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Controlling in China

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Januar 2008

Beschreibung

Beschreibung

China - ein Land mit starken Gegensätzen und teils großen Widersprüchen. Die jahrtausendealte Kultur mit ihren bis in die heutige Zeit tief verwurzelten Traditionen und Verhaltensweisen einerseits und eine stark von westlichem Einfluss geprägte Moderne mit einem enormen sowie rasanten Wirtschaftswachstum andererseits scheinen auf den ersten Blick nur schwer vereinbar.
Zielsetzung des vorliegenden Buches besteht darin, potentielle Probleme zu beleuchten, die sich für das Controlling einer chinesischen Tochtergesellschaft durch Gegenüberstellung deutscher Controlling-Anforderungen und kultureller Besonderheiten Chinas ergeben. In Bezug auf das Phänomen des Guanxi und die Kulturdimensionen von Hofstede und Trompenaars werden Auswirkungen auf die einzelnen Controlling-Dimensionen untersucht. Es wird auf Lösungsansätze hingewiesen, die helfen sollen, beschriebene Unsicherheiten zu reduzieren oder zu beseitigen.
Mit dem Kernelement der Personenorientierung gewinnt Guanxi besonders in der schnell wachsenden Wirtschaft Chinas mit sich ständig ändernden Bedingungen immer mehr an Bedeutung und beeinflusst zunehmend das Sozialverhalten der Mitarbeiter und die Geschäftspraktiken im Controlling.
Dieses Buch versucht Impulse und Anregungen zu geben für ein besseres Verständnis der jeweils anderen Kultur und ihrer spezifischen Anforderungen. Es soll helfen, ein beiderseitig befriedigendes Zusammenwirken zu ermöglichen und die chinesische Kultur nicht als Hindernis, sondern als wichtigen Schlüssel zum Geschäftserfolg zu sehen.

