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E-Books konzipieren und produzieren


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epub eBook
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November 2011

Beschreibung

Beschreibung

E-Books sind nicht mehr aus der Verlagslandschaft wegzudenken, so dass sie als eigenständige Produktart ernst genommen werden müssen - in der Konzeption sowie beim Aufbau eines eigenen Produktionsworkflows.

"E-Books konzipieren und produzieren" ist für alle geschrieben, die die Produktion von E-Books zu betreuen haben.

Der inhaltliche Schwerpunkt liegt zunächst auf den grundlegenden Aspekten, aber die gängigen E-Book-Formate wie PDF, ePUB, AZW/Mobipocket einschließlich Apps werden intensiv erklärt. Auch auf die neuesten Entwicklungen zu HTML5 und ePUB 3 wird eingegangen.

2. aktualisierte und erweiterte Auflage

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Was ist ein E-Book?
1.1 Definition
1.2 Grundlegendes technisches Konzept
1.2.1 Darstellungssoftware
1.2.2 Layout-gebunden vs. "reflowable"
1.2.3 "Enhanced" E-Books
1.2.4 Kopierschutz
1.2.5 "Social Reading"
1.2.6 E-Books in der Cloud und aus der Cloud

2 Die Lesegeräte
2.1 Desktop- und Laptop-PCs
2.2 Tablet-PCs
2.3 Smartphones
2.4 E-Reader
2.5 Der Hardware-Markt

3 Die Konzeption
3.1 Unterschiede zur Printausgabe
3.1.1 Umschlag und Cover
3.1.2 Die Titelei
3.1.3 Das Inhaltsverzeichnis
3.1.4 Paginierung
3.1.5 Verweise
3.1.6 Verzeichnisse und Register
3.1.7 Fußnoten, Endnoten, Marginalien und ähnliche Inhaltselemente
3.1.8 Wenn es kein Printvorbild gibt
3.2 Wahl des E-Book-Formats
3.3 Erschließung von Inhalten
3.3.1 Suchen und Suchunterstützung
3.4 Metadaten
3.4.1 ISBN und ISSN
3.4.2 DOI
3.5 Typografische Gestaltung
3.5.1 Gestaltung eines E-PDF
3.5.2 Gestaltung eines flexiblen E-Book-Formats
3.6 Multimediale Ergänzungen
3.7 Digital Rights Management

4 Die Dateiformate 72
4.1 (X)HTML: (eXtensible) Hypertext Markup Language
4.1.1 Strukturierte Inhalte mit HTML
4.1.2 HTML 5
4.1.3 Cascading Stylesheets (CSS)
4.1.4 JavaScript
4.1.5 Erzeugung von HTML-Dateien
4.1.6 Typische Probleme bei der Umsetzung
4.2 DTBook
4.3 IDPF ePUB
4.3.1 Die Bestandteile einer ePUB-Datei
4.3.2 XHTML im ePUB
4.3.3 CSS im ePUB
4.3.4 Der Aufbau innerhalb des ePUB-Containers
4.3.5 Metadaten im ePUB
4.3.6 Die OPF-Datei
4.3.7 Die NCX-Datei
4.3.8 ePUB und Schriften
4.3.9 ePUB-Erweiterungen von Adobe
4.3.10 ePUB für das iPad und die iBooks-App
4.3.11 Apple fixed layout
4.3.12 Der Standard ePUB 3.0 (Entwurf)
4.3.13 Das Erstellen von ePUB-Dateien
4.4 Mobipocket und das Kindle-Format AZW
4.4.1 Das Datenformat Mobipocket
4.4.2 Kindle Books
4.5 Portable Document Format (PDF)
4.5.1 Druck-PDFs und E-PDFs
4.5.2 Reflowable und tagged PDF
4.5.3 Multimediale Elemente im PDF
4.5.4 Metadaten im PDF
4.6 Apps
4.6.1 Die Erstellung von Apps
4.6.2 "Buch-Apps"
4.6.3 Bibliotheks-Apps, Kiosk-Apps
4.6.4 Vertrieb von Apps

