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November 2011

Beschreibung

Beschreibung

Nach welchen Kriterien entscheidet der Konsument, welchen Film er sich im Kino anschaut, welche CD er kauft, welchen Wein er trinkt, zu welchem Arzt er geht? Lucien Karpik beantwortet diese Fragen mit einer neuen Theorie des Marktes, die über die neoklassische Wirtschaftstheorie hinausgeht. Im Mittelpunkt steht das Funktionieren von Produkten, denen ein Nimbus des Einzigartigen anhaftet - Kunstwerke, Luxus- und Kulturgüter, spezielle Expertisen. Nicht aufgrund des Gebrauchswerts fällt die Entscheidung, sondern aufgrundbesonderer Eigenschaften, die das Produkt für den potenziellen Käufer ganz subjektiv reizvoll machen: Wer hat die Aufführung inszeniert oder wer hat sie empfohlen? Wie »authentisch« erscheint dieser besondere Wein? Dabei ist die vermutete Qualität des Produkts -sein Versprechen - für die Kaufentscheidung wichtiger als der Preis. Erstmals gelingt es hier plausibel zu machen, wie die Sphären von Markt und Kultur zusammenhängen. Lucien Karpiks neue Wirtschaftstheorie gründet auf empirischen Studien und überzeugt durchihre besondere Anschaulichkeit.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt
Vorbemerkung 9

Erster Teil: Eine übersehene Realität

1. Das Problem 13

2. Singuläre Produkte 20
Was sind »singuläre Produkte«? 20
Ein vorläufiger Überblick 24
Der Markt der Psychoanalyse 27
Zwei Modelle des Besonderen 28

3. Brauchen wir eine neue Theorie des Marktes? 34
Was die herrschende Wirtschaftstheorie übersehen musste 35
Was die New Economics nicht sehen wollte 37

Zweiter Teil: Die Untersuchungsinstrumente

4. Das Urteil 51
Kann Wirtschaftstheorie auf »Information« verzichten? 51
Entscheidung und Urteil 53
Was ist ein Urteil? 56

5. Instanzen der Urteilsbildung 61
Die Funktion der Vertretung 64
Die Funktion der Wissensvermittlung 67
Die Funktion des Wettbewerbs 70

6. Instanzen der Vertrauensbildung 74
Formale Analyse 76
Inhaltliche Analyse 78

7. Homo singularis 88
Wert- und Zweckrationalität 89
Shopping 95
Der Guide Michelin - eine Papiermaschine 100
Wie viele Neunte Symphonien hat Beethoven komponiert? 104

8. Die Metamorphose des Besonderen 111
Die Wirkung der Worte 113
Kann aus Gleichartigkeit Unvergleichlichkeit entstehen? 116

9. Die ökonomischen Koordinationsregime 121
Einteilung der Koordinationsregime 123
Koordinationsregime und Verbraucheraktivität 129
Interludium 133
Ist der selbstregulierende Markt eingebettet? 138
Die Pluralität der Austauschformen 144
Urteil und Kalkulation 146
Einordnung der Ökonomie des Besonderen 154

Dritter Teil: Ökonomische Koordinationsregime

Unpersönliche Instanzenregime

10. Das Authentizitätsregime 163
Der Markt für Qualitätsweine 166
Der Hachette-Weinführer und Parker's Wein-Guide 169
Kenner, Laien und Experten 172
Ist der Markt für Qualitätsweine bedroht? 176

11. Das Mega-Regime 180
Megafilme 181
Megalabel für Luxusgüter 190
Megamarken 198

12. Das Expertenmeinungsregime 202
Literaturpreise 203
Trendsetter und Gatekeeper 206
Öffentliche Evaluierungsinstanzen 208

13. Das Popularitätsregime 210
Popmusik 211
Abstimmung durch die Charts 214

Persönliche Instanzenregime

14. Der Netzwerkmarkt 218
Das persönliche Netzwerk 219
Das geschäftliche Netzwerk 221
Das Praktikernetzwerk 222

15. Das Beziehungsregime 224
Koordination durch gemeinsame Überzeugungen 224
Koordination durch Glauben an Wundertäter 227

16. Das Professionsregime 232
Varianten des Professionsregimes 234
Varianten des Koordinationsregimes von Anwaltsdienstleistungen 241

17. Preise 247
Konkordanzen 249
Disproportionen 259

Vierter Teil: Schluss

18. Zur Geschichtlichkeit singulärer Produkte 269
Das Gesetz der Produktinnovation 272
Entsingularisierung personalisierter Dienstleistungen 277
Entsingularisierung der Popmusik 283

19. Ökonomie des Besonderen und Individualismus 299
Über den Individualismus 301
Singuläre Produkte und Individualismus 306

Abbildungen und Tabellen 311
Literatur 312

Portrait

Lucien Karpik ist Wirtschaftssoziologe und lehrt an der École nationale supérieure des Mines de Paris, einer der angesehensten Ingenieurhochschulen in Frankreich, sowie am Centre Raymond Aron (EHESS). Mit der Übersetzung des Buches wird einer der wichtigsten französischen Soziologen im deutschsprachigen Raum vorgestellt.
EAN: 9783593412306
Untertitel: Die Ökonomie des Einzigartigen. 2 sw Grafiken.
Verlag: Campus Verlag
Erscheinungsdatum: November 2011
Seitenanzahl: 328 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Thomas Laugstien
Format: epub eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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