Inhaltsverzeichnis

1;Vorwort;8 2;Inhaltsverzeichnis;10 3;Abbildungsverzeichnis;14 4;I. EINFÜHRUNG;16 5;II. GRUNDLAGEN UND ANFORDERUNGEN AN DASCONTROLLING;18 5.1;1. Begriffsauffassung und Definition des Controlling;18 5.2;2. Ziele des Controlling;20 5.2.1;2.1. Sicherstellung der Planung;21 5.2.2;2.2. Sicherstellung der Kontrolle und Steuerung;21 5.2.3;2.3. Sicherstellung der Informationskongruenz und Verbesserung der Entscheidungsqualität;22 5.2.4;2.4. Sicherstellung der Früherkennung;22 5.2.5;2.5. Ziele des Controlling im internationalen Kontext;22 5.3;3. Aufgaben des Controlling;24 5.3.1;3.1. Aufgaben im Rahmen der Koordination;25 5.3.1.1;3.1.1. Begriff der Koordination;25 5.3.1.2;3.1.2. Formelle Koordinationsaufgaben;25 5.3.1.3;3.1.3. Inhaltliche Koordinationsaufgaben;26 5.3.1.4;3.1.4. Koordinationsaufgaben im internationalen Kontext;26 5.3.2;3.2. Aufgaben im Rahmen der Planung;27 5.3.2.1;3.2.1. Begriff der Planung;27 5.3.2.2;3.2.2. Formelle Planungsaufgaben;28 5.3.2.3;3.2.3. Inhaltliche Planungsaufgaben;29 5.3.2.4;3.2.4. Planungsaufgaben im internationalen Kontext;29 5.3.3;3.3. Aufgaben im Rahmen der Kontrolle;30 5.3.3.1;3.3.1. Begriff der Kontrolle;30 5.3.3.2;3.3.2. Formelle Kontrollaufgaben;32 5.3.3.3;3.3.3. Inhaltliche Kontrollaufgaben;33 5.3.3.4;3.3.4. Kontrollaufgaben im internationalen Kontext;33 5.3.4;3.4. Aufgaben im Rahmen der Informationsversorgung;34 5.3.4.1;3.4.1. Begriff der Informationsversorgung;34 5.3.4.2;3.4.2. Formelle Informationsversorgungsaufgaben;35 5.3.4.3;3.4.3. Inhaltliche Informationsversorgungsaufgaben;36 5.3.4.4;3.4.4. Informationsversorgungsaufgaben im internationalen Kontext;37 5.4;4. Instrumentarium des Controlling;38 5.4.1;4.1. Techniken des Controlling;38 5.4.1.1;4.1.1. Analysetechniken;38 5.4.1.2;4.1.2. Prognosetechniken;39 5.4.1.3;4.1.3. Bewertungs- und Entscheidungstechniken;39 5.4.2;4.2. Spezifische Instrumente des Controlling im internationalen Kontext;40 5.4.2.1;4.2.1. Währungsumrechnungsverfahren;40 5.4.2.2;4.2.2. Länderanalyse;41 5.4.2.3;4.2
.3. Transferpreise;42 5.4.2.4;4.2.4. Kennzahlen;44 5.4.2.5;4.2.5. Budgetierung;45 5.4.2.6;4.2.6. Berichtswesen;46 5.5;5. Organisation des Controlling;48 5.6;6. Controlling im internationalen Kontext Fazit und Ausblick;50 6;III. DIE VOLKSREPUBLIK CHINA UND IHRE KULTURELLEN BESONDERHEITEN;52 6.1;1. Die Volksrepublik China;52 6.1.1;1.1. Landesgeographie;52 6.1.2;1.2. Verwaltungseinheiten;52 6.1.3;1.3. Demographische Aspekte;52 6.1.4;1.4. Historischer Überblick;53 6.1.5;1.5. Philosophie und Religion;53 6.1.6;1.6. Wichtige Wirtschaftsdaten;54 6.2;2. Kulturelle Besonderheiten Chinas;55 6.2.1;2.1. Definition des Kulturbegriffes;55 6.2.2;2.2. Das kulturelle Phänomen des Guanxi;56 6.2.2.1;2.2.1. Begriffsdefinition;56 6.2.2.2;2.2.2. Kernelemente des Guanxi;57 6.2.2.3;2.2.3. Das System des Guanxi;63 6.2.3;2.3. Vergleich der chinesischen und deutschen Kultur anhand der Dimensionenvon Hofstede und Trompenaars;65 6.2.3.1;2.3.1. Machtdistanz;66 6.2.3.2;2.3.2. Unsicherheitsvermeidung;67 6.2.3.3;2.3.3. Kollektivismus versus Individualismus;68 6.2.3.4;2.3.4. Femininität versus Maskulinität;70 6.2.3.5;2.3.5. Partikularismus versus Universalismus;72 6.2.3.6;2.3.6. Neutraler (indirekter) Kommunikationsstil versus affektiver (direkter)Kommunikationsstil;73 6.2.3.7;2.3.7. Polychrones versus monochrones Zeitverständnis;75 6.2.4;2.4. Fazit;77 7;IV. ANFORDERUNGEN AN DAS CONTROLLING DER CHINESISCHEN TOCHTERGESELLSCHAFT;78 7.1;1. Controlling und chinesische Kultur eine Annäherung;78 7.2;2. Unsicherheiten im Hinblick auf Rahmenbedingungen und Informationsquellen des Controlling;80 7.2.1;2.1. Gesetzgebung und Rechtsprechung;80 7.2.2;2.2. Unternehmensbesteuerung;81 7.2.3;2.3. Rechnungswesen und Finanzen;82 7.2.4;2.4. Lösungsansätze;86 7.3;3. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Ziele des Controlling;87 7.3.1;3.1. Anforderungen im Rahmen der Controlling-Ziele;87 7.3.1.1;3.1.1. Sicherstellung der Planung;87 7.3.1.2;3.1.2. Sicherstellung der Kontrolle und Steuerung;88 7.3.1.3;3.1.3. Sic
herstellung der Informationskongruenz und Verbesserung derEntscheidungsqualität;88 7.3.1.4;3.1.4. Sicherstellung der Früherkennung;89 7.3.2;3.2. Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Ziele;89 7.4;4. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Aufgabendes Controlling;91 7.4.1;4.1. Anforderungen im Rahmen der Controlling-Aufgaben;91 7.4.1.1;4.1.1. Anforderungen im Rahmen der Koordination;91 7.4.1.2;4.1.2. Anforderungen im Rahmen der Planung;92 7.4.1.3;4.1.3. Anforderungen im Rahmen der Kontrolle;94 7.4.1.4;4.1.4. Anforderungen im Rahmen der Informationsversorgung;96 7.4.2;4.2. Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Aufgaben;98 7.4.2.1;4.2.1. Zwiespältigkeiten im Hinblick auf Planung und Kontrolle;99 7.4.2.2;4.2.2. Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Informationsversorgung;102 7.5;5. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich des Instrumentariums des Controlling;105 7.5.1;5.1. Anforderungen und Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Techniken;105 7.5.2;5.2. Anforderungen und Zwiespältigkeiten im Hinblick auf spezifische Controlling-Instrumente;106 7.5.2.1;5.2.1. Länderanalyse;107 7.5.2.2;5.2.2. Budgetierung;108 7.5.2.3;5.2.3. Berichtswesen;110 7.6;6. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich der Organisationdes Controlling;113 7.6.1;6.1. Anforderungen im Rahmen der Controlling-Organisation;113 7.6.2;6.2. Zwiespältigkeiten im Hinblick auf die Controlling-Organisation;114 7.7;7. Anforderungen und Zwiespältigkeiten bezüglich des Personalsdes Controlling;115 7.7.1;7.1. Anforderungen an das Controlling-Personal;115 7.7.1.1;7.1.1. Fachliche Anforderungen;115 7.7.1.2;7.1.2. Persönliche Anforderungen;116 7.7.2;7.2. Zwiespältigkeiten im Hinblick auf das Controlling-Personal;116 7.8;8. Die besondere Bedeutung des Guanxi im Controlling;122 8;V. SCHLUSSBEMERKUNG;124 9;Literaturverzeichnis;126 10;Die Autorin;130 11;Reihe China;131


Portrait

Tina Adili Diplom-Betriebswirtin (FH) und Staatl. geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin. Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt International Management. Auslandsaufenthalt in London. Beruflich tätig als Assistenz der Geschäftsführung und Projektleitung.

