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Die Auswirkungen der Krisenkommunikation auf das Image des Finanzplatzes Liechtenstein

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April 2010

Beschreibung

Beschreibung

Diese Studie befasst sich mit einer Krisensituation, die unter dem Namen "Steueraffäre Liechtenstein" weitgehend bekannt ist.Krisen entstehen im Regelfall plötzlich (ereignisinduziert), was, zumindest oberflächlich betrachtet, auch auf die "Steueraffäre Liechtenstein" zutraf. Eine genauere Analyse der Umstände führte aber zu der Erkenntnis, dass die Krisenursache schon fünf Jahre zuvor eingetreten ist und das Problem bzw. das Risiko bei den relevanten Stellen auch bekannt war. Fünf Jahre, die hätten genutzt werden können, um aktiv vorzugehen, ein Krisenkonzept zu erarbeiten und die Öffentlichkeit Schritt für Schritt in Kenntnis zu setzen. Zumindest letzteres ist nicht erfolgt und damit war ein stetes Risiko gegeben, dass die Medien den Überraschungseffekt für sich nutzen konnten. Aber auch die Vorbereitung für den schlimmsten Fall der Fälle, einem tatsächlichen Ausbruch der Krise mit einem vorbereiteten Kommunikationskonzept zu begegnen, scheint nicht erfolgt zu sein. Auch nachdem die "Steueraffäre Liechtenstein" international in aller Munde war, einerseits durch die Medien und andererseits vor allem durch Aussagen deutscher Politiker, hätte zumindest die Dauer der Krisensituation durch geeignete Kommunikationskonzepte verkürzt werden können. Das Gegenteil ist geschehen, was durch eine Analyse der Medienberichte, aber auch durch verschiedene Aussagen im Zeitablauf belegt wird. Vor allem emotionale Reaktionen der Repräsentanten Liechtensteins verlängerten die Krisensituation maßgeblich, was dazu führt, dass das Geschehene bzw. das Publizierte länger im Bewusstsein der Öffentlichkeit verbleiben wird. Die lang andauernde negative Berichterstattung kann somit zu einer nachhaltigen Imageschädigung des Finanzplatzes führen, was sich in unterschiedlichen Formen auf die gesamte Volkswirtschaft Liechtensteins auswirken könnte. Dies beginnt bei Kundenverlusten bzw. dem Problem Neukunden zu akquirieren, was sich direkt auf die Geschäftsentwicklung der Unternehmen auswirken und zu einem Personalabbau führen kann. Das führt folglich zu sinkenden Steuereinnahmen des Staates und damit unweigerlich zu Steuererhöhungen, welche die gesamte Bevölkerung treffen und somit die Volkswirtschaft Liechtensteins belasten würden.

