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G.F. Barner 10 - Western


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Januar 2015

Beschreibung

Beschreibung

David Jericho setzte seine Perinet-Posaune an die Lippen. Dabei blickte er über die Menge in der kleinen Kirche von Jerome in Arizona hinweg und sah die Bewohner dieser Stadt, soweit sie an diesem Sonntag zur Kirche gekommen waren. Er sah Ben Ritchie, den Schnapshersteller, und Alan Price, der den Fusel dann in seinem Saloon verkaufte. Er sah Josh Granger, den Kirchenvorsteher, Adam Harris, den Fleischer, den Sattler Hank Davis und dessen hübsche Frau Eve, und er sah schließlich die ehrbare Witwe Amy Carlton, Vorsitzende der Anti-Alkohol-Union von Jerome. Danach glitt David Jerichos Blick über die erste Bank, in der Masterson Douglas saß, vormals Major, dann Lehrer und nun Pensionär. Der Mann David Jericho, den sie Jericho nannten, weil irgendwer einmal gesagt hatte, er könne mit seiner Posaune Mauern umblasen wie jene einstmals in Jericho, lächelte dünn. Dann sah er sich nach dem Harmonium um, an dem in aller Lieblichkeit und Anmut Masterson Douglas' Tochter Ireen blond und schlank saß, um den Einsatz zu geben, damit Jericho in seine Posaune blasen konnte. Schließlich entdeckte er Mary Maloney, die rundliche, gemütliche Witwe, die ihm seinen Haushalt besorgte. Sie hatte den Sonntagsbraten im Stich gelassen, um ihren Mister David Posaune blasen zu hören. Sie stand an der Tür und nickte ihm zu. Es war schön still in der Kirche. Die Leute hielten den Atem an wie dieses ganze Nest Jerome an diesem schönen Frühlingstag. David Jerichos letzter Blick ging zum Fenster hinaus, ehe er Ireen ansah, die er liebte und die wahrscheinlich auch eine ganze Menge Gefühl für ihn übrig hatte. Er sah aus dem Fenster und dachte, daß heute ein wirklich schöner Tag sei. Es war kein schöner Tag, nur wußte er das noch nicht. Er hatte keine Ahnung, daß in genau zehn Minuten die Hölle los sein und ausgerechnet er inmitten dieser Hölle stecken sollte.

Portrait

G.F. Barner ist ein Pseudonym des Autors Georg Friedrich Basner (1928-2002). Nach dem Krieg begann er, Kurzgeschichten für Zeitschriften zu schreiben, als er seinen früheren Deutschlehrer traf, der ihm auf seine Klagen über die kärglichen Honorare sagte: "Damit können Sie nie richtig Geld verdienen; Sie müssen schreiben: 'Einer schießt und zehn fallen um!' Das verkauft sich immer!"

Damit war die Entscheidung gefallen. Basner wurde zum Autor von Unterhaltungsromanen: Insgesamt über 1.000 an der Zahl sind erschienen, zum Teil in vielfachen Auflagen. In der Hauptsache waren es Western, die Basner bekannt gemacht hatten und die er unter einer ganzen Reihe von Pseudonymen veröffentlicht hatte. Einige davon sind: G.F. Barner, Jonny Ringo, G.F. Waco, G.F. Wego und Howard Duff. Für seine große Fangemeinde erschienen und erscheinen seine Romane seit Jahren ausschließlich beim Martin Kelter Verlag in Hamburg.

Basners Vorbild beim Schreiben war einmal Karl May, aber auch Friedrich Gerstäcker. Doch bald entwickelte er seinen eigenen Stil der Darstellung. Das Lokalkolorit in seinen Romanen stimmt, schließlich war er oft genug 'drüben'. Und was die Erinnerung nicht mehr hergibt, das fand er in seinem überquellenden Archiv. Er mochte sich nicht mit anderen Autoren vergleichen. Seine Meinung: "Wo ich einzuordnen bin, überlasse ich meinen Lesern. Grundsätzlich: Mein Schreiben macht mir immer noch Spaß."

Der Autor verstarb 2002 in Detmold.
EAN: 9783863775018
Untertitel: Ohne Posaune bist du verloren, Jericho.
Verlag: Martin Kelter Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2015
Seitenanzahl: 64 Seiten
Format: epub eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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