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Nur eine »Geld-Emancipation«?

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Januar 2012

Beschreibung

Beschreibung

Im Mittelpunkt des Buches steht die Frage nach den Loyalitäten und Lebenswelten des Prager jüdischen Großbürgertums zwischen 1800 und 1867. Aufgrund seines enormen wirtschaftlichen Erfolges nahm es innerhalb der jüdischen Bevölkerung Böhmens eine Sonderstellung ein. Anhand von fünf Prager Familien zeigt Martina Niedhammer jedoch, dass sich die gesellschaftlichen Bestrebungen des jüdischen Großbürgertums nicht in sozialem Aufstieg um jeden Preis erschöpften. Dies belegen die vielfältigen Anbindungen der jüdischen Oberschicht an nationalpolitisch, ethnisch und religiös unterschiedlich konnotierte Orte im Prager Stadtraum. Entlang dieser Orte werden ihr ökonomischer Aufstieg, religiöses Leben, soziales und politisches Engagement sowie familiäres Selbstverständnis in den Blick genommen.

Martina Niedhammer, geb. 1981, seit 2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Collegium Carolinum, Forschungsstelle für die böhmischen Länder. Studium der Slavischen Philologie und Geschichte in München, St. Petersburg und Prag. 2012 Promotion mit einer Arbeit zu Loyalitäten und Lebenswelten des Prager jüdischen Großbürgertums im frühen 19. Jahrhundert, 2013 ausgezeichnet mit dem Max Weber-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Sie arbeitet im Bereich der jüdischen Geschichte und der vergleichenden Religionsgeschichte Ostmitteleuropas, außerdem zur Wissenschaftsgeschichte. Der vorliegende Band steht im Zusammenhang mit ihrem aktuellen Forschungsvorhaben zu Sprachakademien als nationalen Think Tanks.

Inhaltsverzeichnis

1;Cover ;1 2;Title Page;4 3;Copyright;5 4;Table of Contents;8 5;Body;10 6;Vorwort;10 7;Einleitung;12 7.1;Partizipation via Assimilation? Fragestellung und Forschungsstand;12 7.2;Methodische Vorüberlegungen;22 7.3;Quellenbasis und Aufbau der Arbeit;26 8;1. Auf der Jerusaleminsel;32 8.1;1.1 Daß wir unsere Fabrike mit Aufopferung eines großen Vermögens in einen blühenden Zustand versetzt haben der wirtschaftliche Aufstieg einer kleinen Elite;32 8.2;1.2 Dem vortrefflichen Lämelschen Hause in Prag bin ich diesen Sommer ein großer Schuldner geworden die Etablierung multipotenter Unternehmensstrukturen;48 8.3;1.3 Verderben [] den Christen einen soliden Absatz soziale und interethnische Spannungen im beruflichen Umfeld;56 8.4;1.4 Zu den judenfeindlichsten, die ihm je vorgekommen jüdisches Selbstverständnis in handelspolitischen Gremien;63 9;2. Im Sophiensaal;70 9.1;2.1 Eine neue mächtige Segensquelle [] unserem schönen Geburtslande wirtschaftspolitische Initiativen und Kontakte;70 9.2;2.2 Ich für mich kenne nur eine böhmische Nation gesellschaftspolitische Verbindungen zu Deutschen und Tschechen;83 10;3. Beim Tempel in der Geistgasse;100 10.1;3.1 Die Judenstadt religiöse Selbstverortung und ihre Außenperspektiven;100 10.2;3.2 Reformatoren der Verein zur Verbesserung des israelitischen Kultus in Prag;111 10.3;3.3 Eine Wallfahrt nach Offenbach die frankistischen Memoiren des Moses Porges von Portheim;130 11;4. An die k. k. vereinigte Hofkanzlei in Wien;144 11.1;4.1 Die drei Ringe Schtadlanut auf dem Wiener Kongress 1815;144 11.2;4.2 Pour le bien dune malheureuse nation eine grenzüberschreitende Initiative für die böhmischen Juden in den 1830er Jahren;154 11.3;4.3. Oben in Silber ein natürlicher Löwe Nobilitierungen;176 12;5. Die Portheimka;188 12.1;5.1 Ein Dientzenhofer-Palais städtische Repräsentation und biedermeierliche Wohnkultur;188 12.2;5.2 Im Marmorsaal Freizeitvergnügungen als Teil bürgerlicher Selbstinszenierung;215 12.3;5.3 100 Stück Nordbahn heiraten 100 Stück Südb
ahn Heiratsstrategien;221 12.4;5.4 Auf Wiedersehen! Trauerkultur und familiale Erinnerung;236 13;6. Nach Jerusalem!;256 13.1;6.1 Eine Stiftung für Palästina Prager Legate zwischen Tsedaka und moderner Philanthropie;256 13.2;6.2 Weihegeschenke Jerusalem als emotionaler Fluchtpunkt;265 13.3;6.3 Die Rose von Jericho eine Utopie jenseits von Prag und Wien;271 14;Schlussbetrachtung;282 15;Anhang;288 15.1;Grabinschriften;288 15.2;Stammbäume;297 16;Abkürzungen;302 17;Abbildungsnachweis;304 18;Bibliographie;306 19;Personenregister;332 20;Sachregister;338 21;Back Cover;342


Portrait

Martina Niedhammer, geb. 1981, seit 2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Collegium Carolinum, Forschungsstelle für die böhmischen Länder. Studium der Slavischen Philologie und Geschichte in München, St. Petersburg und Prag. 2012 Promotion mit einer Arbeit zu Loyalitäten und Lebenswelten des Prager jüdischen Großbürgertums im frühen 19. Jahrhundert, 2013 ausgezeichnet mit dem Max Weber-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Sie arbeitet im Bereich der jüdischen Geschichte und der vergleichenden Religionsgeschichte Ostmitteleuropas, außerdem zur Wissenschaftsgeschichte. Der vorliegende Band steht im Zusammenhang mit ihrem aktuellen Forschungsvorhaben zu Sprachakademien als nationalen Think Tanks.
EAN: 9783647310206
Untertitel: Loyalitäten und Lebenswelten des Prager jüdischen Großbürgertums 1800-1867. Dateigröße in MByte: 12.
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Seitenanzahl: 340 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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