebensgefährten zu entfernen, fühlt sich von einem Kollegen angezogen. Und da ist noch ihre Freundschaft mit Aina, die sie abrupt abgebrochen hat nach deren Verrat. In Siris Erinnerungen wird die alte Freundschaft heraufbeschworen und nach und nach erfährt der Leser, wie diese in Brüche gegangen ist. Obwohl dies der vierte Band in der Reihe um Siri Bergman ist, kann sich der Leser gut in die Geschichte hineinfinden, der Fall selbst ist in sich abgeschlossen, während die Entwicklungen in Siris Privatleben auch ohne die Vorgängerbände gut nachvollziehbar sind " auch wenn es sicherlich hilfreich ist, die Reihenfolge der Bände einzuhalten. So war Siri für mich eine neue Gestalt, die mich (manchmal etwas zu passiv und zu farblos) durch diesen Fall geleitet hat. Sehr geschickt spielen die Autorinnen allerdings mit dem Symbol des Herzens, gleich in mehreren Handlungssträngen spielt dieses mit viel Symbolik verbundene Organ eine große Rolle. Das hat mir sehr gut gefallen und für mich persönlich etwas wettgemacht, dass die Protagonistin dieses Buches zu wenig greifbar geworden ist. Ein bisschen bin ich nun neugierig geworden auf die ersten drei Bände um Siri Bergman, diese werden sicherlich mein Interesse an einem Nachfolgeband beeinflussen. Von mir eine eher verhaltene Leseempfehlung und 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.
Bücherwurm78 - 15.07.2015, 06:58
btb.74913 Grebe:Mann ohne Herz
In Stockholm wird Jussi Stahl von seinem Lebenspartner Miguel ermordet aufgefunden, ihm wurde das Herz herausgeschnitten. Siri Bergmann arbeitet neu als Psychotherapeutin bei der Polizei und soll ein Profil des Mörders erstellen. Und es geschieht ein weiterer Mord, ein kleiner Junge wird erschossen. Auf den ersten Blick haben beide Mordfälle nichts gemeinsam, dann stellen sich aber doch Zusammenhänge heraus. Dieser Thriller hat mir gut gefallen. Ohne lange Einleitungsseiten ging es gleich mit der Story los, nämlich dass Miguel seinen Lebenspartner ermordet auffindet. Danach lernt man Siri Bergmann kennen. Ihre Vorgeschichte wird kurz angesprochen, viel wird nicht darüber geschrieben, diese klingt aber sehr interessant und macht neugierig. Im weiteren Verlauf des Buches erfährt dann aber mehr über Siri und ihre Vergangenheit. Mir gefällt der Schreibstil des Buches sehr gut, flüssig geschrieben ohne fade Stellen. Gleich von Anfang an ist Spannung vorhanden und wird gehalten. Auch die Personenbeschreibungen gefallen mir sehr gut, präzise, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Gerade Siri kommt dadurch bei mir als Leser gleich sehr sympathisch rüber. Vor allem weil diese auch "Ecken und Kanten" hat. Die Story war gut durchdacht, ohne Lücken zu lassen und vor allem am Ende doch mit einem nicht vermuteten Mörder. Fazit: Diesen Psychothriller kann ich empfehlen.
jenvo82 - 03.07.2015, 07:28
btb.74913 Grebe:Mann ohne Herz
Siri Bergman, ehemalige Psychologin unterstützt seit Neuestem das Profilerteam der Stockholmer Polizei. Ihr erster "Fall" führt sie in das Schwulenmilieu der Hauptstadt. Ein prominenter Homosexueller wird brutal hingerichtet und sein herausgeschnittenes Herz in einer Silberschale präsentiert. Als weitere Morde geschehen, die in direktem Zusammenhang zu stehen scheinen, versuchen Siri und ihr Team ein geeignetes Täterprofil zu erstellen. Handelt es sich um Hassverbrechen oder um einen persönlichen Rachefeldzug? In diesem Psychothriller liegt der Fokus auf der Ermittlertätigkeit und den persönlichen Befindlichkeiten der Protagonisten. Mittels zweier Handlungsstränge entwirft das Autorenduo einen Kriminalfall um Schuld und Rache, um enttäuschte Liebe und verletzte Gefühle. Der Schreibstil ist modern, leicht zu lesen und generell ansprechend, so dass man auf reichlich 400 Seiten gut unterhalten wird. Dennoch widmet sich ein Großteil des Buches dem Leben von Siri Bergman, ihren Ängsten und Sehnsüchten, ihren Eheproblemen und der Last einer unfreiwillig beendeten Freundschaft. Dadurch tritt der Kriminalfall immer wieder in den Hintergrund und verliert zusehends an psychologischer Raffinesse. Fazit: Meine Ansprüche an einen spannungsgeladenen Psychothriller wurden hier nicht ganz erfüllt. Die Nebenhandlung lenkt vom eigentlichen Schwerpunkt ab und mir fehlt auch der kontinuierliche Blick in die Seele des Mörders " meist plätschert das geschriebene Wort vor sich hin. Das Buch liest sich gut und hat einen großen Unterhaltungswert, der zündende Funke konnte aber nicht überspringen.
