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Fitnessprogramm für KMU und Familienunternehmen

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Januar 2008

Beschreibung

Beschreibung

Unternehmen benötigen Fitness. Das Umfeld von Unternehmen hat sich in den letzten Jahren mit zunehmender Geschwindigkeit verändert. Wesentliche Ursachen sind die in den letzten Jahren durch Globalisierung entstandene Turbulenz und Dynamik auf den Märkten, die Ausschöpfung von Innovationspotenzialen der IuK-Technologie und der Wertewandel in der Arbeitswelt und Gesellschaft. Die Schere zwischen den anspruchsvollen Marktanforderungen und den Fähigkeiten zu ihrer Umsetzung ist in einer generellen Bewertung die Zukunftsfähigkeit der Mehrzahl von KMU und Familienunternehmen als eingeschränkt anzusehen. Nischen-Dasein und günstige Produktlebenszyklus-Phasen sichern nur kurz- bis mittelfristig das Überleben. Der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) beträgt 99,7 % in Deutschland. 84 % aller deutschen Unternehmen sind Familienunternehmen. Wichtigster Vorteil ist das Engagement der Führungskräfte; das bedeutendste Hemmnis ist, dass Führungskräfte in KMU und Familienunternehmen zwar in der Regel in ihrem branchenspezifischen Fachgebiet qualifiziert sind, jedoch häufig über unzureichende Kompetenzen der Unternehmensführung unter heutigen Bedingungen verfügen. Das in dieser Arbeit entwickelte Fitnessprogramm für KMU und Familienunternehmen behebt die konzeptionellen Schwächen der Managementmodelle und beschreibt praxisorientiert die grundlegenden Mindestanforderungen für langfristige Unternehmensfitness.

