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G.F. Barner 42 - Western


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September 2015

Beschreibung

Beschreibung

Bill Morgan sah ihre Hände wie Klauen über den Kolben der Revolver hängen. Link, der Mann mit dem Raubvogelgesicht, kam von rechts auf ihn zu. Grinner, der Schläger und Strolch, der alles tat, was sein Boß ihm sagte, näherte sich von links. Der Boß, Anson Quailes, hielt auf seinem Pferd mitten im Hof. Er war ein häßlicher, dicker Frosch mit einem fetten Bauch, einem schwammigen Gesicht und Wulstlippen. Er war ein Gauner, berüchtigt für seine krummen Geschäfte mit Pferden und Vieh. Quailes kaufte alles, auch wenn der Verkäufer von Rindern oder Pferden niemals der Besitzer der Tiere gewesen war. Bis jetzt hatte man ihm das jedoch nur einmal beweisen können, und der Mann, der das geschafft hatte, war ein Freund der Morgans: Rick Powell, der größte, aber absolut ehrlichste Pferdehändler in Nevada. So jung wie Rick müßte ich sein, dachte der alte Bill Morgan, dann würde ich es wie Rick machen und diese drei Schurken verprügeln. Aber ich bin nicht Rick Powell, ich bin alt und krank. Als Bill mit dem Rücken gegen die Fenz stieß, lachte Grinner höhnisch. Link Stevenson grinste nur. Ihm wäre sonst die dünne Zigarre aus dem Mundwinkel gefallen. »Du verkaufst doch deine elf Pferde, he?« fragte Grinner dann lauernd. »Oder willst du Ärger, Morgan? Könnte verdammt ungesund für dich sein, fürchte ich.« »Er ist doch klug«, quetschte Link an seiner Zigarre vorbei. »Wenn man alt ist, heilen Beulen schlecht. Na Morgan, mein Boß hat dir schon einen anständigen Preis geboten, also sag schon ja, Mann.« »No«, knirschte Bill Morgan. »Schert euch zum Teufel! Runter von meiner Ranch!« »Der wird frech, der alte Narr«, sagte Link. Seine Hand zuckte zum Colt, aber in derselben Sekunde kam der brüllende Knall, und die Kugel fegte ihm den Hut vom Schädel. Das zweite Geschoß jagte vor Grinners Stiefeln in die Erde.

Portrait

G.F. Barner ist ein Pseudonym des Autors Georg Friedrich Basner (1928-2002). Nach dem Krieg begann er, Kurzgeschichten für Zeitschriften zu schreiben, als er seinen früheren Deutschlehrer traf, der ihm auf seine Klagen über die kärglichen Honorare sagte: "Damit können Sie nie richtig Geld verdienen; Sie müssen schreiben: 'Einer schießt und zehn fallen um!' Das verkauft sich immer!"

Damit war die Entscheidung gefallen. Basner wurde zum Autor von Unterhaltungsromanen: Insgesamt über 1.000 an der Zahl sind erschienen, zum Teil in vielfachen Auflagen. In der Hauptsache waren es Western, die Basner bekannt gemacht hatten und die er unter einer ganzen Reihe von Pseudonymen veröffentlicht hatte. Einige davon sind: G.F. Barner, Jonny Ringo, G.F. Waco, G.F. Wego und Howard Duff. Für seine große Fangemeinde erschienen und erscheinen seine Romane seit Jahren ausschließlich beim Martin Kelter Verlag in Hamburg.

Basners Vorbild beim Schreiben war einmal Karl May, aber auch Friedrich Gerstäcker. Doch bald entwickelte er seinen eigenen Stil der Darstellung. Das Lokalkolorit in seinen Romanen stimmt, schließlich war er oft genug 'drüben'. Und was die Erinnerung nicht mehr hergibt, das fand er in seinem überquellenden Archiv. Er mochte sich nicht mit anderen Autoren vergleichen. Seine Meinung: "Wo ich einzuordnen bin, überlasse ich meinen Lesern. Grundsätzlich: Mein Schreiben macht mir immer noch Spaß."

Der Autor verstarb 2002 in Detmold.
EAN: 9783959791779
Untertitel: Wildpferdjäger Rick Powell.
Verlag: Martin Kelter Verlag
Erscheinungsdatum: September 2015
Seitenanzahl: 64 Seiten
Format: epub eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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