Inhaltsverzeichnis

1;Die Auswirkungen der Krisenkommunikation auf das Image des Finanzplatzes Liechtenstein;1 2;Abstract;3 3;Kurzreferat;4 4;Vorwort;5 5;Inhaltsverzeichnis;6 6;Abbildungsverzeichnis;9 7;Tabellenverzeichnis;11 8;Abkürzungsverzeichnis;12 9;1 Einleitung;13 9.1;1.1 Ausgangslage;13 9.2;1.2 Problemstellung und Forschungsfrage;15 9.3;1.3 Zielsetzung;17 9.4;1.4 Abgrenzung;19 9.5;1.5 Der Aufbau dieser Studie;20 9.6;1.6 Forschungskonzeption;21 10;2 Die Positionierung Liechtensteins als internationaler Finanzplatz;22 10.1;2.1 Die Historie des Fürstentums Liechtenstein;22 10.2;2.2 Die Entstehung des Finanzplatzes Liechtenstein;23 10.2.1;2.2.1 Die ersten Finanzplatzkrisen;24 10.2.2;2.2.2 Der internationale Finanzplatz in der letzten Dekade;25 10.2.3;2.2.3 Die aktuelle Bedeutung der FDL-Branche für das Fürstentum;28 10.2.4;2.2.4 Die Bankenlandschaft Liechtensteins im Jahr der Steueraffäre;31 11;3 Die empirische Erhebung zu den Auswirkungen der Steueraffäre;34 11.1;3.1 Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung;34 11.2;3.2 Die Methodik;34 11.3;3.3 Die Auswahl der Interviewpartner;35 11.4;3.4 Die Organisation der Untersuchung;36 11.4.1;3.4.1 Zeitraum der Untersuchung;36 11.4.2;3.4.3 Das Aufbereitungsverfahren;36 11.4.3;3.4.4 Das Auswertungsverfahren;36 11.5;3.5 Die Ergebnisse der Erhebung;37 11.5.1;3.5.1 Die Auswirkungen aus Sicht der Betroffenen;37 11.5.2;3.5.2 Die Auswirkungen aus Sicht der Beteiligten;39 11.5.3;3.5.3 Auswirkungen aus Sicht der Kommunikationsexperten;42 11.5.4;3.5.4 Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen;44 12;4 Markenführung am Beispiel der Dachmarke Liechtenstein;47 12.1;4.1 Begriffsabgrenzungen;47 12.2;4.2 Die Dachmarke Liechtenstein als Regionenmarke;49 12.3;4.3 Vergleich der Dachmarke Liechtenstein mit der Marke Schweiz;54 12.4;4.4 Die Markenidentität sowie die Entstehung der Dachmarke Liechtenstein;57 12.5;4.5 Das Markenimage der Dachmarke Liechtenstein;63 12.6;4.6 Reputation/Issues Management anhand der Steueraffäre;65 13;5 Krisenmanageme
nt anhand der Steueraffäre;70 13.1;5.1 Die Definition des Begriffs Krise;70 13.2;5.2 Der Begriff Krise in Abgrenzung zu kontextverwandten Terminologien;74 13.2.1;5.2.1 Konflikt;74 13.2.2;5.2.2 Störung;74 13.2.3;5.2.3 Katastrophe;74 13.2.4;5.2.4 Skandal;75 13.2.5;5.2.5 Der Zusammenhang zwischen Unternehmenskrisen und kontextverwandten Terminologien;75 13.3;5.3 Kommunikation in Krisenzeiten;77 13.4;5.4 Die Macht der Medien, Krisensituationen zu generieren;80 13.4.1;5.4.1 Die Geschwindigkeit der medialen Verbreitung;81 13.4.2;5.4.2 Das semiotische Dreieck;86 14;6 Die ereignisinduzierte Markenkrise anhand der Steueraffäre;88 14.1;6.1 Die ereignisinduzierte Markenkrise;88 14.2;6.2 Das Vier-Phasen-Modell von Tiemann;90 14.2.1;6.2.1 Ereignisinduzierte Markenkrise mit schleichendem Krisenverlauf;92 14.2.2;6.2.2 Ereignisinduzierte Markenkrise mit periodischem Krisenverlauf;93 14.2.3;6.2.3 Ereignisinduzierte Markenkrise mit eruptivem Krisenverlauf;95 14.3;6.3 Der Krisenverlauf der Steueraffäre;97 14.3.1;6.3.1 Der plötzliche Ausbruch der Krise;99 14.3.2;6.3.2 Der Übergang von der akuten Krisenphase in die Nachkrisenphase;103 14.3.3;6.3.3 Die zusammenfassende Analyse des Krisenverlaufs der Steueraffäre;105 14.3.4;6.3.4 Zu erwartende Nachwirkungen der Steueraffäre basierend auf den theoretischen Modellen ereignisinduzierter Markenkrisen;108 15;7 Eine Methode für einen effektiven Kommunikationsstil in Krisenphasen und bei Verhandlungen;109 15.1;7.1 Das Harvard-Konzept;109 15.2;7.2 Die vier Grundaspekte des Harvard-Konzepts;114 15.3;7.3 Die Anwendung des Harvard-Konzepts bei der Steueraffäre;118 15.3.1;7.3.1 Menschen und Probleme getrennt voneinander behandeln;120 15.3.2;7.3.2 Interessen, Möglichkeiten und Kriterien;123 15.3.3;7.3.3 Erkenntnisse und Schlussfolgerungen;126 16;8 Zusammenfassung und Ausblick;127 16.1;8.1 Die Imageschädigung und deren Auswirkungen auf den Finanzplatz Liechtenstein;127 16.2;8.2 Die Auswirkungen der Steueraffäre auf die Volkswirtschaft Liechtensteins;12
8 16.3;8.3 Der Stellenwert eines Krisenkommunikationskonzepts für das Fürstentum Liechtenstein;128 16.4;8.4 Messbare Auswirkungen der Steueraffäreauf den Finanzplatz und folglich auf die Volkswirtschaft Liechtensteins;129 16.5;8.5 Fazit;130 17;Quellenverzeichnis;131 18;Zur Person;141


Portrait

Wilfried Nocker, MA, BBA; wurde 1975 in Dornbirn geboren. Das Thema dieser Studie ergab sich durch seinen akademischen und beruflichen Bezug zum Fürstentum Liechtenstein. Seit 1996 ist der Autor in der Finanzdienstleistungsbranche (B2C und B2B) tätig und während seines berufsbegleitenden Bachelor Studiums an der Hochschule Liechtenstein, mit dem Schwerpunkt "Financial Services", wurde er erstmals mit der Problematik der Geldwäscherei in der Finanzdienstleistungsbranche konfrontiert. Nach dem erfolgreichen Abschluss im Jahr 2007 und der Auszeichnung seiner Thesis durch den Liechtensteinischen Bankenverband, erhielt der Autor mehrere Anfragen von Unternehmen aus dem Fürstentum und nahm eines dieser Angebote im Jahr 2008 an. Zeitgleich begann er ein weiteres berufsbegleitendes Studium an der FH Vorarlberg, mit dem Schwerpunkt "International Marketing and Sales". Dadurch eröffneten sich ihm weitere Zugänge (u.a. Aspekte des Marketing, Branding, Krisenkommunikation) zu diesem sehr vielschichtigen Thema.
EAN: 9783836637572
Untertitel: Anhand der aktuellen "Steueraffäre". Dateigröße in MByte: 6.
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: April 2010
Seitenanzahl: 150 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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