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Deutsche Unternehmen in China: Chancen und Risiken

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März 2007

Beschreibung

Beschreibung

In den letzten Jahren hat sich das wirtschaftliche Wachstumspotential zunehmend von Europa und Amerika nach Ost- und Südostasien verlagert. Für die nationalen und internationalen Unternehmen haben sich diese Länder und Regionen zu Konkurrenten, zugleich aber auch zu Abnehmern von Industrieprodukten und hochwertiger Technologie entwickelt. Unter den neuen "emerging markets" in Südostasien nimmt China eine besondere Rolle ein. Die Volksrepublik ist durch die sich wandelnden wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung zu einer freien Marktwirtschaft als Wirtschaftsstandort attraktiv geworden. China wird als das wirtschaftliche Wunderkind des neuen Jahrtausends gesehen. Investoren reagieren begeistert auf die Möglichkeiten, die sich im "Reich der Mitte" zu bieten scheinen.Eine Auslandsinvestition beinhaltet aber nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. Diese müssen gezielt analysiert werden, denn ein unüberlegtes und überstürztes Vorgehen kann die Rentabilität des Unternehmens mindern oder sogar langfristig den Fortbestand gefährden. Eine solche Analyse ist bei einem geplanten China-Engagement unerlässlich, weil die chinesische Sichtweise in Rechtsfragen häufig von der westlichen abweicht. Im Rahmen dieser Studie werden die Chancen und Risiken für deutsche Unternehmen sowie mögliche Erfolgsfaktoren einer Investition im chinesischen Markt untersucht, wobei die Problematik der Produkt- und Markenpiraterie ausführlich beleuchtet wird.

