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Politische Stabilität in Pakistan


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Juli 2014

Beschreibung

Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Die vorliegende Arbeit legt bewußt Wert auf die Ausarbeitung theoretisch-konzeptioneller Entwürfe, die einer Untersuchung des pakistanischen Geschehens geeignete Analysekategorien in die Hand geben sollen. Der in etwa gleichwertigen Gewichtung von Theorie und Empirie ging die Überlegung einer möglichst engen Verknüpfung beider Bereiche voraus. Dieser Anspruch - soviel sei im Voraus gesagt - konnte nur zum Teil erfüllt werden. Besonders im empirischen Teil der Untersuchung bereitete die mangelnde Verläßlichkeit und Zugänglichkeit des Datenmaterials besagtem Anspruch ein vorzeitiges Ende. Die von offizieller Seite erhobenen statistischen Daten sind oft von zweifelhafter Qualität, beruhen auf Schätzungen oder sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich (z.B. Angaben über konfessionelle und ethno-linguistische Gruppen). Aus diesem Grund haben Statistiken in Pakistan nur wenig zu bedeuten und erlauben keine verläßlichen Aussagen über die Realität. Die Aussagen zur aktuellen politischen Situation in Pakistan basieren größtenteils auf der Analyse von Berichten aus englischsprachigen pakistanischen Zeitungen, bzw. Nachrichtenmagazinen (Dawn, The Herald, Newsline) und offiziell von der pakistanischen Regierung veröffentlichten Dokumenten (Verfassung, Notstandsverordnung etc.).
Gang der Untersuchung:
Die Untersuchung beginnt zunächst mit der Formulierung einer allgemeinen Fragestellung, die nach der Erörterung des Stabilitätsbegriffes im Rahmen eines wissenschaftlichen Exkurses und der Ausarbeitung einer geeigneten Arbeitsdefinition weiter konkretisiert wird. Am Ende des zweiten Kapitels erfolgt deshalb eine Transformation der Fragestellung in Hinblick auf die Definition politischer Stabilität.
Auf der Grundlage von Kapitel 2, strebt das dritte Kapitel nach einer Operationalisierung der Fragestellung, mittels einer Suche nach systembezogenen Integrationskonzepten. Die Untersuchung orientiert sich hierbei an Talcott Parsons Ansatz einer strukturell-funktionalistischen Integrationstheorie. In diesem Sinne erfolgt eine strukturelle Differenzierung des politischen Systems und eine Identifikation der stabilitätsrelevanten Systemkomponenten. Ferner wird der Einfluß von Konflikten auf die Integrationskraft bzw. Stabilität politischer Systeme diskutiert.
Kapitel 4 versucht die Konstruktion eines Modells, welches das Funktionieren staatlicher Integrationsmechanismen und die Fundamente politischer Stabilität offenlegt.
Kapitel 5 setzt sich mit den Konzeptionen von Nationalismus, Ethnizität und Staat auseinander. Diese konzeptionellen Überlegungen sind nötig, da sich die politische Integration und Staatsgründung Pakistans über die ideologische Konzeption eines islamischen Nationalismus vollzieht. Das Phänomen der Ethnizität wird auf seine desintegrative Wirkung überprüft.
In Kapitel 6 schließt sich eine kritische Auseinandersetzung mit dem pakistanischen Nationalismus an.
Kapitel 7 widmet sich der Thematik von Zentralisierung und Homogenisierung von Staat und Gesellschaft in Pakistan. Beide Prozesse dienen dem modernen Nationalstaat als grundlegende Integrationsstrategien.
Das achte Kapitel beschäftigt sich mit einem Vergleich der islamischen politischen Theorie und dem Konzept des modernen Nationalstaates. Hierbei soll die Vereinbarkeit von nationalistischer und islamischer Ideologie überprüft werden. Innerhalb dieses Kapitels ist die Frage von Bedeutung, ob der islamische Nationalismus Pakistans stark genug ist, ein ethnisch heterogenes Staatsvolk zu integrieren.
Das folgende Kapitel baut auf den Ergebnissen von Kapitel 8 auf und untersucht die aus der islamischen Ideologie Pakistans erwachsenden Integrationsprobleme nichtmuslimischer Minderheiten. Die Aussagekraft dieses Kapitels stützt sich im wesentlichen auf Belege aus der pakistanischen Verfassung.
Kapitel 10 befaßt sich mit der Bedeutung von Ethnizität für das pakistanische politische System und der ethnischen Struktur der Gesellschaft.
Unter direktem Bezug auf Kapitel 3 analysiert Kapitel 11 die machtstrukturelle Differenzierung innerhalb des pakistanischen politischen Systems. Ziel ist eine Identifikation der stabilitätsrelevanten Systemkomponenten.
Das letzte Kapitel dieser Arbeit versucht den direkten Bezug zur aktuellen politischen Lage Pakistans herzustellen und untersucht jene von General Pervez Musharrafs Regierung anvisierten Integrations- und Legitimationsstrategien zur Wiederherstellung politischer Stabilität. Die Analyse orientiert sich an dem in Kapitel 4 konstruierten Modell zur Erklärung politischer Stabilität.

