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Flexibilität in Rahmenverträgen


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Dezember 2007

Beschreibung

Beschreibung

Nikolai Iliev integriert gängige Vertragstypen in ein standardisiertes praxisorientiertes Bedarfsmodell, das zur Abbildung von Bestandsrisiken hinreichend genau ist und in Vertragsverhandlungen Fragen der Risikoaufteilung zwischen Hersteller und Kunde entscheidungsorientiert unterstützt.

Inhaltsverzeichnis

Anforderungen an die Flexibilitätsplanung im Materialmanagement

Gängige Methoden zur Flexibilitätsplanung im Materialmanagement

Kooperationsmodell zur Gestaltung flexibilitätsorientierter Vertragsklauseln

Risikoverhalten standardisierter Flexibilitätsverträge

Praxisbeispiel der Anwendung standardisierter Flexibilitätsverträge

Portrait

Dr. Nikolai Iliev war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Logistik, Operations und Supply Chain Management an der ETH Zürich. Er ist heute als Program Manager im Center for Strategic Projects für die Deutsche Telekom AG tätig.

Leseprobe

1 Einleitung (S. 1)

1.1 Motivation

Die sich rasch verändernden und unvorhersehbaren Marktverhältnisse stellen erhöhte Anforderungen an Unternehmen, die heutzutage einem vermehrt globalem Wettbewerb und sehr hohem Kostendruck gegenüberstehen. Verkürzte Produktlebenszyklen und das Angebot von immer mehr Produktvarianten in stark volatilen Märkten erfordern ein flexibles, auf die jeweilige Situation abgestimmtes Handeln. Mit der zunehmenden Auslagerung von wertschöpfenden Aktivitäten rückt auch die Beherrschung der komplexer werdenden Zuliefer- und Kundenbeziehungen in den Fokus gesamtunternehmerischer Aktivitäten.

Die Beherrschung von flexiblen Kunden- und Zulieferbeziehungen stellt bereits heute in vielen Industrien eine Kernkompetenz dar und erwächst zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Im Besonderen sind produzierende Unternehmen hohen Marktrisiken ausgesetzt, die ihren Kunden eine weitaus geringere Lieferzeit einräumen müssen als sie für die Fertigung der Endprodukte benötigen oder ihren eigenen Lieferanten zur Wiederbeschaffung der Einkaufsteile abfordern können.

Die Folge sind vorzuhaltende Lagerbestände, die unter Umständen sogar entwertet werden müssen sowie Lieferausfallrisiken, die in entgangenen Umsätzen münden können. Eine hohe Materialverfügbarkeit mit minimalen Kosten zu gewährleisten stellt schon seit jeher eine der größten Herausforderungen im Materialmanagement dar, der sich heutzutage die Logistik-, Einkaufs- und neuerdings trendgemäß auch Supply Chain Management-Abteilungen in Unternehmen stellen.

Vielen Definitionen des Supply Chain Management ist gemein, dass sie in genereller Form Ziele, Strategien, Prozesse oder Aufgaben beinhalten und betonen, dass mit dessen Anwendung sich außer der Kostensituation auch die Reaktionsfähigkeit und die Flexibilität der Lieferkette verbessert. Dennoch existieren bislang keine zielorientierten Konzepte oder Methoden,
die eine flexibilitätsorientierte Planung von Beständen ermöglichen.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zunächst einmal wird das Materialmanagement heutzutage noch nicht oder nur sehr selten in einer Organisation mit integrierter Aufgabensicht verankert,2 sondern besitzt viele Schnittstellen zu verschiedenen Abteilungen, wie z.B. dem Einkauf, der Produktion, dem Verkauf oder den Finanzen. Diese Trennungen und Überschneidungen von Verantwortung erschweren eine umfassende Definition der Aktivitäten und damit verbundenen Leistungskennzahlen im Materialmanagement.

Eine weitere Hürde ist im Begriff der Flexibilität selbst verankert, der in einzelnen Fällen diskutiert, aber noch nicht für das Materialmanagement zweckdienlich definiert wurde. Als Flexibilität im Materialmanagement wird hierbei generell die Materialverfügbarkeit zur Sicherstellung einer hohen Lieferfähigkeit unter gleichzeitig schwankenden Bedarfssituationen des Kunden verstanden. Die positive Korrelation zwischen vorgehaltener Flexibilität und Kosten ist zwar einleuchtend, aber noch nicht umfassend untersucht worden.

So sind aus Aufgabensicht im Wesentlichen zwei Bereiche von einem fehlenden Maß für Flexibilität betroffen: Für die Mittelfristplanung sind die Konsequenzen verschiedener Flexibilität beinhaltender Vertragsklauseln zwar wissenschaftlich für einige Fälle bestimmt, aber noch kein in der Industriepraxis verwendbares Modell zur Bedarfsangabe und änderung entwickelt worden. In diesem Zusammenhang steht und fällt der Erfolg eines solchen Modells mit einer griffigen und nachvollziehbaren Formulierung des Begriffs Flexibilität als Maßzahl, die eine Volatilität des Marktes beschreibt. Des Weiteren fehlt auch dem Materialmanagement ein notwendiges Begriffs- und Modellverständnis, das eine vom Markt geforderte Flexibilität direkt in Kosten für eine zusätzliche Lagerhaltung überführt.

1.2 Zielsetzung

Vor diesem Hintergrund ist das Ziel vorliegender Ar
beit eine dem Materialmanagement zweckdienliche Definition des Begriffs Flexibilität zu erarbeiten, mit deren Hilfe die Kostenwirksamkeit der Flexibilität transparent ermittelt werden kann. Die Festlegung von quantitativen Maßzahlen zur Beschreibung von Flexibilität muss dabei dem Anspruch der Verständlichkeit und Nutzbarkeit in der Praxis genügen, um für das Materialmanagement eine breite Akzeptanz zur Verwendung sicherstellen zu können.
EAN: 9783835054554
Untertitel: Ansatz zur standardisierten Ausgestaltung und Risikobeherrschung für das Materialmanagement. 2007. Auflage. Dateigröße in MByte: 2.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Seitenanzahl: xxiii155
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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