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Popstars als Marke


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September 2006

Beschreibung

Beschreibung

Marcel Engh definiert den Popstar als Marke, wobei das identitätsorientierte Markenverständnis einen holistischen und verhaltenswissenschaftlich fundierten Forschungsfokus auf den Prozess der Künstlerentwicklung und -vermarktung bewirkt. In einem theoriegeleitet-explorativen Forschungsdesign überträgt er Erkenntnisse der modernen Markenführung auf die musikwirtschaftliche Problemstellung und zeigt neue Ansätze der Marktbearbeitung auf.

Inhaltsverzeichnis

Veränderte Dynamik des Musikmarkts als Herausforderung an Markenführungskonzeptionen Systemtheoretische Kennzeichnung des Musikmarkts als Ausgangslage der Untersuchung Theoretische Grundlagen und Genese eines integrierten Markenführungsmodells für Musikangebote Strategische und operative Ausgestaltungsoptionen der identitätsorientierten Musikmarkenführung Implikationen der Untersuchung

Portrait

Dr. Marcel Engh promovierte bei Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg am Lehrstuhl Marketingmanagement der HHL - Leipzig Graduate School of Management. Er ist als Vice President, Visual und Branded Content für den Musikkonzern SONY BMG in London tätig.

Leseprobe

C. Theoretische Grundlagen und Genese eines integrierten Markenführungsmodells für Musikangebote (S. 62-63)

1. Theoretische Grundlagen der identitätsorientierten Markenführung

Der Prozess der Künstlerentwicklung, in dieser Untersuchung als Markenführungsprozess definiert, wurde anhand eines systemtheoretischen Bezugsrahmens in drei zentrale Dimensionen strukturiert, welche die Instrumental- und die Zielebene der Musikmarkenführung kennzeichnen. Als geeignetes theoretisches Fundament für die vorliegende Entscheidungsproblematik wurde das Modell der IMF von MEFFERT/BURMANN vermutet, das für den musik- und medienwissenschaftlichen Kontext zu adaptieren ist. Ziel dieses Abschnitts wird sein, die relevanten Erkenntnisse der Identitätsforschung zu skizzieren und darauf aufbauend das IMF Modell von MEFFERT/BURMANN vorzustellen sowie mit Hilfe des entwickelten systemtheoretischen Bezugsrahmens eine erste Adaption des IMF-Modells vor dem konkreten Problemhintergrund vorzunehmen.

1.1 Erkenntnisse der Identitätsforschung

1.11 Sozialwissenschaftliche Ansätze der Identitätsforschung


In den Sozialwissenschaften wird der Begriff Identität sehr heterogen verwendet und richtet sich nach dem Begriffsverständnis der jeweiligen Forschungsrichtung. Geprägt wurde dieser Begriff vor allem durch den Psychoanalytiker ERIKSON (1902-1994), der diesen in den 40er-Jahren einführte. Lange zuvor hatte 1890 der amerikanische Psychologe JAMES (1842-1910) den Begriff des „Self" Diese Klassiker der sozialwissenschaftlichen Identitätsforschung verstehen Identität als selbstreflexiven Prozess eines Individuums, wobei schon früh eine auf KANT bezogene Trennung zwischen dem „Selbst als Subjekt" und dem „Selbst als Objekt" erfolgte. />
Der psychosoziale Ansatz von ERIKSON basiert auf einer fruchtbaren Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse von FREUD, wonach Identität als entwicklungspsychologisch definierte Aufgabe in Form einer Syntheseleistung beschrieben ist. Hierunter wird die Kompetenz einer Person verstanden, unterschiedliche Erfahrungen zu integrieren, ohne das Gefühl von persönlicher Kontinuität und Konsistenz zu verlieren. Die Identitätskonstruktion beschreibt die Strukturierung von Erfahrungsinhalten zu einer ganzheitlichen Struktur oder Gestalt, die auch als Relationsgefüge aus Subjektperspektive aufgefasst werden kann. Dies wird auch mit psychosozialen Modalitäten umschrieben, die den Erfahrungs- und Reflexionsprozess strukturieren. Hierbei betonte ERIKSON die zentrale Bedeutung der Adoleszenzphase für die lebensgeschichtliche Entwicklung, die auch für die musikalische Sozialisation des Konsumenten im weiteren Verlauf der Untersuchung eine große Rolle spielen wird. MEAD wiederum sieht das „Self" und die Identitätskonstruktion als Prozess, der von der sozialen Umgebung abhängt. Identität wird nur in Interaktion mit der Umwelt gebildet und leitet sich aus dem gesell- schaftlichen Prozess ab, in dem sie eingebettet ist. Diese Sichtweise bildet die Basis des von MEAD propagierten symbolischen Interaktionismus, wonach Sinn oder Bedeutung erst aus Interaktion heraus entsteht. Für die Selbstdefinition sind in erster Linie die Personen relevant, mit denen vorzugsweise interagiert wird und die somit die Sozialisation nachhaltig beeinflussen.


EAN: 9783835057036
Untertitel: Identitätsorientiertes Markenmanagement für die musikindustrielle Künstlerentwicklung und -vermarktung. 2006. Auflage. Dateigröße in MByte: 7.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: September 2006
Seitenanzahl: xviii406
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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