HUDU

Een Schnäpperkin löst de Zunge


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August 2011

Beschreibung

Beschreibung

In einer typischen Alt-Berliner Kneipe treffen sich jeden Mittwoch vier Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Hotte ist Witwer, Jünne geschieden, Helmut verheiratet und der ewige Junggeselle Manne lässt es sich im Hotel Mama gut gehen. Was sie verbindet, ist die Liebe zu ihrer Geburtsstadt Berlin und besonders zum Stadtteil Wedding, in dem sie aufgewachsen sind und wo sie alle noch wohnen.

In gelöster Stimmung diskutieren die vier über Gott und die Welt und geben unermüdlich Berliner Sprüche, Redewendungen und Weisheiten von sich. Übertroffen werden sie in dieser Hinsicht einzig von den beiden Wirtsleuten Erna und Erwin, die immer einen lockeren Spruch auf den Lippen haben. Dabei erfährt der Leser allerlei Wissenswertes über den Wedding gestern und heute. So gibt es kleine Abhandlungen über die Bernauer Straße, die "Elektrische", die ehemaligen Kinos, den Humboldthain, die Rehberge, die Warenhäuser, Alt-Berliner Sitten und Gebräuche und vieles mehr.

Begeben Sie sich auf eine vergnügliche Zeitreise und lassen Sie sich vom Berliner Humor gefangen nehmen, der durchaus wehmütige Untertöne haben kann, aber immer frech, bisweilen sogar etwas respektlos, aber nie wirklich böse gemeint ist. Genießen Sie informative Unterhaltung rund um den Berliner Dialekt und dessen Ursprünge zum Kennenlernen, Schmunzeln und Erinnern.

Innenansichten

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Portrait

Als typisches Kind der fünfziger Jahre galt Dietrich Novaks Interesse schon immer dem Film, den schönen Künsten und seiner Heimatstadt Berlin. Sein Interesse für Film und Theater und die entsprechenden Kontakte ermöglichten ihm in reiferen Jahren, sich einen Traum zu erfüllen und selbst als Schauspieler auf der Bühne zu stehen. Schon bald schrieb er eigene Theaterstücke, die allesamt zur Aufführung kamen. Nebenher verfasste er Romane und Drehbücher, in denen er seiner Fantasie freien Lauf lassen konnte. Heute konzentriert er sich hauptsächlich auf das Schreiben. Er beschäftigt sich auch gerne mit der jüngsten Vergangenheit und hält mitunter einen nostalgischen Rückblick auch auf das eigene Leben. Seine Liebe gilt den fünfziger Jahren mit ihrem Wirtschaftswunder. Als Maler kann er auf diverse erfolgreiche Einzel- und Gruppenausstellungen zurückblicken.

Leseprobe

"Wat darf ick euch bringen?", fragte er in breitem Berliner Jargon. "Manne 'nen Hellet und Jünne 'ne Hörnerbrause?" Womit er nichts anderes als ein Bockbier meinte.
Als die beiden Männer nickten, setzte Erwin noch einen drauf. "Et jibt frische Bremsklötzer, jarantiert nich' von't Pferd. Die hat meene Olle eijenhändich unter
meene Uffsicht jebrat'n. Wat Feinet, sach ick euch."
"Aber nur, wenn ick dazu nich' in euern Nichtraucherraum
umzieh'n muss. Hier, wo jepafft wird, darf seit Neuestem nischt mehr verzehrt werden, oder?"
Erwin winkte ab. "Siehste hier een von't Ordnungsamt? Ick nich'. Und wenn eener kommt, lassta die Dinga unter'n Tisch fallen, mitsamt de Teller, kapiert? Also, wer will noch mal, wer hat noch nich'?"
"Jut, jib mir zwee mit Brot", sagte Jünne.
"Und mir zwee mit Salat, Kartoffelsalat, keen Jrünen", meldete sich Hotte.
"Jrün jibt's bei mir nich'", antwortete Erwin trocken.
"Weder politisch noch inne Küche. Ick sach ja imma, Salat is' wat for Karnick'l."
Alle lachten und Erwin zog ab in Richtung Küche. Manne war gar nicht dazu gekommen, auch eine Boulette zu bestellen, nahm sich aber vor, das nachzuholen,
wenn Erwin das nächste Mal vorbeikommen würde. Wenig später brachte Erwin das frisch gezapfte Bier an den Tisch und kurz darauf die Bouletten auf Untertassen.
"Kleenere Teller haste wohl nich' jefunden, wa?",
sagte Hotte frei heraus. "Ick hättse da ja uff'n Silbatablett serviert, nur kannste
det nich' so schnell verschwinden lassen. Et sei denn du setzt da druff. Außerdem macht det so'n Gong, wennet runtafällt, nich' dass alle denken, du willst 'ne
Lokalrunde schmeißen", blieb Erwin keine Antwort
schuldig.
EAN: 9783943018233
Untertitel: Vergnügliches vom Stammtisch. Dateigröße in MByte: 6.
Verlag: hnb-verlag
Erscheinungsdatum: August 2011
Seitenanzahl: 110 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Keiner
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