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Interkulturelles Lernen bei Kontakten von Niederländern mit Deutschen anhand einer statistischen Untersuchung einer Interviewreihe


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Juli 2014

Beschreibung

Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Zwischen den europäischen Nachbarn Niederlande und Deutschland besteht ein reger sozialer Austausch. Dieser Austausch beinhaltet neben positiven auch negative Komponenten. So verweisen viele Studien auf negativ ausgeprägte Vorbehalte zwischen Niederländern und Deutschen. In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Einflüsse eines interkulturellen Kontakts auf Niederländer mit einer Einstellungsänderung gegenüber Deutschen zusammenhängen. Dazu werden sozialwissenschaftliche Konzepte der Migrations-, Lern-, Kategorisierungs- und Gruppentheorie verwendet. Methodisch wird damit versucht, Migration eher geistig und lerntheoretisch zu konzeptionieren und dies anhand unterschiedlicher Formen von interkulturellen Kontakten zu betrachten. Um dies zu untersuchen wurden Interviews mit Niederländern durchgeführt, welche auf verschienene Arten Kontakt mit Deutschen haben. Diese Untersuchung wurde primär quantitativ und sekundär qualitativ ausgewertet. Dabei konnten Gleichmäßigkeiten des interkulturellen Lernens festgestellt werden, welche eher den handlungstheoretischen als den strukturtheoretischen Ansatz bekräftigten. In der Wissenschaft wurde das Thema von interkulturellen Kontakten mit der deutschen Kultur besonders in den 1970ern und 1980ern behandelt, um überwiegend die Prozesse um Südeuropäer zu erfassen, welche als Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Die interkulturelle Erfahrung dieser Migranten war sowohl gekennzeichnet durch die großen räumlichen und kulturellen Differenzen zu ihren Herkunftsländern als auch durch die geringen kulturellen Verständigungsbemühungen, da sowohl die deutsche Politik als auch die Gastarbeiter von einer zeitlich befristeten Angelegenheit ausgingen. Dies führte zu räumlichen Sammlungen der Ausländer nach ethnischen Gesichtspunkten, der Ghettobildung, in welchen sie zumeist resigniert ihre Sprache und Kultur weiter lebten. So gab es im Jahr 1999 (neben unzähligen Transport- und Tourismusereignissen) die folgenden Bewegungen von den Niederlanden nach Deutschland: 15.834 Niederländer pendelten zum Arbeiten nach Deutschland (Landesarbeitsamt Nordrhein-Westfalen, S. 11); 3369 Emigranten (d.h. Personen, die 8 von 12 Monaten in Deutschland lebten) zogen aus den Niederlanden nach Deutschland (vgl. Centraal Bureau voor de Statistiek, S.8); 110519 Niederländer wohnten in Deutschland (Statistisches Bundesamt: Ausländer nach Staatsangehörigkeit von 1986 bis 1999, zugesandte Tabelle ohne weitere Angaben).
Niederländern mit Deutschen. Vor dem Hintergrund einer relativ geringen räumlichen Entfernung in Zusammenhang mit einer breiten Skepsis gegenüber Deutschland scheint es, dass die Motive und Strategien von Niederländern in der deutschen Kultur anders sein könnten als in der Migrationstheorie der 1970er und 1980er angenommen wurde. Vor diesem Hintergrund wird zuerst auf die bisherige Literatur über Interkulturalität zwischen Niederländern und Deutschen eingegangen. Danach wird das Thema in den Sozialwissenschaften verortet. Aus der Literatur und den sozialwissenschaftlichen Theorien werden dann die Hypothesen geformt. Diese Hypothesen werden im nächsten Schritt nach den entsprechenden Fragen des Interviewbogens, den entsprechenden Variablen des Datensatzes und deren Ausprägungen aufgeschlüsselt. Nach einer Vorstellung der Interviewpersonen folgt dann das Ergebnis der statistischen Auswertung, die in dem statistischen Beiheft nachvollzogen werden kann. Die Arbeit schließt dann ab mit einer Besprechung der Ergebnisse der statistischen Auswertung und einem Fazit.

Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
Abkürzungsverzeichnis3
1.Einleitung4
2.Literaturüberblick über interkulturelle Kontakte allgemein und von Niederländern mit Deutschen5
3.Verortung des Themas in den Sozialwissenschaften9
3.1Handlungstheoretische Betrachtung: Personelle und externe Faktoren führen zur Assimilation (Esser)12
3.2Sozialpsychologische Faktoren: Über Lernen (Bandura), Kategorisierungen (Allport) und Intergruppenbeziehungen (Tajfel)16
3.3Aspekte der Theorie der sozialen Integration: Religion als ¿Integrationsbrücke¿ zwischen Person und Umwelt (Friedrichs und Jagozinski)23
3.4Aspekte der Sozialisationsforschung: Das Selbst als Handlungszentrum in den Prozessen um Selbstentwicklung und kulturelle Identität (Krewer und Eckesberger)24
3.5Zusatz zur theoretischen Untersuchung: NS-Zeit25
4.Von den Hypothesen zur Datenmaske26
4.1Assimilation an sich (Hypothesen 1a bis d)26
4.2Personenbezogene Faktoren (Hypothesen 2 a bis d 6 und 7)35
4.3Umweltbezogene Faktoren (Hypothesen 3a bis c, 4, 5 und 8)42
4.4Zu den Variablen56
5.Methode56
6.Über die Dimensionsbreite der Kulturkontakte ¿ Vorstellung der Interviewten58
7.Empirische Bilanz ¿ Auswertungsergebnisse64
Ergebnisse Hypothesen 1a bis d (Assimilation an sich)64
Ergebnisse Hypothesen 2a bis d (Über die Person)67
Ergebnisse Hypothesen 3a bis c (Über die Umwelt)71
Ergebnisse Hypothese 4 (Auswirkung von deutschen und niederländischen Einstellungen auf die Assimilation)74
Ergebnis Hypothese 5 (Auswirkung des Erachtens von Kulturunterschieden auf die Assimilation)75
Ergebnis Hypothese 6 (Auswirkung von Religion auf Assimilation)75
Ergebnis Hypothese 7 (Auswirkung von Rollenkenntnis auf die Assimilation)76
Ergebnis Hypothese 8 (Auswirkung der NS-Zeit auf die Assimilation)76
8.Deutung der Hypothesen77
9.Fazit ¿ Prozesse eines Kulturkontakts80
10.Hypothesenverzeichnis81
11.Abbildungsverzeichnis81
12.Tabellenverzeichnis81
13.Literatur82
EAN: 9783832469306
Untertitel: Eine handlungstheoretische Untersuchung verschiedener Formen der Assimilation. Dateigröße in KByte: 816.
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: Juli 2014
Seitenanzahl: 86 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Keiner
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