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Novum Records: Von der Kunst, ein eigenes Label zu gründen

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Juli 2014

Beschreibung

Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Gäbe es keine Töne, gäbe es keine Musik, gäbe es keine Tonträger zur Speicherung dieser. Viele Künstler und Musikbegeisterte träumen von der eigenen Plattenfirma, einem Label, unter dem sie Musik, ihre eigene oder die von anderen Musikern auf Tonträger produzieren und vermarkten können. Bei unserer anfänglichen Internetrecherche ist uns aufgefallen, dass in beinahe jedem Musikforum die Frage: ¿Wie gründe ich denn nun ein Label?¿ mehrfach vertreten war. Die Antwort von erfahrenen Kennern aus der Musikwirtschaft war für die Fragenden oft keine Hilfe, für uns auch nicht. Wir standen anfänglich vor demselben Problem. Die Hoffnung, ein Geheimrezept zu finden, haben wir aber schnell aufgegeben, und unser eigenes Rezept kreiert.
Denn wie wir feststellen mussten, reicht es nicht, eine Plattenfirma gründen zu wollen, es ist wichtig, sie so auszurichten, dass sie am Markt überlebt und die gewünschten Erfolge einbringt. Die Produktion und Vermarktung von Tonträgern ist das Hauptaufgabenfeld der meisten Plattenfirmen. Das Ziel ist es, das Produkt Tonträger am Markt zur Verfügung zu stellen, es in hinreichendem Maße abzusetzen und damit Profit zu vereinnahmen. Denn schließlich ist es nicht nur für einen Künstler das Schönste von seiner Kunst zu leben, sondern auch die Plattenfirmen profitieren in hohem Maße von erfolgreichen Künstlern, ideell als auch materiell.
Unsere heutige Zeit ist sehr schnelllebig. Neue Technologien werden rapide angepasst, neue Erfindungen werden in Sekunden entwickelt und vor allem schreitet die Digitalisierung immens voran. Bezogen auf die Musikwirtschaft, insbesondere die Musikindustrie bedeutet dies, dass ein Musikstück mittlerweile digital auf einem Tonträger gespeichert werden kann. Die Ton- und Klangqualität hat im Vergleich zu den Anfängen der Speicherung von Musik auf einer Schallplatte stetig zugenommen. Auch das Erstellen von Musikproduktionen wird immer einfacher. Der Aufwand für die Schaffung eines Produktionsstudios wird immer geringer und preiswerter. Selbst der Hobbymusiker an seinem heimischen Computer kann mittlerweile ohne große Investitionen Samples arrangieren und Musikstücke produzieren. Durch die digitalen Strukturen ist es heutzutage nicht nur einfacher Musik zu erstellen, sondern auch an Musik zu gelangen und das passiert leider oft auf illegalem Weg.
Die schwarze Flagge mit knochengekreuztem Totenkopf hat die Fronten gewechselt. Auf der Eroberung nach urheberrechtlichen Bild- und Tonmaterialien trägt heute fast jeder eine Augenklappe ¿ die neumodische Piraterie ist zum Volkssport geworden. Der Musikpirat liebt raubkopierte Tonträger in seiner Hosentasche, sein Heimbüro mit Computer und Internetzugang sowie seine Hand an der Maus, mit der er seinen kulturellen Bedürfnissen nachgeht. Profitabel ist dies nur für den Piraten, da er sein Material kostenlos erhält. Die Kreationen der Urheber und Hersteller werden dabei nicht honoriert. Diese Rechtsverstöße führten in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit zu sehr hohen Umsatzeinbußen in der Musikwirtschaft. Allein Deutschland verzeichnete im Jahr 2002 einen Umsatzverlust von 11,3 Prozent zum Vorjahr, Spanien sogar 23 Prozent.
