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Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen


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Oktober 2007

Beschreibung

Beschreibung

Bilanzierung nach deutschen HandelsbilanzrechtBilanzierung in den internationalen Rechnungslegungssystemen US-GAAP und IAS/IFRS Bilanzierung von Pensionsfonds und fondsähnlichen Versorgungswerken im Einzel- und Konzernabschluss

Inhaltsverzeichnis

Bilanzierung nach deutschen HandelsbilanzrechtBilanzierung in den internationalen Rechnungslegungssystemen US-GAAP und IAS/IFRSBilanzierung von Pensionsfonds und fondsähnlichen Versorgungswerken im Einzel- und Konzernabschluss

Portrait

Dr. Susanne Planert war wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Michael Hommel am Lehrstuhl für BWL, insb. Wirtschaftsprüfung und Rechnungslegung. Sie ist in der Grundsatzabteilung der PriceWaterhouseCooper AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt am Main tätig.

Leseprobe

I. Einleitung (S. 1)

A. Problemstellung

Grundsätzlich herrscht sowohl national als auch international Einigkeit darüber, dass eine Pensionsverpflichtung als ungewisse Verbindlichkeit zu passivieren ist. Die Problematik in Bezug auf eine adäquate Abbildung im Einzel- und auch Konzernabschluss durch geeignete Bilanzierungsvorschriften gestaltet sich jedoch aufgrund des Charakters der Pensionsverpflichtungen im Detail schwierig. Pensionsverpflichtungen sind durch eine inharente Unsicherheit gekennzeichnet, die sich auf den Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls, die Dauer und Höhe der Rentenzahlung richtet. Hinzu tritt, dass Pensionsverpflichtungen liber einen langen Zeithorizont hinweg zu sichern sind und dies auf Basis verschiedener Ausgestaltungsformen möglich ist.

Die Rechnungslegungssysteme der IAS/ IFRS und der US-GAAP verfolgen dabei, nicht zuletzt durch ihren zumindest im Vergleich zum handelsrechtlichen Einzelabschluss anders gearteten Sinn und Zweck, andere Lösungsansätze als das deutsche Handelsbilanzrecht, um eine adäquate Abbildung der Pensionsverpflichtungen in den Rechenwerken zu sichern. Unterschiede zeigen sich dabei z. B. in den anzuwendenden Bewertungsmethoden, dem Einbezug von zukünftigen Trends (und den versicherungsmathematischen Parametem im Allgemeinen), der Behandlung versicherungsmathematischer Gewinne bzw. Verluste und der Ausweisvorschriften.

Die wesentlich von den handelsrechtlichen Ansatz- und Bewertungsnormen differierenden Vorschriften der US-GAAP und der IAS/ IFRS führen daher in ihrer Anwendung zu gravierenden Veränderungen der Jahresabschlussinformation hinsichtlich ihrer Art und ihres Umfangs. Folglich kann ein und dieselbe Versorgungszusage je nach verwendeten Rechnungslegungsvorschriften ein vollig anderes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage suggerieren.

Bei einer unmittelbaren Versorgungszusage des Arbeitgebers ist es bspw. mö
glich, dass nach deutschem Handelsbilanzrecht sowohl Pensionsverpflichtungen und Deckungsvermögen in der Bilanz brutto auszuweisen sind, während nach intemationalen Rechnungslegungssystemen über die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen eine Saldierung von Verpflichtungswert und Planvermögen und damit lediglich der Ausweis einer Deckungslücke zu erfolgen hat, die zudem durch Glättungsmechanismen hinsichtlich ihrer Höhe beeinflusst wird.

Selbst bei Ausblendung aller anderen Unterschiede würde allein dieser Ausweis ohne Kenntnis der zugrunde gelegten Bilanzierungsvorschriften von Seiten der Bilanzadressaten vollkommen unterschiedlich interpretiert. Die Auseinandersetzung mit den Bilanzierungsregeln des deutschen Handelsbilanzrechts und den sehr ins technische Detail verliebten" internationalen Rechnungslegungssystemen ist daher unerlässlich, um erzeugte Systembrüche innerhalb der Rechnungslegungssysteme herauszuarbeiten, vor dem Hintergrund der verfolgten Zwecksetzungen zu würdigen und die Frage zu klären, welche bilanzielle Abbildung dem Charakter des Untersuchungsgegenstands adäquat Rechnung trägt.

Die Notwendigkeit zur Wertung der einzelnen Bilanzierungsvorschriften in Bezug auf Pensionsverpflichtungen ergibt sich vor allem aus der grundsätzlich verpflichtenden Anwendung der IAS/ IFRS ab dem Jahr 2005 für alle kapitalmarktorientierten Konzernmutterunternehmen in der Europäischen Union. Damit erfolgt die Übemahme des komplexen Regelwerks IAS 19 (Employee Benefits"), welches bis auf wenige (aber zentrale) Ausnahmen an die historisch alteren US amerikanischen Regelungen (SFAS 87/ 88) zur Bilanzierung der betrieblichen Altersversorgung anknüpft.

Einen weiteren Anreiz in der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Bilanzierungsvorschriften stellen die Konvergenzbestrebungen der internationalen Standardsetter dar. Dass die Lösung der Bilanzierungsprobleme im Untersuchungsfeld der Pensionsverpflichtungen nicht von zu unterschätzender Bedeutung ist,
zeigt Tabelle 52 in den Anlagen. Die Bilanzpositionen der Pensionsrückstellungen lagen bspw. im Jahre 2003 bei den hier betrachteten ausgewählten Unternehmen (DAX 30) bei bis zu 25,9% der Bilanzsumme.

Dies verdeutlicht, welche Groüenordnung Pensionsrückstellungen im Jahresabschluss einnehmen konnen. Verstarkend wirkt dabei der Umstand, dass die betriebliche Altersversorgung vor dem Hintergrund einer immer weniger ausreichenden staatlichen Alterssicherung in Deutschland an Bedeutung gewinnt.
EAN: 9783835091245
Untertitel: Kritische Analyse von HGB, US-GAAP und IAS/IFRS. 2006. Auflage. Dateigröße in MByte: 16.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Seitenanzahl: xxvii312
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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