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Innovationsbewertung

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Februar 2008

Beschreibung

Beschreibung

Peter Granig geht der Frage nach, wie die Bewertungsunsicherheiten von Innovationsprojekten durch den Einsatz von risiko- und ertragsorientierten Simulationsmodellen in einer frühen Projektphase reduziert werden können.

Inhaltsverzeichnis

Innovation und Innovationsprozess

Bewertung von Innovationen

Kapitaltheoretische Bewertung von Innovationen

Realoptionsbasierte Innovationsbewertung

Bewertung des Innovationsrisikos

Funktionales Innovationscontrolling

Portrait

Dr. Peter Granig promovierte bei Prof. Dr. Werner Mussnig am Lehrstuhl für Controlling und strategische Unternehmensführung der Universität Klagenfurt. Er hat eine Professur für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Technikum Kärnten inne.

Leseprobe

2. Innovation und Innovationsprozess (S. 9)

In diesem Abschnitt soll die Innovationstätigkeit als Prozess verstanden und das Zusammenwirken aller am Innovationsprozess beteiligten Akteure aufgezeigt werden. Dabei werden die Besonderheiten der Steuerung und Bewertung der unterschiedlichen Phasen des Innovationsprozesses sowie die damit verbundenen Management- und Bewertungsaufgaben besonders beachtet.

2.1 Terminologische Grundlagen

2.1.1 Innovation


Innovation ist ein schillernder, ein modischer Begriff. Um Missverständnissen vorzubeugen ist es nötig, diesen Begriff präzise zu bestimmen und abzugrenzen. Eine derartige Definition hat nicht nur eine akademische Aufgabe. Auch der Wirtschaftspraktiker muss für sich festlegen, was er als Innovation bezeichnen will. Seine Einordnung entscheidet über die weitere Behandlung der Aufgabenstellung."

Das Wort Innovation stammt von den lateinischen Wörtern novus", was neu" bedeutet, bzw. innovatio", was mit Neuerung" oder Erneuerung" übersetzt werden kann. Innovation bedeutet demnach Erneuerung. Es geht um neue Produkte, neue Verfahren, neue Vertragsformen, neue Vertriebswege, neue Werbeausgaben, neue Corporate Identity. Innovation ist jedenfalls mehr als ein technisches Problem. Innovation sagt nichts über die Qualität von Produkten, Dienstleistungen oder Verfahren aus, sondern zeigt eine Abgrenzung gegenüber dem Älteren an und weist prozesshaften Charakter auf.

BARNETT versteht unter einer Innovation sehr allgemein: An innovation is [...] any thought, behaviour or thing that is new because it is qualitatively different from existing forms. []. Strictly speaking, every innovation is an idea, or a constellation of ideas, that some innovations by their nature must remain mental organisations only, whereas others may begiven overt and tangeable expression."

In Ergänzung zu BARNETT betrachtet SCHUMPETER Innovationen als Motor der w
irtschaftlichen Entwicklung, sie sind für ihn der Antrieb, der die Wirtschaftsmaschine in Bewegung setzt und hält. Er sieht das Wesen der Innovation in der Durchsetzung neuer Kombinationen", die nicht kontinuierlich erfolgt, sondern diskontinuierlich" auftritt. SCHUMPETER versteht unter Innovation eine qualitative Veränderung die aus dem Wirtschaftssystem selbst kommt.

In der vorliegenden Schrift wird Innovation" bzw. Innovationsbewertung" im Verständnis SCHUMPETERs als die Einführung bzw. Bewertung neuer Faktorkombinationen bei Produkten oder Dienstleistungen verstanden. Sein Verständnis von Innovation ist heute noch aktuell, weil er Flexibilität und Einfallsreichtum zur Generierung von Nutzen für den Kunden in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt. Innovation kann so auch als die schöpferische Zerstörung des Alten durch das Neue verstanden werden. Innovation ist mehr als Invention.

Die Invention, also die Erfindung, ist bestenfalls der erste Schritt im Prozess der Innovation. Damit eine Invention zur Innovation wird, muss sie umgesetzt und von den internen und/oder externen Kunden akzeptiert werden. Innovation erfordert ebenso Inspiration wie Transpiration. Sie ist das Ergebnis von visionärer Kraft und nüchterner Arbeit. Die Bestimmung dessen, was innovativ genannt werden soll, darf nicht dem Zufall überlassen werden, sondern soll anhand klar bestimmter Kriterien unmissverständlich vorgenommen werden.

Die unterschiedlichen definitorischen Ansätze lassen folgende gemeinsame Aspekte erkennen: Innovationen sind im Ergebnis qualitativ neuartige Produkte oder Verfahren, die sich gegenüber dem vorangehenden Zustand merkbar wie immer dies zu bestimmen ist unterscheiden." Zur Bestimmung des Innovationsbegriffs bzw. des Innovationsgehalts eines betrieblichen Entscheidungs- und Durchsetzungsproblems verwendet HAUSCHILDT folgende vier Dimensionen:

Inhaltliche Dimension: Was ist neu?

Subjektive Dimension: Neu für wen?
EAN: 9783835054127
Untertitel: Potentialprognose und -steuerung durch Ertrags- und Risikosimulation. 2007. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 2.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Seitenanzahl: xix239
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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