Inhaltsverzeichnis

1;Inhaltsverzeichnis;4 2;1 Einleitung;10 2.1;1.1 Ziel der Arbeit;11 2.2;1.2 Vorgehensweise der Untersuchung;12 2.3;1.3 Definition des Fitnessprogramms;12 2.4;1.4 Nutzen-Argumentation für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) undFamilienunternehmen;13 3;2 Besonderheiten von KMU und Familienunternehmen;14 3.1;2.1 Quantitative Definition kleiner und mittlerer Unternehmen;14 3.2;2.2 Quantitative Definition von Familienunternehmen;15 3.3;2.3 Qualitative Merkmale von KMU und Familienunternehmen;16 3.4;2.4 Der strukturelle Wandel in der Industriegesellschaft;18 3.5;2.5 Ergebnisse der Krisenforschung bei KMU und Familienunternehmen;20 3.6;2.6 Schlüsselproblem: Qualifikation der Fach- und Führungskräfte;21 3.7;2.7 Ansatzpunkte von KMU und Familienunternehmen;22 3.8;2.8 Zukünftige Entwicklungen, Risiken und Chancen;23 4;3 Theoriegeleitete Überlegungen zu Beratungsinstrumenten in KMU;24 4.1;3.1 Entwicklung der klassischen Betriebswirtschaftslehre;24 4.2;3.2 Aktuelle Trends in der Betriebswirtschaftslehre;25 4.3;3.3 Besonderheiten der KMU-Beratung;26 4.3.1;3.3.1 Gründe geringer Inanspruchnahme von Beratungsleistungen;27 4.3.2;3.3.2 Einschränkung Problemorientierung;28 4.4;3.4 Mögliche Blockaden im Beratungsprozess;28 4.5;3.5 Empirische Identifikation von Erfolgsfaktoren der KMU-Beratung;29 4.6;3.6 Methodische Erfolgsfaktoren der KMU-Beratung;30 5;4 Beratungskonzept Fitnessprogramm;32 5.1;4.1 Kausalität von Fitness und Unternehmenserfolg;32 5.2;4.2 Analyse erfolgreicher Managementmodelle;33 5.2.1;4.2.1 EFQM-Modell;34 5.2.2;4.2.2 Malcolm Baldrige Award;35 5.2.3;4.2.3 McKinsey 7s-Modell;36 5.2.4;4.2.4 Die fünfte Disziplin;37 5.2.5;4.2.5 4P The Toyota Way;37 5.3;4.3 Handlungsfelder des Fitnessprogramms;38 5.4;4.4 Strategisches Management;41 5.5;4.5 Wertorientiertes Management;43 5.6;4.6 Marktorientiertes Management (Marketing & Vertrieb);47 5.7;4.7 Personalmanagement (Human Ressources Management);50 5.8;4.8 Change Management und Organisationsentwicklung;52 5.9;4.9 Prozessmanagement
;54 6;5 Die Umsetzung des Fitnessprogramms;56 6.1;5.1 Struktur der Arbeitsschritte;56 6.2;5.2 Visualisierung der Ergebnisse des Fitnesschecks;58 6.3;5.3 Projektplan zum Fitnessprogramm;60 6.4;5.4 Projektorganisation zum Fitnessprogramm;63 6.5;5.5 Fitnessprogramm in Workshops;65 6.6;5.6 Institutionalisierung des Fitnessprogramms;67 7;6 Beschreibung der Handlungsfelder;69 7.1;6.1 Strategisches Management;69 7.1.1;6.1.1 Vorgehensweise zur Formulierung der Unternehmensstrategie;71 7.1.2;6.1.2 Umfeld und Ressourcenanalyse;72 7.1.3;6.1.3 Grundauftrag;75 7.1.4;6.1.4 Kernkompetenzen;75 7.1.5;6.1.5 Vision;77 7.1.6;6.1.6 Ziele;77 7.1.7;6.1.7 Strategische Geschäftsfelder;78 7.1.8;6.1.8 Umsetzungsprogramm;79 7.2;6.2 Wertorientiertes Management;80 7.2.1;6.2.1 Kennzahlen zur Ermittlung des Unternehmenserfolgs;80 7.2.2;6.2.2 Ertragswertmethode;83 7.2.3;6.2.3 Discounted Cashflow;84 7.2.4;6.2.4 Multiplikatormethode;86 7.2.5;6.2.5 Balanced Scorecard (BSC);87 7.2.6;6.2.6 Umsetzungsprogramm;91 7.3;6.3 Marktorientiertes Management;92 7.3.1;6.3.1 Produktlebenszyklus;92 7.3.2;6.3.2 Ansoff-Matrix;94 7.3.3;6.3.3 Neun-Felder Portfolio nach McKinsey;95 7.3.4;6.3.4 Produktlebenszyklus nach Arthur D. Little;96 7.3.5;6.3.5 BCG Portfolio;97 7.3.6;6.3.6 Umsetzungsprogramm;99 7.4;6.4 Personalmanagement;100 7.4.1;6.4.1 Personalbedarfsplanung;101 7.4.2;6.4.2 Personalbeschaffung;103 7.4.3;6.4.3 Personalentwicklung;104 7.4.4;6.4.4 Personaleinsatz;109 7.4.5;6.4.5 Personalentlohnung;111 7.4.6;6.4.6 Personalführung;112 7.4.7;6.4.7 Umsetzungsprogramm;113 7.5;6.5 Change Management/Organisationsentwicklung;114 7.5.1;6.5.1 Initialisierung von Veränderungsprojekten;115 7.5.2;6.5.2 Phase der Konzeptionierung;116 7.5.3;6.5.3 Mobilisierung der Mitarbeiter;116 7.5.4;6.5.4 Umsetzungsphase;116 7.5.5;6.5.5 Verstetigung der Veränderungen;117 7.5.6;6.5.6 Umsetzungsprogramm;118 7.6;6.6 Prozessmanagement;119 7.6.1;6.6.1 Prozessanalyse und -optimierung;121 7.6.2;6.6.2 Wert- und Stoffstromanalyse;122 7.6.3;6.6.3 Umsetzungs
programm;124 8;7 Zusammenfassung;125 9;Quellenverzeichnis;127


Portrait

Thomas Schlüter hat ein technisches Studium zum Diplom-Chemieingenieur Fachrichtung Verfahrenstechnik und ein betriebswirtschaftliches Studium zum Master of Business Administration, Fachrichtung General Management absolviert. Herr Schlüter ist Inhaber der Unternehmensberatung Korff & Schlüter in Steinfurt und hat seit 1993 über 300 Beratungsprojekte zum Thema Unternehmensfitness durchgeführt.

Leseprobe

Kapitel 4, Beratungskonzept Fitnessprogramm:

Kausalität von Fitness und Unternehmenserfolg:

Eines der grundlegenden Probleme von Unternehmen besteht darin, die Zukunft nicht vorhersagen zu können oder gar, im extremsten Fall, mit einer prinzipiellen Unprognostizierbarkeit von Markt-, Kunden- und Wettbewerbsstrukturen konfrontiert zu sein. Diese Schwierigkeiten werden durch eine zunehmende Intransparenz, Dynamik, Diskontinuität und Vielfalt der relevanten Bedingungen im Unternehmensumfeld und dem Unternehmen noch gesteigert. Die Leitung von Unternehmen ist deshalb einem hohen Maß an Unsicherheit bei gleichzeitiger Forderung nach Führung, Vorgaben und Planungssicherheit ausgesetzt. Persönliche Grenzen werden erreicht und es wächst die Einsicht, dass eine veränderte, intensivere Beschäftigung mit Zukunfts- und Überlebensfragen des Unternehmens dringend notwendig ist.