5 Der ideale Workflow 151
5.1 Szenarien zur Integration der E-Book-Produktion
5.2 XML als Ausgangsformat
5.3 MS Word als Ausgangsformat
5.4 DTP als Ausgangsformat
5.4.1 ePUB-Erstellung mit Quark XPress
5.4.2 ePUB-Erstellung mit InDesign
5.5 Werksatzprogramme als Ausgangsformat
5.6 Ausgangsdaten PDF
5.7 E-Book-Erzeugung mit Content Management Software
5.8 One-Stop-Werkzeuge zum Erstellen von ePUB-Dateien
5.8.1 Calibre
5.8.2 Sigil

A Anhang 183
A.1 Übersicht über die verfügbaren Dateiformate
A.2 Abkürzungen

Sachverzeichnis

Portrait

Uwe Matrisch ist Herstellungsleiter bei le-tex publishing services in Leipzig und Trainer der XML-Schule. Er hat in den letzten Jahren mit großer Begeisterung zahlreiche E-Books auf den Weg gebracht hat. Ursula Welsch ist Inhaberin der XML-Schule und Beraterin für Themen rund um E-Publishing und das crossmediale Publizieren mit XML. Bereits in den 90er Jahren hat sie die Produktion multimedialer Lexikon-CD-ROMs gesteuert.

Leseprobe

2 Die Lesegeräte


Kurz und knapp


In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit der Hardware für den Konsum von E-Books: mit den Lesegeräten. Sie lassen sich in mehrere Geräteklassen einteilen, die über jeweils unterschiedliche Möglichkeiten und ggf. Einschränkungen bei der Nutzung verfügen. Diese Differenzen in den Nutzungs- und Darstellungsmöglichkeiten sind die Ursache für eine eventuell notwendige, unterschiedliche Aufbereitungen von E-Books.

Zum Lesen von E-Books wird ein Lesegerät benötigt. Diese Erkenntnis ist so banal wie fundamental. Fundamental ist sie deshalb, weil damit die grundlegende Unbequemlichkeit beschrieben ist, von der die Nutzung von E-Books begleitet wird und die sie so zäh macht in der Marktakzeptanz. Die E-Book-Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (»Umbruch auf dem Buchmarkt? Das E-Book in Deutschland«, Mai 2011) nennt als vorrangige Technikbarrieren der Konsumenten die Befürchtungen (in % der Befragten):

  • reparaturanfällig und begrenzte Lebensdauer (85%),
  • ungeeignet für die Nutzung jenseits des Schreibtischs bzw. outdoor (83%),
  • zu hohe Anschaffungskosten (80%),
  • Notwendigkeit, Akku aufzuladen (60%),
  • mögliches Löschen von E-Books (65%).

Alle diese Angaben waren für 2011 leicht rückläufig im Vergleich zu den Vorjahren. Insgesamt dürfte jedoch klar sein, dass je bequemer und je simpler die Bedienung und das Aufladen (egal ob mit Strom oder Inhalten) der Lesegeräte ist, desto eher werden sie im Markt umfassend akzeptiert. Das hat der Erfolg von Apples iPad eindeutig bewiesen.

Dennoch ist die einfache Bedienbarkeit der Geräte nicht das einzige Erfolgskriterium. Denn eine der wichtigsten Strömungen im Markt sind Geräte, deren Grundprinzip – gan
z im Gegenteil – die Integration von immer mehr unterschiedlichen Funktionen wie Musikhören, Telefonieren, Fotografieren, Routenplanung usw. ist. Diese Entwicklung beschreibt das Phänomen der »Medienkonvergenz« – also das Vereinen der Funktionen bislang verschiedener Einzelgeräte in einem einzigen Gerät.

Im Wesentlichen können vier Klassen von Lesegeräten unterschieden werden:

  • Desktop- und Laptop-PCs:
    Neben den üblichen Desktops und Laptops gehören in diese Geräteklasse auch Notebooks bis hin zu Ultra-Mobile- bzw. EEE-PCs. Alle genannten Geräte sind mit einem Standard-Betriebssystem und einem relativ großen, farbigen, selbstleuchtenden Display ausgestattet.
  • Tablet-PCs:
    Diese Geräteklasse gibt es schon seit einigen Jahren, aber erst durch das iPad wurde sie für den Massenmarkt erschlossen. Mittlerweile gibt es neben Apples iPad weitere Tablet-PCs, die sich im Markt behaupten werden. Auch diese Geräte besitzen in den allermeisten Fällen ein Standard-Betriebssystem.
  • Smartphones:
    Bereits vor dem großen Erfolg von Apples iPad hat diese Geräteklasse den Weg in die konvergenten Systeme beschritten: Sie konzentrieren immer mehr Funktionen auf sich und das alles auf extrem kleinem Raum. Die bekanntesten Typen sind das iPhone und die Blackberrys. Die Vielfalt an Betriebssystemen und Lesesoftware in dieser Geräteklasse ist sehr groß.
  • E-Reader:
    Unter diesem Begriff versammeln sich alle Geräte, die sich primär als E-Book-Reader verstehen – sich also auf das Darstellen und Lesen von E-Books konzentrieren – und deren Displays in der Regel auf der (nicht selbst leuchtenden) E-Ink-Technologie basieren.

Darüber hinaus gibt es weitere Lesegeräte, die ggf. für eine spezielle Zielgruppe typi
sch sind und vielelicht für eine bestimmte Anwendung geschaffen wurden wie z.B. Spielekonsolen oder GPS-Geräte. Hier ist jedoch prinzipiell davon auszugehen, dass proprietäre Betriebssysteme zum Einsatz kommen. Die meisten dieser Funktionen sind bereits auf dem Weg zur Integration in Smartphones oder Tablet-PCs.

Die Differenzierung zwischen den verschiedenen Geräteklassen findet in erster Linie anhand des Displays und der damit verbundenen Darstellungs- und Nutzungsmöglichkeiten statt. Aspekte wie das Betriebssystem und die Leistungsfähigkeit von Prozessoren und Akkus spielen eine untergeordnete Rolle.

2.1 Desktop- und Laptop-PCs


PCs, Notebooks und Netbooks bilden die am weitesten verbreitete Geräteklasse. Praktisch an jedem Büroarbeitsplatz, in über 80% aller deutschen Haushalte und im Reisegepäck vieler Mitmenschen gibt es sie. Von den meisten Nutzern werden diese Geräte vor allem zum Spielen bzw. zum Arbeiten – und damit auch zum Lesen von beruflich benötigter Information (Fachinformation) – verwendet. Offen ist jedoch, inwieweit sie auch zum Lesen von umfangreicheren, zusammenhängenden Inhalten genutzt werden. Grundsätzlich kann dies nicht ausgeschlossen werden, da die jüngeren Zielgruppen in steigendem Maß an die reine Bildschirmnutzung gewöhnt sind.

Neben der sehr großen Verbreitung ist die Verfügbarkeit vielfältigster Lesesoftware (siehe Tabelle 3 im Anhang) ein großer Vorteil dieser Geräteklasse – neben rechenstarken Prozessoren, der sehr guten multimedialen Ausstattung mit Sound- und Grafikkarten sowie einer entsprechenden Periferie aus Boxen, Mikrofon und Kamera. Technisch gesehen sind hier die vielfältigsten Möglichkeiten bei der Nutzung von E-Books anzusiedeln. Eine Investition in ein Spezial-Lesegerät ist damit eigentlich nicht vonnöten.

In den hoch ges
chraubten Erwartungen der Branchenpresse kommt die Geräteklasse der PCs und Laptops überhaupt nicht vor, aber von allen Nutzern mit professionellem Schwerpunkt wird sie völlig selbstverständlich auch für das Lesen von E-Books eingesetzt.

2.2 Tablet-PCs


Bereits 2001 führte Microsoft den Begriff »Tablet-PC« ein. Dabei handelt es sich um PCs ohne Tastatur, die zuerst ausschließlich mit Stiften und später auch per Touchscreen bedient werden. Die Stiftbedienung ist bei neueren Geräten kaum mehr im Einsatz. Sofern sie nicht mit einem Windows-Betriebssystem ausgestattet sind, werden sie auch als »Tablet« bezeichnet. In dieser Publikation machen wir allerdings keinen Unterschied und benutzen nur den Begriff »Tablet-PC«.