Leseprobe

Kapitel 3.2.1, Begriff der Planung

Im allgemeinen wird Planung definiert als „ein bewußter geistiger Prozeß, durch den zukünftiges Geschehen gestaltet werden soll“39. Dabei steht die Ermittlung, Analyse und zielgerichtete Auswahl von Handlungsalternativen durch gedankliche Vorwegnahme möglicher Auswirkungen potentieller Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen im Vordergrund. Planung beinhaltet somit die Entscheidungsvorbereitung und den Entscheidungsakt. Gestützt auf Werte der Vergangenheit ermöglicht die Planung zukünftige Prognosen.

Hinsichtlich des zeitlichen Aspektes kann Planung auf strategischer, taktischer und operativer Ebene erfolgen. Die strategische Planung zeichnet sich durch einen langfristigen Planungshorizont (5 bis ca. 10 Jahre) aus und erstreckt sich im allgemeinen auf die Gesamtunternehmung. Vor dem Hintergrund der langfristigen Unternehmenserhaltung ist das Controlling für die Sicherheit in der Langfristplanung verantwortlich. Hier sollen Erfolgspotentiale geschaffen werden, die sich in Form von Gewinnen und Kapitalwerten äussern. Sie beinhaltet u.a. den Aufbau von Marktpositionen, die Schaffung eines Mitarbeiterstammes sowie qualifizierten Führungspersonals und befasst sich mit grundlegenden Tatbeständen in bezug auf Standort, Wachstum und Führung.

Die taktische bzw. mittelfristige Planung umfasst einen Zeithorizont von bis zu 5 Jahren und beinhaltet die Umsetzung der strategischen Alternativen in die operationale Ablauf-, Finanz- und Kapazitätsplanung. Die operative Planung hat kurzfristigen Charakter mit einem Zeithorizont von bis zu einem Jahr. Hier erfolgt die Planung der einzelnen Prozesse, wobei insbesondere die Sicherstellung der Liquidität sowie Periodenkosten, -deckungsbeitrag und -gewinn als Zielgrössen verfolgt werden. Auf der operativen Ebene erfolgt die Umsetzung der
taktischen Planung in konkrete Durchführungspläne.

Kapitel 3.2.2, Formelle Planungsaufgaben:

Im Rahmen der formellen Planungsaufgaben hat das Controlling für die organisatorischen Rahmenbedingungen der Planung zu sorgen. Hier ist ein Planungssystem zu entwickeln und zu gestalten sowie die Organisation und Überwachung der Planungsabläufe sicherzustellen. Dies geschieht in der Regel mit Hilfe eines Planungskalenders, der vor allem Termine, Zeiträume sowie Mitarbeiter festlegt und koordiniert. Das Planungssystem ist vom Controlling ständig an veränderte Situationen des internen wie externen Unternehmensumfeldes anzupassen und unterliegt damit einem kontinuierlichen Prozess der systematischen Weiterentwicklung. Im Rahmen der methodisch-technischen Unterstützung hat das Controlling geeignete Planungsinstrumente zu entwickeln und bezüglich ihres zweckmässigen Einsatzes zu überprüfen. Daneben sind Planungsgegenstände und -verfahren zu bestimmen und verfügbar zu machen sowie die für die Aufgabenerfüllung notwendigen EDV-Tools bereit zu stellen.

Kapitel 3.2.3, Inhaltliche Planungsaufgaben:

Im Rahmen des mit Hilfe der formellen Aufgaben geschaffenen Planungssystems hat das Controlling die inhaltlichen Planungsaufgaben zu verwirklichen. Dem Controlling obliegt die Aufgabe, den Planungsbedarf im Unternehmen zu ermitteln und Planungsdefizite, Engpässe sowie kritische Schnittstellen aufzuzeigen. In der Planungsphase muss auf operativer wie strategischer Ebene eine inhaltliche und zeitliche Abstimmung von Teilplänen erfolgen, diese sind formal auf ihre Kongruenz mit den Richtlinien zu überprüfen. Daneben müssen Vollständigkeit, Plausibilität und Realisierbarkeit der Pläne gewährleistet sein. Schliesslich muss eine Integration in den Gesamtplan des Unternehmens vorgenommen werden.

Es ist vo
n enormer Bedeutung, im Hinblick auf diese Problemsituationen Transparenz zu schaffen, mögliche Konsequenzen darzulegen sowie Wahlmöglichkeiten und Entscheidungen vorzubereiten. In diesem Zusammenhang sind die vom Management „für relevant erachteten Handlungsalternativen hinsichtlich ihres Beitrages zur Zielerreichung zu bewerten“, um eine fundierte Entscheidungsfindung sicherzustellen.


EAN: 9783836655378
Untertitel: Guanxi und Kultur als wichtige Schlüssel zum Geschäftserfolg. 1. Auflage. Dateigröße in KByte: 977.
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2008
Seitenanzahl: 128 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Keiner
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