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Ein Mann zwischen zwei Frauen - Die Dreieckskonstellation in Judith Hermanns Kurzgeschichte "Sonja"

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November 2010

Beschreibung

Beschreibung

1. Die Faszination Sonja
Das alte Motiv der Dreiecksbeziehung - hier ein Mann zwischen zwei Frauen - sticht besonders heraus und die Frage, warum der Erzähler seine Entscheidung für die eine und gegen die andere Frau trifft, stellt sich. Um dieses näher zu beleuchten, werden im Folgenden zunächst die Beziehungen der einzelnen Frauen zum anonymen Ich-Erzähler textanalytisch analysiert und interpretiert. Anschließend findet eine Einordnung der Rollen aller drei Beteiligten
statt, bevor auf den Ausgang der Kurzgeschichte sowie die damit einhergehende Situation des Erzählers eingegangen wird. Das abschließende Fazit beschäftigt sich deutend mit dem Ausgang der Erzählung.

2. Die Dreieckskonstellation
2.1 Sonja
"Sie war überhaupt nicht schön. Sie war in diesem ersten Moment alles andere als schön [...]." Es ist nicht ihr Äußeres, sondern ihre Art, ihn zu faszinieren, die den Ich-Erzähler ab der ersten Begegnung an die Protagonistin Sonja bindet. Sie treffend zu charakterisieren, gelingt ihm jedoch nicht. Bevor die erste Begegnung zwischen beiden geschildert wird, versucht
der Ich-Erzähler retroperspektiv, seine Sicht auf Sonja zu artikulieren. Dass diese Beschreibung in keiner Weise seine tatsächliche Beziehung zu der jungen Frau widerspiegelt, wird im weiteren Verlauf schnell deutlich.

2.2 Verena
Die zweite Frau im Leben des Erzählers "[hat] einen Kirschmund und rabenschwarzes Haar" - Verena. Das schneewittchenhafte Erscheinungsbild der Lebensgefährtin ist konträr zur Beschreibung Sonjas durch den Ich-Erzähler. Durch die mehrfache Erwähnung ihres
Mundes wird das Motiv des körperlichen Begehrens zwischen beiden deutlich.

2.3 Der Mann zwischen zwei Frauen
Nicht nur die Beziehungen, welche der Ich-Erzähler mit beiden Frauen führt, gestalten sich
grundverschieden, sowohl charakterlich als auch äußerlich gleichen sich Sonja und Verena in
keiner Weise. Die beiden Frauen im Leben des Ich-Erzählers repräsentieren zwei entgegengesetzte Frauentypen. Als er sich über Sonja äußert, stellt der Ich-Erzähler die Analogie zum Madonnenbild her: "[...] und ihr Gesicht war so ungewohnt und altmodisch, wie eines dieser Madonnenbilder aus dem 15. Jahrhundert". Obwohl dieser Vergleich an sich positiv konnotiert ist, erscheint der Aspekt dem Erzähler an dieser Stelle negativ. Gleichzeitig macht seine
Äußerung ihre Rolle der femme fragile für die Handlung deutlich, die Sonja repräsentiert.

2.4 Das Ende
Die Entscheidung des Ich-Erzählers für Verena...

3. Fazit
Die Begegnung...
EAN: 9783640742608
Untertitel: Dateigröße in KByte: 443.
Verlag: GRIN Verlag
Erscheinungsdatum: November 2010
Seitenanzahl: 9 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Keiner
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