Tablet-PCs werden heute nahezu ausschließlich über einen Touchscreen – in der Regel einen Multi-Touchscreen mit Gestenerkennung – gesteuert. Ein Modell, dass sowohl mit Gesten als auch mit Stift bedient werden kann, ist das HTC Flyer. Der Stift kann zudem zum Schreiben und Malen auf dem Display benutzt werden.

An Bauformen sind verschiedene Grundformen auf dem Markt: Convertible (d.h. der Bildschirm kann gedreht und auf die Tastatur geklappt werden) und Slate (d.h. reine Stiftbedienung ohne Tastatur), die auch miteinander kombinierbar sind.

Diese »klassischen« Tablet-PCs haben in der Regel ein PC-Betriebssystem wie Windows oder Linux. Die neue Generation Tablet-PCs, deren erster und bis heute bekanntester Vertreter das iPad von Apple ist, nutzt dagegen Smartphone-Betriebssysteme.

Mit der Einführung des iPad der Firma Apple im April 2010 hat diese Geräteklasse sehr rasch einen deutlichen Marktanteil erobert, der mit dem seit März 2011 verfügbaren iPad 2 noch weiter ausgebaut werden wird. Tablet-PCs vereinen die Vorteile d
er Geräteklasse PC – z.B. den relativ großen Bildschirm – und diejenigen der Geräteklasse der Smartphones und Pocket-PCs – z.B. das berührungsempfindliche Display. Für die Nutzer ergibt sich damit die Verbindung von Multimedia-Anwendungen mit der Gestensteuerung, die schon das iPhone so unschlagbar vergnüglich und spannend machte.

Auf Tablet-PCs werden am häufigsten Apps genutzt, da sie in optimaler Weise die funktionalen und multimedialen Möglichkeiten dieser Geräteklasse nutzen. Aber auch Printinhalte können direkt zu einer nativen App verarbeitet werden (siehe Abschnitt 4.6.2). Welche anderen E-Book-Formate auf Tablet-PCs lesbar sind, zeigt Tabelle 3 im Anhang.

Man kann davon ausgehen, dass alle großen Elektronikmarken einen Tablet-PC auf den Markt bringen werden. Apple als Marktführer setzt dabei weiter auf sein Betriebssystem iPhone OS und wird exklusiv Geräte mit diesem Betriebssystem anbieten. Eine ähnlich eng aufeinander abgestimmte Einheit von Hardware und Betriebssystem wie bei Apple gibt es noch bei Hewlett Packard mit seinem von Palm entwickelten Betriebssystem Web OS (HP Touchpad) und bei Research In Motion (Blackberry). Firmen wie Samsung, Motorola, Sony u.a. setzen dagegen auf das offene Betriebssystem Android 3, das von der Open Handset Alliance (unter Führung von Google) auf Linuxbasis entwickelt wurde. Es wird auch Tablet-PCs mit den Betriebssystemen Windows Phone7 geben (z.B. Hanvon TouchPad B10).

Neben dem iPad sind die beiden Android-Geräte Samsung Galaxy Tab und Motorola Xoom im Moment wohl die zur Zeit am weitesten verbreiteten Tablet-PCs auf dem deutschen Markt. Der WeTab von Neofonie ist dagegen wieder vom Markt verschwunden. Tablet-PCs sind im Augenblick die Geräteklasse mit der größten Dynamik.

2.3 Smartphones


Smartphones sind ursprünglich eine Verschmelzung der
Technologie von Handys mit der von Organizern bzw. PDAs. Sie entwickeln sich jedoch laufend weiter.

Der Smartphone-Anteil am Mobiltelefonmarkt wächst schnell. 2010 war jedes fünfte weltweit verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone (2009: jedes sechste), auf dem westeuropäischen Markt in 2010 fast jedes zweite.

Smartphones gehören auch zu den Geräten, die sich technologisch sehr rasch weiterentwickeln – nicht nur bei den relativ großen, hoch auflösenden, farbigen Displays, deren berührungsempfindliche Oberflächen neue, innovative...


EAN: 9783937211879
Untertitel: ebook Ausgabe. aktualisierte und erweiterte Auflage.
Verlag: XML-Schule / Ursula Welsch Neue Medien
Erscheinungsdatum: November 2011
Seitenanzahl: 193 Seiten
Format: epub eBook
Kopierschutz: Keiner
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