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Eine neue Weltwirtschaftskrise? Interview mit Richard Duncan


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April 2013

Beschreibung

Beschreibung

Schon lange vor der Lehman Brothers Pleite im September 2008 hatte der Wirtschaftswissenschaftler Richard Duncan die Krise des internationalen Finanzsystems vorhergesagt: Eine bestechende Analyse des Kapitalismus in seiner gegenwärtigen Form liefert das Interview Eine neue Weltwirtschaftskrise?

Inhaltsverzeichnis

Editorial;
Charles S. Maier: Das Politische in der Ökonomie. Zur Machtvergessenheit der Wirtschaftswissenschaft;
Adam Tooze: Diesmal ist es wirklich anders. Amerikas »Große Rezession« im Spiegel der Geschichte;
Peter Fritzsche: Seien wir realistisch! Über harte und weiche Fakten;
Eine neue Weltwirtschaftskrise? Interview mit Richard Duncan;
Nachrichten aus dem Institut;
Aus der Protest-Chronik

Portrait

Richard Duncan, Ökonom, Chefvolkswirt von Blackhorse Asset Management in Singapur und Autor von The Dollar Crisis. Causes, Consequences, Cures (2003) und weitererBücher zur globalen Finanzwirtschaft

Leseprobe

New Left Review: Sie gehörten zu den wenigen Experten, die die Finanzkrise in ihrem ganzen Ausmaß vorhergesagt haben. Schon im Jahr 2003 haben Sie vor einer bevorstehenden Kreditklemme mit Auswirkungen auf den gesamten Hypothekenmarkt gewarnt, die gigantische Rettungspakete für die US-Baufinanzierer Fannie Mae und Freddy Mac sowie für die Kreditversicherungsbranche erforderlich machen würde. Sogar eine Kernschmelze im billionenschweren Derivatemarkt könne die Folge sein, schrieben Sie damals. So viel Voraussicht stand im scharfen Gegensatz zur Selbstgefälligkeit der meisten Mainstream-Ökonomen. Können Sie uns sagen, wie Sie dazu kamen, Ihr Buch The Dollar Crisis zu schreiben, wie sich Ihre Überlegungen dazu entwickelt haben und inwieweit Sie dabei von Ihren Erfahrungen als Wertpapier-Analyst für Ostasien profitierten?
Richard Duncan: Ich bin in Kentucky aufgewachsen und habe die Vanderbilt University in Tennessee besucht. Eigentlich wollte ich nach dem College Jura studieren, bekam aber keinen Studienplatz. Plan B war, nach Frankreich zur Weinlese zu gehen. Stattdessen fand ich einen Job in Paris als Chauffeur für reiche Amerikaner und verdiente damit genug Geld, um ein Jahr als Rucksacktourist durch die Welt zu reisen. Das war 1983/84. Ich hatte also das Glück, als sehr junger Mensch etwas von der Welt zu sehen. Ich verbrachte einige Monate in Thailand, Malaysia und Singapur, und diese paar Monate genügten, um mir zu sagen: "Go east, young man!"
New Left Review: Warum ausgerechnet in den Osten?
Richard Duncan: Wegen der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Der Boom dort war nicht zu übersehen: Überall entstanden neue Wolkenkratzer, und vielerorts konnten die Leute nicht mal mehr die eigene Straße auf dem Stadtplan erkennen. (...)
EAN: 9783868548013
Untertitel: Artikel aus: Mittelweg 36, 2/2013, Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung. 1. Auflage. Dateigröße in MByte: 1.
Verlag: Hamburger Edition HIS
Erscheinungsdatum: April 2013
Seitenanzahl: 32 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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