Die Musikindustrie in Deutschland ist eine Oligopolindustrie, die zu 75 Prozent von fünf internationalen Majorkonzernen vereinnahmt wird. Daraus ergibt sich, dass diese Umsatzeinbußen größtenteils den Majors zu Lasten fallen, da sie mit ihren vielen Editionen und einem großen Musikrepertoire auch die größte Angriffsfläche besitzen. International populäre Musik wird im Internet auch international populär raubkopiert. Die kleinen unabhängigen Plattenfirmen, denen die restlichen 25 Prozent der vereinnahmten Musikindustrie zuzurechnen sind, beschränken sich musikalisch gesehen eher auf Marktsegmente und sichern damit ihre Stellung am Markt. Jedes Label, das sich neu gründet und am Markt etabliert, ist immer ein Independent, ein kleine unabhängige Plattenfirma, ideell nach einer speziellen Musikrichtung zielend oder einfach aufgrund seiner Größe und seines Umsatzvolumens.
Themenstellung und Zielsetzung. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, durch die Analyse von Spielregeln der Musikwirtschaft die Basis für die Gründung eines unabhängigen Musiklabels zu schaffen. Also die schon erwähnten Rahmenbedingungen zur erfolgreichen Durchsetzung als Akteur auf der Bühne des Musikmarktes darzulegen.
Das Thema fundiert auf dem Wunsch der Etablierung eines Labels durch die AMAK AG in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mittweida (FH). Es sind optimale Voraussetzungen, sowohl technisch, als auch personell vorhanden. Viele mediale Projekte haben in Mittweida bereits Geschichte geschrieben und wurden größtenteils unter dem Namen NOVUM zusammengefasst. Deshalb bietet es sich an, diese bereits gebrandete Marke um den Zweck des Labels mit der Bezeichnung ¿Records¿ zu erweitern.
Die vorliegende Arbeit dient als Basis für ein Modell eines wirtschaftlich zu gründenden Unternehmens, das als Bindeglied zwischen Lehrprojekten, privaten Produktionen und dem öffentlichen Musikmarkt fungieren soll. Gliederung. Thematisch haben wir die Abhandlung in zwei Teile gesplittet. Der erste Part gibt einen Überblick über die Musikindustrie, der zweite Part stützt sich auf die Erkenntnisse aus dem ersten Part und erläutert die Rahmenbedingungen für die Gründung des Musiklabels ¿NOVUM Records¿.
Part I ¿: NOVUM Records : Die Bühne der Musikwirtschaft¿ besteht aus fünf Kapiteln, die in ihrer Gesamtheit eine theoretische Abhandlung der wichtigsten Bestandteile der Musikindustrie darstellen. Angefangen von der Darlegung geschichtlicher Daten und generellen Definitionen in der Musikindustrie wird im Kapitel 1 auch die Stellung der Musik in der Gesellschaft näher erläutert. Musik würde ohne die Industrie immer noch ein lokal beschränktes Gefühlserlebnis sein. Wie der Herd der Wertschöpfung von Musik und für Musik innerhalb der Industrie aufgebaut ist, erklärt Kapitel 2. Auf die Unterschiede zwischen Majors und Independent Companies sowie deren wirtschaftlichen Strukturen wird im Kapitel 3 näher eingegangen. Mit der weltweiten Verbreitung von Musik und dem heutigen technischen Standard wuchsen auch die Verwertungen der Musik durch herkömmliche kommerzielle Wege im Handel und später durch technische Verbreitung im Internet. Was dabei bedacht werden muss und wer Rechte hat oder diese verwerten darf, macht einen großen Bestandteil der heutigen Musikindustrie und unseres vierten Kapitels aus. Welche Musik und in welchem Maße Musik verkauft, gehört und von wem vertreten wird, ist in einer Analyse der derzeitigen Marktsituation im fünften Kapitel zusammengefasst. Bei dieser Aufstellung ist deutlich zu erkennen, welchen Stellenwert nationale und lokale Produktionen haben.
