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Qualitätsmanagement


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April 2011

Beschreibung

Beschreibung

Erwachsenbildner/innen müssen die Qualität Ihrer Arbeit überprüfbar sicherstellen und kontinuierlich verbessern. Stefanie Hartz und Klaus Meisel vermitteln in der 3. aktualisierten Auflage das hierfür notwendige methodische Grundwissen. Die Autoren behandeln insbesondere das Thema Evaluation, welche einen traditionell pädagogischen Zugang zur Frage der Qualitätsentwicklung darstellt. Darüber hinaus enthält der Studientext eine Darstellung und Einschätzung überregional relevanter Qualitätsmanagement-Modelle in der bundesdeutschen Weiterbildungslandschaft. Studierende und in der Weiterbildung Tätige erhalten hierdurch eine wichtige Orientierungshilfe bei der Beurteilung und Entwicklung eigener Qualitätssicherungsverfahren.


Inhaltsverzeichnis

1;Inhalt;5 2;Vorbemerkungen;7 3;1. Einführung und Ziele;9 4;2. Qualität in der Weiterbildung: Zentrale Begriffe;14 5;3. Qualität und Ordnungspolitik;24 6;4. Evaluation als traditionell pädagogischerZugang zu Qualitätsentwicklung;38 7;5. Überregional und weiterbildungspolitischrelevante Modelle;60 8;6. Qualitätsmanagement und Profession:Organisation professionelles Selbstverständnisund Markt;100 9;Glossar;109 10;Annotierte Literatur;112 11;Literatur;115 12;Autorin und Autor;131


Portrait

Stefanie Hartz leitet die Abteilung Weiterbildung und Medien am Institut für Erziehungswissenschaft der Technischen Universität Braunschweig. Klaus Meisel ist Managementdirektor der Münchner Volkshochschule und Honorarprofessor an der Universität Marburg.

Leseprobe

"6. Qualitätsmanagement und Profession: Organisation – professionelles Selbst- verständnis und Markt (S. 100-101)

Zu Beginn des Studientextes (Y Kap. 1) wurde darauf verwiesen, dass es sich bei der Auseinandersetzung mit Qualität um das aktuelle Leitkonzept des (Weiter-)Bildungsdiskurses handelt (vgl. Terhart 2000, S. 809). Qualität fungiert quasi als „kommunikativer Knotenpunkt, über den Anschlüsse an Fragen praktischer Gestaltung, normativer Reflexion, theoretischer Konzeptualisierung und empirischer Forschung hergestellt werden“ (Kuper 2002, S. 533). Zugleich ist beobachtbar, dass die Debatte auf der politischen Bühne sehr uneinheitlich diskutiert wird (Y Kap. 3). Die Art der Auseinandersetzung mit Qualität hängt sehr stark

- von dem jeweiligen Interesse der an der Diskussion beteiligten Akteure,
- von dem Referenzpunkt, aus dem heraus die Diskussion aufgenommen wird und
- von der in den Blick genommenen Handlungsebene ab.

Insofern ist die Debatte – wie die folgenden Abschnitte dieses Kapitels zeigen – sehr vielseitig. In Bezug auf Qualitätsmanagement lassen sich in der Erwachsenen-/Weiterbildung nun einige Ambivalenzen beobachten. Auf der einen Seite hat sich in Theorie und Praxis die Einsicht schnell durchgesetzt, dass mit Qualitätsmanagement nicht automatisch pädagogische Qualität erzeugt werden kann (Meisel 1999a, S. 250; Seiverth 1999).

Auf der anderen Seite wird die Auseinandersetzung mit Qualitätsmanagement nach wie vor als Ausdruck von Modernität empfunden, so dass sich trotz der vielfach reklamierten Unzulänglichkeiten die Qualitätsmanagementmodelle in der Weiterbildungspraxis etablieren konnten. In diesem Kapitel wird nun die Frage zu erörtern sein, in welchen Zusammenhang das „aktuelle Leitkonzept Qualitätsmanagement&ldq
uo; mit dem seit Langem in der Erwachsenen-/ Weiterbildung geführten Diskurs um die Verberuflichung zu sehen ist. Bislang ist festzustellen, dass erwartbare Veränderungen nur zögerlich, gewissermaßen an den Rändern der Debatte um die Verberuflichung aufgenommen wurden.

Der Diskurs um die Verberuflichung und der Diskurs um Qualitätsmanagement wirken voneinander entkoppelt. Dass eine systematische Bezugnahme zwischen beiden Diskursen fehlt, kann u.a. damit in Zusammenhang gebracht werden, dass Qualitätsmanagement und professionellem Handeln unterschiedliche Rationalitäten zugrunde liegen und dementsprechend unterschiedliche Handlungslogiken greifen. Im Folgenden geht es nun darum, die Unterschiede zwischen beiden Handlungslogiken herauszustellen und die Leser/innen für die Anschlussprobleme zwischen Qualitätsmanagement und pädagogisch professionellem Handeln zu sensibilisieren.

Dazu werden zunächst die den Diskurs um Verberuflichung tragenden Begriffe – Profession, Professionalisierung und Professionalität – erläutert. Anschließend werden jeweils die Logik des Qualitätsmanagements und die des professionellen Handelns dargestellt. Von da aus sind die Schwierigkeiten in der gegenseitigen Bezugnahme aufzuarbeiten."
EAN: 9783763942657
Untertitel: 3. aktualisierte und überarbeitete Auflage. Dateigröße in MByte: 3.
Verlag: W. Bertelsmann Verlag
Erscheinungsdatum: April 2011
Seitenanzahl: 132 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Keiner
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