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G.F. Barner 1 - Western


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November 2014

Beschreibung

Beschreibung

Tote, dachte Dillon, spüren nichts. Nur die Lebenden haben Angst. Charly hat auch Angst, eine hündische Angst. Dabei habe ich es ihm zehnmal erklärt, daß Tote nicht beißen und der sicherste Platz der Welt um Mitternacht auf einem Friedhof ist. Wenn die Mitternachtsstunde schlägt, geht kein Mensch auf oder über einen Friedhof. Charly stöhnte, die Schaufel knirschte, als sie in die Kieserde des Grabes von Juan Montenero fuhr. Seltsame Gräber hatten sie, die alten Mexikaner, denen Colorado einmal gehört hatte, ehe es an die USA gefallen war. Hügel aus dicken Steinen, am Kopfende eine Granit- oder Marmorplatte mit dem Namen und den Daten. Die Gräber waren so alt, daß die Namen auf den Kopfplatten kaum noch zu lesen waren. Die in den Gräbern lagen, waren schon lange tot, manche über sechzig Jahre. Juan Montero war erst neununddreißig Jahre tot und ausgerechnet an einem Weihnachtstag gestorben. »Schöne Weihnacht«, sagte Mort Dillon. »Muß das eine schöne Weihnacht für seine Leute gewesen sein...« »Was?« fragte Charly Dillon und grub nicht weiter, sondern stieß die Schaufel nur noch einmal in die Kies­erde des alten Friedhofes von Aguilar. Er starrte seinen älteren Bruder an. »Was sagtest du?«»Nichts«, antwortete Mort finster. Er sprach jetzt so, wie man es bei seinem Aussehen erwarten mochte, denn er wirkte finster - er war es im Grunde auch. »Mach weiter, du mußt sie gleich haben!« »Sie werden uns noch holen«, stammelte Charly mit zuckenden Lippen und jener tierischen Angst in den Augen, die ein Merkmal der nicht gerade logisch und klug denkenden Leute war. »Eines Tages steigen sie aus ihren Gräbern und holen uns, weil wir ihnen nicht ihre Ruhe lassen.« »Hör auf, ehe du richtig anfängst!« zischte Mort Dillon böse. »Das kommt davon, wenn man als Kind von einem bockenden Esel fällt und dabei auf dem Kopf landet.

Portrait

G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie "U. S. Marines" und "Dominique", beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.
EAN: 9783863774905
Untertitel: Zwei Outlaws fahren zur Hölle.
Verlag: Martin Kelter Verlag
Erscheinungsdatum: November 2014
Seitenanzahl: 64 Seiten
Format: epub eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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