AngiF - 28.06.2015, 12:09
btb.74913 Grebe:Mann ohne Herz
Der Spanier Miguel, lebt seit drei Jahren in Schweden und ist mit Jussi zusammen in einer Beziehung. Als Miguel nach einem Verwandtenbesuch in Spanien heimkommt, in die gemeinsame Wohnung, macht er eine unglaubliche und grausame Entdeckung, Jussi wurde brutal und in bestialischer Weise ermordet. An ihrem ersten Tag in der Täterprofilgruppe (kurz: TP), deren Leitung Vijay Kumar innehat, wird die Psychologin Siri mit dem Fall konfrontiert. Gerade hat sie ihre neuen Kollegen kennen gelernt, da steckt sie auch schon mitten drin im Fall, der wie eine Hinrichtung erscheint, wäre da nicht ein entscheidendes Detail, über das die Presse nicht berichtet hat: Jussi wurde nach seiner Ermordung das Herz heraus geschnitten. Siri wurde von Vijay mehr überzeugt in der Gruppe zu arbeiten, als dass sie es von sich aus möchte. Die Mutter des kleinen Sohnes Erik, hat nämlich Angst bei der Arbeit auf Dinge zu stoßen, die sie eigentlich lieber nicht sehen und wissen möchte. Denn sie selber hat eine dunkle Vergangenheit mit Alkohol, Depressionen und Trauer. Entsprechend unwirklich erscheint Siri nun, dass sie sich mit den anderen Profilern am Konferenztisch befindet und den Fall durchgeht. Aber ihr bleibt keine Zeit, die Situation zu durchdenken, sie hat ein Opferprofil zu erstellen. Das Buch hat mich sofort eingefangen, viel zu schnell war ich mit dem Lesen durch, ja, es ist ein wahrer fesselnder Page-Turner. Die Autorinnen haben mit diesem Buch eine außerordentlich spannende Story entwickelt, die uns Leser nicht mehr los lässt. Gut fand ich auch, dass der Mörder nicht so schnell klar ersichtlich schien, Camilla Grebe und Åsa Träff erschaffen immer wieder nebulöse Situationen, die uns Leser zweifeln lassen. Die Charaktere sind mit viel Tiefgang beschrieben, sie bergen in sich viele persönliche, verschlungene Beziehungen. Der Schreibstil der beiden Autorinnen hat mich ebenfalls überzeugt, flüssig und klar, sehr authentisch. Mit der Hauptprotagonistin Siri haben die beiden eine faszinierende Figur kreiert, die nicht interessanter sein könnte. Sie hat ihre sichere Basis, ihre Psychologische Praxis in Södermalm, einem luxuriösen Stadtteil Stockholms, verlassen. Siri hat zudem alle Kontakte zu ihrer ehemaligen besten Freundin abgebrochen, die noch dazu ein Partner in der Praxis war, obwohl diese an Krebs erkrankt ist, da sich Siri von dieser betrogen fühlt. Im Laufe des Buches wird ihre Unzufriedenheit, ihr Nachtragend sein und auch ihr sich verändernder Blick auf ihren Partner Markus deutlich. Diese Figur ist in der Tat sehr wirklichkeitsnah. Gerne möchte ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen vergeben und es jedem Thriller- Liebhaber, insbesondere Lesern von Sebastian Fitzek, ans Herz legen.