Praktisch vertiefend wenden wir uns im Anschluss dem Part II ¿: NOVUM Records : Das Modell des eigenen Labels¿ zu. Es werden alle Bedingungen zur Gründung des Labels NOVUM Records dargelegt. Mit den Voraussetzungen im Kapitel 1 werden die Beweggründe und die Zusammenhänge der Kooperationspartner erklärt. Angelehnt an ein Unternehmenskonzept werden im Kapitel 2 die Punkte einer Geschäftsgründung bezüglich der Marktabsichten beleuchtet. Im Kapitel 3 folgen die Formalitäten einer Labelgründung und die Aussichten auf das laufende Geschäft.
Der Finanzplan im Kapitel 4 gibt einen Überblick über aufkommende Kosten. Dieser Plan beweist sich für die Unternehmensgründer als sehr wertvoll in der Aussage über die Refinanzierung des Vorhabens. Zur sofortigen Durchsetzung sind der Arbeit im Kapitel 5 ¿Die Anhänge¿ die benötigten Formulare zur Anmeldung bei Verwertungsgesellschaften und der Industrie- und Handelskammer beigefügt. Damit steht einer erfolgreichen Gründung nichts mehr im Wege. Thematische Eingrenzung. Da die Musikwirtschaft ein überaus komplexes Gebilde ist, haben wir uns im Part I, dem Theorieteil, auf die für uns entscheidenden Faktoren beschränkt. Bei der Marktanalyse liegt unser Schwerpunkt auf den reellen Umsatz- und Absatzzahlen. Wir haben dabei die Folgen, die durch die Tonträgerpiraterie entstanden sind, nur bedingt beleuchtet, um die Arbeit im angemessenen Rahmen zu halten.
Des Weiteren haben wir uns entschlossen, in die Themengebiete Handel und Vertrieb nur einen kleinen Überblick zu geben. Der eigentliche Hintergrund unserer Entscheidung basiert auf der Tatsache, dass sich das zu gründende Label vorerst nur auf Auftragsproduktionen konzentrieren wird, bei denen der Vertrieb der Tonträger von den Künstlern größtenteils in Eigenregie durchgeführt wird und eine eigene Vertriebsstruktur seitens des Labels noch nicht von Nöten bzw. einfach zu handhaben ist. Eine Abwicklung des kompletten Vertriebes einer Produktion bedarf eindeutigen zielgruppengerechten Recherchen bezüglich der produzierten Musik, die Grundlage für ein spezielles Vertriebskonzept bilden und für die Weiterentwicklung des Labels unabkömmlich sind. Auch im Part II der Arbeit mussten wir inhaltliche Einschränkungen treffen. Gerade im Bereich des Marketing und des Vertriebes sind unsere Erkenntnisse lediglich als Rahmen zu sehen, da ein separater Marketing sowie Vertriebsplan jeweils den Projektaufträgen zugeschnitten werden muss.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist der Einblick in den anfallenden Kostenrahmen für die Finanzierung des Unternehmens eingeschränkt. Die von uns benutzten Plandaten sind teilweise abhängig, teilweise unabhängig von NOVUM Records gewählt, um dieses zu gewähren.

Inhaltsverzeichnis:
Die Einleitung4
PART I:Die Bühne der Musikwirtschaft
Der Inhalt2
Die Abbildungen6
1.Die Musik7
2.Die Musikindustrie24
3.Die Geschäfte einer Plattenfirma34
4.Die Tonträgerverwertung50
5.Der Musikmarkt ¿ Situationsanalyse92
PART II:Das Modell des eigenen Labels
Der Inhalt2
Die Abbildungen4
Die Anhänge5
1.Die Voraussetzungen7
2.Das Geschäftssystem12
3.Die Geschäftsgründung50
4.Die Finanzierung (inklusive eines vollständigen Finanzplans)68
5.Die Anhänge74
Das Fazit10
Die Adressen12
Die Literatur15
Das Danke21
Die Selbstständigkeitserklärung22
EAN: 9783832477264
Untertitel: Dateigröße in MByte: 2.
Verlag: Diplom.de
Erscheinungsdatum: Juli 2014
Seitenanzahl: 335 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Keiner
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