Inhaltsverzeichnis

1;Die Autorin;4 2;Inhaltsverzeichnis;6 3;Abbildungsverzeichnis;9 4;Tabellenverzeichnis;10 5;Abkürzungsverzeichnis;11 6;Einleitung;14 7;Teil I: Das Chinageschäft;18 7.1;1. Motive für ein Engagement in China;20 7.1.1;1.1. Günstige Produktionsbedingungen;20 7.1.2;1.2. Veränderungen durch den WTO-Beitritt;21 7.1.3;1.3. Absatzorientierte Motive;23 7.2;2. Globale Rahmenbedingungen in der VRC;24 7.2.1;2.1. Der Markt China in Kürze;24 7.2.2;2.2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen;24 7.2.2.1;2.2.1. Wirtschaftliche Entwicklung und Wirtschaftsstruktur;24 7.2.2.2;2.2.2. Einkommensverteilung und Einkommensentwicklung;28 7.2.2.3;2.2.3. Außenhandel;29 7.2.2.4;2.2.4. Deutsch-chinesische Wirtschaftsbeziehungen;33 7.2.2.5;2.2.5. Direktinvestitionen;34 7.2.2.6;2.2.6. Unternehmensarten in China;36 7.2.3;2.3. Politisch-ökonomische Rahmenbedingungen;37 7.2.3.1;2.3.1. Das politisch-ökonomische System der VRC;37 7.2.3.2;2.3.2. Wirtschaftliche Öffnung seit 1978;37 7.2.3.3;2.3.3. Staatsorgane und -struktur;38 7.2.3.4;2.3.4. Marktwirtschaft mit beschränkter Freiheit;39 7.2.4;2.4. Soziokulturelle Rahmenbedingungen;40 7.2.4.1;2.4.1. Kultur und Wertvorstellungen in der VRC;40 7.2.4.2;2.4.2. Unterschiedliche Grundeinstellung;41 7.2.4.3;2.4.3. Kulturtheorie von Hofstede;42 7.2.4.4;2.4.4. Beziehungsnetzwerke und die Rolle des Guanxi;46 7.2.5;2.5. Geographische, natürliche und technische Rahmenbedingungen;47 7.2.6;2.6. Rechtliche Rahmenbedingungen;49 7.2.6.1;2.6.1. Wirtschafts-/Direktinvestitionsrecht;50 7.2.6.2;2.6.2. Außenwirtschaftsrecht;52 7.2.6.3;2.6.3. Ein besonderes Kapitel: Schutzrechte für geistiges Eigentum;53 7.2.6.4;2.6.4. Steuer und Zoll;53 7.2.6.5;2.6.5. Recht und Guanxi;54 7.2.6.6;2.6.6. Vertragspraxis;55 7.2.7;2.7. Sekundär-exogene Marktfaktoren;55 7.2.7.1;2.7.1. Bedarfsstrukturen/Nachfragegewohnheiten;55 7.2.7.2;2.7.2. Die Wachstumsbranchen;57 7.2.7.3;2.7.3. Wettbewerbsverhältnisse;59 7.3;3. Strategien für Markteintritt/Markterschließung in China;61 7.3.1;3.1. Auslandsabsatzmarktfors
chung;61 7.3.1.1;3.1.1. Prozess der Informationsbeschaffung;61 7.3.1.2;3.1.2. Betriebsforschung;62 7.3.2;3.2. Die Partnerwahl;63 7.3.2.1;3.2.1. Anforderungen an Partner;63 7.3.2.2;3.2.2. Die Verhandlungen mit chinesischen Geschäftspartnern;64 7.3.3;3.3. Markteintrittsstrategien;65 7.3.3.1;3.3.1. Export direkt und indirekt;66 7.3.3.2;3.3.2. Joint Venture;67 7.3.3.3;3.3.3. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft (WFOE);72 7.3.4;3.4. Standortwahl;72 7.4;4. Marktbearbeitungsstrategie für den chinesischen Megamarkt:zwischen Standardisierung und Differenzierung;76 7.4.1;4.1. Die Marktsegmentierung;76 7.4.2;4.2. Marketing Mix;77 7.4.2.1;4.2.1. Produkt- und Sortimentspolitik;77 7.4.2.2;4.2.2. Preis- und Konditionenpolitik;78 7.4.2.3;4.2.3. Kommunikationspolitik;78 7.4.2.4;4.2.4. Distributionspolitik;79 7.5;5. Risiken und Probleme;81 7.5.1;5.1. Gründe für den Misserfolg Umfrageergebnisse;81 7.5.2;5.2. Wirtschaftspolitische Risiken;82 7.6;6. Zusammenfassung;84 8;Teil II: Das besondere Kapitelder Produkt- und Markenpiraterie;86 8.1;7. Allgemeines zur Produkt- und Markenpiraterie in der VRC;88 8.1.1;7.1. Definitionen und Begriffserklärungen;89 8.1.2;7.2. Ursachen des Imitationsverhaltens;90 8.1.3;7.3. Gründe für die Zunahme von Produkt- und Markenpiraterie;92 8.1.4;7.4. Erkennen von Marken- und Produktpiraterie;94 8.2;8. Wirtschaftliche Folgen von Marken- und Produktpiraterie;95 8.3;9. Erscheinungsformen der chinesischen Produktpiraterie;99 8.3.1;9.1. Ausgewählte betroffene Bereiche;99 8.3.2;9.2. Das Profil und die Arbeitsweise der Täter;102 8.4;10. Rechtlicher Schutz geistigen Eigentums;104 8.4.1;10.1. Rechtsgeschichte China;104 8.4.2;10.2. Gewerbliche Schutzrechte in der VRC;106 8.4.3;10.3. Internationale Regelungen zum gewerblichen Rechtsschutz;108 8.4.4;10.4. Bewertung des Rechtssystems;110 8.5;11. Bekämpfungsmaßnahmen;112 8.5.1;11.1. Defensive Maßnahmen zur Durchsetzung von Schutzrechten;112 8.5.2;11.2. Betriebswirtschaftliche Maßnahmen;117 8.5.3;11.3. Technische Hilfsmitte
l;118 8.6;12. Handlungsempfehlungen;121 8.7;13. Zusammenfassung;122 9;Anhang;124 10;Quellenangaben;156 11;Literatur- und Quellenverzeichnis;165 12;Reihe China;173


Portrait

Nicole Ruppel: Diplom-Betriebswirtin (FH), Studium an der FH Worms mit Schwerpunkt Internationale Betriebswirtschaft und Außenwirtschaft, berufliche Erfahrung im internationalen Marketing (Vertriebsaufbau, Export), derzeitig tätig als Area Sales Manger eines Unternehmens der Textilindustrie.