Das Fitnessprogramm für KMU und Familienunternehmen ist ein Werkzeug zur Ausarbeitung und Verankerung eines zukunftsorientierten, unternehmensindividuellen Entwicklungskonzeptes. Das Fitnessprogramm umfasst sowohl einen Leitfaden für den Fitnesscheck, d. h. eine Unternehmensanalyse, als auch Handlungsanleitungen für eine sach- und situationsgerechte Vorgehensweise und unterstützt das Lernen aller Beteiligten. Partizipation und Konsensorientierung sichern das Verständnis, die Akzeptanz und die aktive Mitwirkung der Beschäftigten.

Unternehmensführung findet zwar in jedem Unternehmen statt, häufig jedoch in einer vorwiegend impliziten, intuitiven Form. Demgegenüber will der Begriff Fitness strategisches Denken und Handeln mit dem Ziel der Leistungssteigerung explizit bewusst machen, rationalisieren und die Entwicklung von Unternehmen gezielt gestalten. Aufgegriffen werden Themen, die als überlebenswichtig für die Entwicklung des Unternehmens nach außen zur Umwelt und nach innen zu sich selbst angesehen werden.

Das Fitnessprogramm ist keine Einmalaktivit
ät, sondern ein revolvierender Prozess von der Analyse, Zielbestimmung, Planung und Umsetzung bis zur Ergebniskontrolle. Es ist ein beständiger Lern- und Gestaltungsprozess.

Im Unterschied zu Modellen der betriebswirtschaftlichen Planung, die davon ausgehen, die Entwicklung von Unternehmen könne vollumfänglich gesteuert werden, oder zu Annahmen, nach denen die Unternehmensentwicklung prinzipiell unsteuerbar ist und nur ein mühsames durchwursteln bleibt, wird hier eine dritte Sichtweise favorisiert: Unternehmensfitness als geplante Evolution. Dabei dient eine grob gerasterte, konzeptionelle Gesamtsicht des Unternehmens zur Steuerung der einzelnen Unternehmensschritte und jeder konkrete Schritt hat wiederum Auswirkungen auf die Gesamtsicht und führt zu deren Modifikation und Konkretisierung. Wohin die Unternehmensentwicklung letztlich geht, wird in einem mehr oder weniger engen Korridor vorgedacht.

Die beteiligten Akteure lernen im Prozess aus ihren Erfahrungen und gewinnen Rückschlüsse für ihre weiteren Vorgehensweisen. In dem fortlaufenden kollektiven Lernprozess werden Ideen generiert, geprüft und durch Erfahrungen bestätigt oder revidiert. Dieser Prozess bewegt sich im Spannungsfeld von deduktiv abgeleiteten Ideen und induktiv gewonnener Erfahrung sowie top-down-Planungen und bottom-up-Initiativen. In einer solchen erweiterten Sicht sind strategische Aktivitäten zur Steigerung der Fitness des Unternehmens nun nicht mehr eine exklusive Aufgabe der betrieblichen Führung, sondern sie werden vielmehr zur betrieblichen Gemeinschaftsaufgabe. Ein lebendiges, erfolgreiches Fitnessprogramm besteht nicht nur aus Analysieren und Planen, sondern auch aus Umsetzen, Prüfen und Korrigieren, und bedarf weit mehr als ausschließlich Managementaktivitäten.

Analyse erfolgreicher Managementmodelle:

In der betriebswirtschaftlichen Literatur ist eine Vielzahl von Modellen zur Unternehmensentwicklung beschrieben. Hier werden fünf unterschiedliche Modelle s
tichwortartig vorgestellt und der Zusammenhang mit dem Fitnessprogramm aufgezeigt:

- EFQM-Modell Europäisches Managementmodell für Business Excellence.

- Malcom Baldrige Award Amerikanisches Modell für Qualtätsmanagement.
EAN: 9783836605076
Untertitel: Verbesserung der Ertragslage, -sicherheit, Zukunftsfähigkeit und Flexibilität von Unternehmen in Zeiten turbulenter und dynamischer Märkte. 1. Auflage. Dateigröße in MByte: 2.
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2008
Seitenanzahl: 192 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Keiner
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