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Das Lager als Schlafplatz des Kapitals

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November 2008

Beschreibung

Beschreibung

Viele Unternehmen befinden sich in der heutigen Zeit in einer schwierigen Lage. Sinkende Zahlungsmoral, stark schwankende Kapazitätsauslastung, steigende Gemeinkosten und wachsende Lagerbestände sind Gegebenheiten mit denen sie heute leben müssen. Verbunden mit einem zunehmenden Konkurrenzdruck und dem Wunsch des Vertriebs Umsatz auf breitestem Artikelsortiment durchzuführen, kommt erschwerend hinzu, dass die Lebenszyklen der Erzeugnisse und die Liefertermine immer kurzfristiger werden und die Lieferanten, Kunden bzw. Abnehmer immer weniger bereit sind eine eigene Vorratshaltung zu führen. Da viele Unternehmen eine geringe Eigenkapitalquote aufweisen, kann dies alles zu einer existenzbedrohlichen Finanzkrise führen, die nur durch die richtigen vorausschauenden kurz-, bzw. viel wichtiger langfristigen, wirksamen Entscheidungen vermieden wird. Die Güterbestände in einem Lager stellen in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung dar. Ruhende Güter in einem Lager bedeuten meist eine hohe Kapitalbindung im Umlaufvermögen und damit Kosten, die letztlich das Produkt über den Preis tragen muss und somit die Wettbewerbssituation des Unternehmens verschlechtern können. Diese Wirkung verstärkt sich mit zunehmenden Lagerbestand und ineffizient eingesetzter Fördertechnik im Lagerbereich und kann letztendlich zu einer vollkommenen Legalisierung der Herstellungsmarge bzw. des Herstellungsgewinns führen. Damit wird deutlich, dass das Management von Beständen ein geeigneter Hebel sowohl zur Kostensenkung als auch zur nachhaltigen Ergebnis- und Leistungsverbesserung der Unternehmen sein kann. Im Rahmen dieser Arbeit wird zuerst die Bedeutung von Beständen sowie deren Einflussfaktoren erörtert. Anschließend werden nach der Vorstellung von Klassifizierungsmethoden von Beständen verschiedene Methoden und Instrumente zur verbesserten Vorgehensweise im Bestands- und Beschaffungsmanagement vorgestellt. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Materialflusssteuerung nach Kanban. Nach einem Überblick über die Lagerorganisation und Lagersysteme werden abschließend Methoden aufgezeigt, um die Zielsetzung, Reduzierung von Beständen, zu erreichen.