Leseprobe

Einleitung

Wir leben in einem globalen Markt. Die Globalisierung bekommen wir alle zu spüren. Das fängt schon beim täglichen Frühstück an. Kaffee, Tee, Orangensaft, alles Produkte, die aus Afrika, Lateinamerika oder Asien zu uns gelangen. Wir besitzen Möbelstücke von Ikea, dem weltweit tätigen Unternehmen aus Schweden. Unsere Garderobe ist global, denn 45 % der Kleider, die über deutsche Ladentische gehen, werden in Asien, Osteuropa und Mittelamerika genäht.

Der Computer auf unseren Schreibtischen ist entweder ein preisgünstiger PC-Klon aus Taiwan oder aber auch ein in den USA entwickelter und in Irland gefertigter Apple Macintosh. In unserem CD-Ständer finden wir die neueste CD der Wiener Philharmoniker, die in der New Yorker Met unter einem italienischen Dirigenten das Werk eines russischen Komponisten spielen. Die Uhr an unserem Handgelenk: Made in Japan, Hongkong, Singapur, Schweiz.

Mit großer Selbstverständlichkeit hat sich eine globale Arbeitsteilung etabliert, die es bspw. einem koreanischen Autohersteller erlaubt, sich bei der Entwicklung eines neuen Autos die Finanzierung aus Japan, das Design aus Italien und Motor und Getriebe aus Deutschland zu holen. Zusammengebaut wird der Wagen in England mit lohnintensiven Schlüsselkomponenten aus Korea und elektronischen Einrichtungen, die in den USA entwickelt und in Taiwan produziert werden.

Mit solchen Beispielen wird deutlich, wie sehr die Globalisierung den Alltag in unserem Land prägt. Die Welt hat sich in ein globales Dorf verwandelt. Während vor 20 Jahren das Konzept des globalen Marketings nicht einmal existierte, hat es jetzt einen festen Stellenwert in Unternehmen von heute.

Vor dem Hintergrund einer aktuell stagnierenden Binnenwirtschaft in Deutschland und den zumeist gesättigten westlichen Märkten wird es für nationale un
d internationale Unternehmen zunehmend schwieriger, ihre Produkte abzusetzen und Gewinne zu realisieren. Aus diesem Grund erkennen heutzutage immer mehr Unternehmen, dass sich der Wettbewerb aufgrund der Internationalisierung der Märkte und den damit einhergehenden Veränderungen, wie die Öffnung Osteuropas und der Abbau von Handelsbarrieren in fast allen Kontinenten, nachhaltig verstärkt.

Eben durch diese zunehmende Konkurrenz, einem hohen Kostendruck und der steigenden Marktsättigung wird nach einer strategischen Ausrichtung der Unternehmen auf den Auslandsmärkten verlangt. Der entscheidende Grund, warum also Unternehmen globale Marketingstrategien einsetzen müssen ist, ihr wirtschaftliches Überleben sicherzustellen. Die Internationalisierung der Wirtschaft ist nicht mehr aufzuhalten. Eine Konzentration auf den Heimatmarkt ist zunehmend auch für mittelständische Unternehmen nicht mehr ausreichend, um eine langfristige Existenz des Unternehmens am Markt zu sichern.

Ein Unternehmen, dass es versäumt hat global zu denken und zu handeln, setzt sich der Gefahr aus, den Heimatmarkt an Mitbewerbern zu verlieren, die geringere Kosten, mehr Erfahrung und bessere Produkte bieten. Somit sind Aktivitäten auf internationalen Märkten für Unternehmen von eminenter Bedeutung für die Erreichung ihres maximalen Wachstumspotentials.

Viele Unternehmen haben die Bedeutung von globalen Aktivitäten schon erkannt. Branchen, die noch vor wenigen Jahren ausschließlich auf den lokalen Markt beschränkt waren, werden heute von einer Handvoll globalen Unternehmen dominiert. Die Automobilindustrie bietet sich dabei als plakatives Beispiel an. Zu Beginn unseres Jahrhunderts gab es tausende Automobilhersteller weltweit. Heute dominieren weniger als 20 Unternehmen den weltweiten Markt.

Die Entwicklung geht dahin, dass jene Unternehmen, die überleben, gl
obale Unternehmen sein werden. Diejenigen, die nicht die Herausforderungen und Chancen der Globalisierung annehmen, werden von dynamischen Unternehmen ersetzt und vom Markt verschwinden.


EAN: 9783832401481
Untertitel: Unter Berücksichtigung der Produkt- und Markenpiraterie. Dateigröße in MByte: 7.
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: März 2007
Seitenanzahl: 172 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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