Inhaltsverzeichnis:
Fußnoten und Quellenbelegev
Umschriftv
Abkürzungsverzeichnisvi
Tabellenverzeichnisvi
1.Einleitung1
1.1Anlaß der Untersuchung1
1.2Vorbemerkung zur Methodik und Gliederung3
2.Zielsetzung und Fragestellung6
2.1Fragestellung6
2.2Was bedeutet Stabilität? - Ein Exkurs6
2.3Ergebnisse des Exkurses - Erkenntnisse und Präferenzen13
2.4Definition politischer Stabilität14
2.5Transformation der zentralen Fragestellung in Hinblick auf die Definition politischer Stabilität15
3.Operationalisierung der Fragestellung: Suche nach Integrationskonzepten16
3.1Stabilitätsrelevante Systemkomponenten16
3.1.1Staatliche Institutionenstruktur16
3.1.2Sozialstruktur16
3.2Integration sozialer Systeme17
3.3Dialektik integrativer Prozesse19
3.4Integration, Strukturveränderung und Konflikt19
3.5Konfliktstrukturen21
4.Konstruktion eines Modells zur Erklärung von Integration und Stabilität24
4.1Legitimität25
4.2Loyalität26
4.3Vertrauen29
4.4Stabilität und Sicherheit31
4.4.1Systeme sozialer Sicherheit31
4.4.2Differenzierung des Sicherheitsbegriffes: Ontologische Sicherheit und physische Sicherheit32
4.5Integrationsstrategien und Integrationseffekte35
5.Nationalismus, Ethnizität und Staat36
5.1Nationalismus - fundamentales Integrationskonzept des modernen Staates?36
5.1.1Klassische Konzepte nationaler Integration: Kulturnation und Staatsnation38
5.1.2Nation und Fiktion39
5.2Ethnizität - treibender Motor desintegrativer Prozesse?40
5.2.1Der Begriff der Ethnizität41
5.2.2Ethnizität, nationalstaatliche Integration und das Problem der kollektiven Selbstbestimmung42
5.2.3Vielvölkerstaaten und die Problematik nationaler Homogenisierung44
5.2.4Kulturvergleich und Ethnozentrismus45
6.Der pakistanische Nationalismus46
6.1Die Entstehung der nationalen Idee46
6.2Das Versagen nationaler Integration - eine kritische Auseinandersetzung mit Jinnahs theory of two nations50
6.3Konstruktion einer pakistanischen Nationalgeschichte54
7.Zentralisierung und Homogenisierung von Staat und Gesellschaft55
7.1Die Politik der Zentralisierung staatlicher Herrschaftsgewalt55
7.2Die Politik der kulturellen Homogenisierung des Staatsvolkes und der Versuch der Schaffung einer gemeinsamen pakistanischen Identität58
7.3Erfolge der staatlichen Zentralisierungs- und Homogenisierungspolitik60
8.Der Islam und das Konzept des modernen Nationalstaates61
8.1Der islamische Modernismus61
8.2Grundlegende Prinzipien und Kategorien des islamischen politischen Systems im Vergleich zum Konzept des modernen Nationalstaates62
8.2.1Territorium65
8.2.2Souveränität65
8.2.3Volk66
8.3Koranische Integrationskonzepte68
8.4Zwischenergebnis69
9.Die islamische Ideologie Pakistans70
9.1Die islamische Ideologie in der pakistanischen Verfassung70
9.2Die Integration religiöser Minderheiten72
9.3Der rechtliche Status religiöser Minderheiten in Pakistan73
9.3.1Das pakistanische Staatsangehörigkeitsrecht73
9.3.2Minderheitenschutz in der pakistanischen Verfassung74
9.4Die religiösen Minderheiten Pakistans76
10.Die Bedeutung von Ethnizität für das pakistanische politische System78
10.1Ursachen für die Entstehung ethno-nationalistischer Bewegungen in Pakistan80
10.2Die ethno-demographische Situation in Pakistans Provinzen81
10.2.1NWFP82
10.2.2FATA83
10.2.3Baluchistan83
10.2.4Sindh84
10.2.5Punjab85
10.3Rückschlüsse auf die politische Stabilität Pakistans85
11.Pakistanische Machtstrukturen87
11.1Staatliche Institutionenstruktur89
11.1.1Die Verfassung91
11.1.2Die Staatsführung91
11.1.3Das Parlament93
11.1.4Die Gerichtsbarkeit94
11.1.5Die Bürokratie96
11.1.6Die Armee99
11.2Die Sozialstruktur Pakistans101
11.2.1Normen- und Wertesysteme102
11.2.2Die feudale Elite103
11.2.3Die Wirtschaftselite105
11.2.4Ulama (religiöse Elite)106
12.Integrations- und Legitimationsstrategien der pakistanischen Regierung109
12.1Vorgeschichte: innenpolitische Machtkämpfe im Vorfeld des 12. Oktober109
12.2Die Geschehnisse des 12. Oktober111
12.3Die Provisional Constitution Order112
12.47-Punkte-Agenda und Nationaler Sicherheitsrat:113
12.5Die National Accountability Bureau Ordinance114
12.6Wirtschaftliche Misere, nationale Integration und good governance114
12.7Ein neuer Amtseid für Pakistans Richter115
12.8Eine waffenfreie Gesellschaft115
12.9Dezentralisierung und Menschenrechte116
12.10Das Urteil des Obersten Gerichtshofes vom Mai 2000116
12.11Die Außenpolitik als Mittel der Herrschaftslegitimation118
12.12Aussagen zur aktuellen Situation politischer Stabilität119
13.Zusammenfassung der Ergebnisse122
13.1Theoretisch-konzeptionelle Ergebnisse122
13.2Relevanz der Ergebnisse des theoretisch-konzeptionellen Teils für die politische Stabilität Pakistans123
13.3Bezug zur zentralen Fragestellung124
LiteraturverzeichnisI
EAN: 9783832445713
Untertitel: Dateigröße in KByte: 1012.
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: Juli 2014
Seitenanzahl: 150 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Keiner
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