Wedma - 16.06.2015, 10:07
btb.74913 Grebe:Mann ohne Herz
Der Roman ist aus zwei Perspektiven erzählt. Es gibt abwechselnd Abschnitte unter dem Titel "Siri" in der Ich-Form und in Präsenz, und Abschnitte unter "Das traurige Herz", die in der Vergangenheitsform und in der dritten Person verfasst worden sind. Siri kommt als ein neues Mitglied in eine Gruppe der Profiler, die bei den Ermittlungen der grausamen Morde an schwulen Männern mitwirkt. Siri fährt meist mit einem Kollegen zu den Angehörigen der Opfer und redet mit ihnen. Bei den Sitzungen der Gruppe wird an einem Mörderprofil gefeilt. Zu Hause wartet auf Siri ihr Freund, ein Polizist, mit dem sie einen kleinen Sohn von vier Jahren hat. Außerdem hat Siri ein altes, ungelöstes Problem mit ihrer ehemals besten Freundin. Part "Das traurige Herz" erzählt die Geschichte eines jungen schwulen Mannes über Jahre hinweg. Es fängt im Jahr 1994 an und endet in der Gegenwart. Die zwei Stränge laufen zusammen und finden ein gemeinsames, blutiges Finale. Themen wie Partnerschaft, Freundschaft, Vergebung, Einsamkeit, Liebe, Treue, Loyalität, Verletzlichkeit, Familie, Vereinbarkeit der Arbeit und Familie, sind u.a. in den Roman hineingeflossen. Einige tiefschürfende Gedanken, wie z.B. zu den Vorzügen der Gartenarbeit S. 65, oder manche schon fast im Märchenstil verfasste Beschreibung S. 39 eines ehemaligen Partners von Siri erwarten den Leser am Anfang, manches zu Beziehungen, Partnerschaft. Die Profilergruppe ist ein illustrer Haufen. Die Figuren sind interessant, sehr gut ausgearbeitet worden. Männer wie Frauen der Gruppe kamen sehr lebendig rüber. Der Schreibstil ist recht angenehm, liest sich leicht und schnell weg. Für richtige Definitionen, damit auch alle es richtig verstehen, ist bestens gesorgt. Z.B. was ein Hassverbrechen, Gefühl vs. Motiv bei der Beweisführung wären. S. 92. Es ist gut spürbar, dass sich die Autorinnen eingehend mit den o.g. Themen und insb. mit dem Thema das Leben als schwuler Mann beschäftigt und ein tiefes Verständnis dafür entwickelt haben. Einige Schicksale, Einblicke in das Leben schwuler und bisexueller Männer werden im Rahmen der Ermittlungen vor Augen der Leser freigelegt, z.B. Eine Figur schildert seine Eindrücke, Gedanken, Erinnerungen an die Anfänge, wie seine Familie es aufgenommen hat, etc. S. 247. Auch Gedanken einer Mutter auf das Schwulsein ihres Sohnes zeigt es besonders deutlich. S. 295. Der Fall an sich konnte mich aber leider nicht überzeugen. Er ist vielmehr eine Studie über Schwulsein und manche Beziehungsprobleme, ein spannender Thriller ist es für mich nicht. Dinge, die zum Punkteabzug geführt haben: Wenig glaubwürdig beim Hauptmotiv des Täters. Die aufsehenerregenden Morde sehen für mich eher nach Effekthascherei aus. Dieses Theatralische, wie man es zu Anfang am ersten Mord sieht, ist nicht in dem Charakter des Täters verankert. Vieles blieb bei auf dem Niveau der Behauptungen. Wenig Stoff und Raum zur Bildung eigener Meinung gegeben, um eigenes Kopfkino zu starten. Man ist quasi gezwungen den narrativen Fertigbrei zu schlucken und zwar mehrmals, auf der gesamten Länge. Insgesamt zu viel erklärt, besonders zum Schluss. Der Stoff wird oft wiederholt. Und zwar mehrmals. Man dreht sich im Kreis. Es liest sich zwar schnell, aber die Geschichte mitzuerleben, so richtig einzutauchen fiel mir schwer. Zu viel Narrativ, s.o. Die Hauptfiguren blieben mir fern. Von Siri, der Haupterzählerin in ihrem Teil der Geschichte, fühlte ich mich nicht abgeholt, konnte mit ihr bis zum Schluss nicht warm werden. Manch weniger gelungene Beschreibung und paar Tippfehler wie z.B. S. 160, 247 schmissen mich aus dem Lesefluss gelegentlich heraus. Fazit: Der Fall konnte mich leider nicht überzeugen. Vielversprechend am Anfang, flaut es im Verlauf deutlich ab. Er ist vielmehr eine Studie über Schwulsein und manche Beziehungsprobleme. An sich ist es gut gearbeitet worden, aber als Thriller hat das Buch mich einfach nicht mitnehmen können. Spannend geht für mich anders.