Inhaltsverzeichnis

1;Das Lager als Schlafplatzdes Kapitals Probleme und Chancen der Lagerpolitik;1 1.1;Vorwort;3 1.2;Inhaltsverzeichnis;5 1.3;1. Bedeutung der Bestände für Unternehmen;8 1.3.1;1.1 Bestandsarten;8 1.3.2;1.2 Funktionen von Beständen;10 1.3.3;1.3 Einflussgrößen von Beständen;13 1.3.4;1.4 Bestände als Kostenfaktor;15 1.3.5;1.5 Auswirkungen der Bestände auf den Unternehmenserfolg;17 1.4;2. Bestandsmanagement;18 1.4.1;2.1 Klassifizierung von Beständen zur Bestimmung von Strategien;18 1.4.1.1;2.1.1 ABC-Analyse;18 1.4.1.2;2.1.2 XYZ-Analye;21 1.4.1.3;2.1.3 Verfahren des kritischen Wertes;22 1.4.1.4;2.1.4 GKM-Analyse;23 1.4.1.5;2.1.5 Kombinierte Anwendung;23 1.4.2;2.2 Ziele des Bestandsmanagement;24 1.4.3;2.3 Bestandsziele im Spannungsfeld von Bereichsinteressen;24 1.4.4;2.4 Bestände verdecken Probleme;26 1.4.5;2.5 Ganzheitliche Sicht prozessorientiertes Bestandsmanagement;27 1.5;3. Bestandsplanung;30 1.5.1;3.1 Bedarfsplanung;30 1.5.2;3.2 Bestandssteuerung;31 1.5.2.1;3.2.1 Bestellmengenplanung;31 1.5.2.2;3.2.2 Zeitplanung;34 1.5.2.3;3.2.3 Ausgewählte Bestellverfahren;36 1.5.3;3.3 Planung der Sicherheitsbestände;37 1.5.3.1;3.3.1 Wiederbeschaffungszeit;38 1.5.3.2;3.3.2 Prognosefehler;39 1.5.3.3;3.3.3 Lieferbereitschaftsgrad;39 1.5.3.4;3.3.4 Anzahl der Lager;40 1.5.4;3.4 Bestandskontrolle;41 1.6;4. Beschaffungsmanagement;41 1.6.1;4.1 Lieferantenmanagement und Beschaffungsstrategien;41 1.6.2;4.2 Modular Sourcing;42 1.6.3;4.3 Just-in-time (JIT);43 1.6.4;4.4 Just in Sequence (JIS);44 1.7;5. Materialflusssteuerung nach Kanban;45 1.7.1;5.1 Zielsetzung von Kanban;45 1.7.2;5.2 Funktionsweise von Kanban;46 1.7.3;5.3 Voraussetzung für ein erfolgreiches Kanban;47 1.8;6. Lagermanagement;50 1.8.1;6.1 Lagerorganisation;51 1.8.2;6.2 Lagereinteilung;51 1.8.2.1;6.2.1 Nach der Lagerplatzzuordnung;52 1.8.2.2;6.2.2 Nach dem Zentralisierungsgrad;53 1.8.2.3;6.2.3 Nach Freilager, starre Lager und Fliesslager;54 1.8.2.4;6.2.4 Nach Eigenlager und Fremdlager;55 1.8.2.5;6.2.5 Nach der Lagertechnik und Bauwe
ise des Lagers;55 1.8.3;6.3 Auswahl des geeigneten Lagersystems;58 1.8.4;6.4 Gestaltung des Wareneingangs;59 1.8.5;6.5 Optische und elektronische Warenerfassungssysteme;60 1.8.6;6.6 Innerbetrieblicher Materialtransport;61 1.8.7;6.7 Kommissioniersysteme;63 1.8.8;6.8 Lagerkennzahlen;65 1.9;7. Ansatzpunkte zur Bestandsreduzierung;67 1.9.1;7.1 Durchlaufzeitverkürzung;67 1.9.2;7.2 Berücksichtigung allgemeiner Dispositionsregeln;68 1.9.3;7.3 Der Disponent wird Beschaffer;68 1.9.4;7.4 Reduzierung der Dispositionsebenen;69 1.9.5;7.5 Überlegung nach welchem Arbeitsgang gelagert werden soll;69 1.9.6;7.6 Reduzierung der Artikelvielfalt und Abverkauf des Bodensatzes;70 1.9.7;7.7 Einsatz der Wertanalyse bezüglich Eigenherstellung oder Fremdbezug;71 1.9.8;7.8 Verbesserte Ersatzteilestrategie;72 1.9.9;7.9 Einführung ausgereifter Produkte;72 1.9.10;7.10 Disponieren nach Reichweite;73 1.9.11;7.11 Restmengenmeldung für A- und B-Teile;73 1.9.12;7.12 Verpackungsgestaltung und Verpackungsabsprachen;73 1.9.13;7.13 Einrichten von Bauhaus-/Regalserviceverfahren;74 1.9.14;7.14 Einführung eines motivierenden Entlohnungssystems;75 1.10;8. Zusammenfassung;76 1.11;Literaturverzeichnis;77 1.12;Tabellenverzeichnis;78


Portrait

Christoph Ottwaska, nebenberufliches Studium an der Fachhochschule Nordhessen, Abschluss 2008 als Diplom-Betriebswirt (FH). Derzeit tätig als Auditor im Bereich Internal Audit.

Leseprobe

Kap. 2.2 Ziele des Bestandsmanagement

Erstes Ziel des Bestandsmanagements ist die Versorgung der einzelnen Bedarfsträgermit dem benötigten Material bzw. die Minimierung von Fehlmengenkosten.Das zweite Ziel ist die Minimierung der Bestandskosten. Diese beiden Ziele verhaltensich aber entsprechend dem „Trade-off“ zwischen Bestands- und Fehlmengenkostengegenläufig22. Vom Bestandsmanagement ist dabei zu berücksichtigen, dass sichsowohl Bestands- als auch Fehlmengenkosten nicht vollständig vermeiden lassen. EineBestands- und damit Kostenreduktion in einem Unternehmensbereich kann zuFehlmengenkosten in einem anderen Unternehmensbereich führen. Somit darf dasBestandsmanagement nicht nur als Teilbereich einer betrieblichen Grundfunktion wieetwa Einkauf, Produktion, Vertrieb aufgefasst werden, sondern ist als Teil der Logistikzu verstehen und auf allen Unternehmensbereichen entlang der Wertschöpfungskette, indenen Bestände eine Rolle spielen, integriert zu betrachten.Die Aufgabe ist somit, die notwendige Versorgungssicherheit mit den dafür minimalenBeständen durch einen funktionsübergreifenden Optimierungsansatz sicherzustellen.Somit ergibt sich ein drittes Ziel des Bestandsmanagements: Die Koordination allerTeilbereiche eines Unternehmens und des Interessensausgleichs zwischen diesenBereichen, um eine ganzheitliche Planung und Kontrolle von Beständen zu erreichen


EAN: 9783836616683
Untertitel: Probleme und Chancen der Lagerpolitik. Dateigröße in KByte: 655.
Verlag: Diplomica Verlag
Erscheinungsdatum: November 2008
Seitenanzahl: 86 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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