HUDU

Familienrecht für Steuerberater


€ 19,99
 
pdf eBook
Sofort lieferbar (Download)
Oktober 2007

Beschreibung

Beschreibung

Das Werk erläutert alle Phasen der familiären Beziehung und stellt neben dem materiellen Recht stets die steuerlich vorteilhaften Regelungen dar. Zahlreiche Beraterhinweise, Checklisten und Verträge helfen in der täglichen Praxis, um einen schnellen und fundierten Einblick in die Handlungsmöglichkeiten zu erhalten.

Inhaltsverzeichnis

Eheliche und nichteheliche Lebensgemeinschaft

Steuerliche Auswirkungen der Ehe

Trennung und Scheidung

Scheidungsvereinbarungen

Zugewinn und Gütergemeinschaft

Unterhalts- und Versorgungsvereinbarungen

Verträge unter Ehegatten

Innenansichten

Portrait

Burkhart Meichsner hat langjährige Erfahrungen als Fachanwalt für Familienrecht und Mediator. Stefan Arndt ist Fachanwalt für Steuerrecht und Steuerberater. Zahlreiche Veröffentlichungen machen die Autoren zu ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet.

Leseprobe

§ 5 Unterhalt (S. 80-81)
A. Grundlagen
I. Geltendes Recht
Das Unterhaltsrecht stellt in der familienrechtlichen Praxis einen deutlichen Schwerpunkt dar, weil der Unterhalt sowohl für den Unterhaltspflichtigen als auch für den Unterhaltsberechtigten die finanzielle Lebensgrundlage berührt und beispielsweise nach Trennung oder Scheidung der Eheleute für diese elementare Bedeutung hat im Hinblick auf die finanziellen Möglichkeiten ihrer zukünftigen Lebensplanung. Da Unterhaltsverpflichtungen sich als fortlaufende Verpflichtungen darstellen, wird die Regelung der Unterhaltsfrage zwischen Eheleuten oft auch durch die emotionale Seite der Auseinandersetzung deutlich mitgeprägt. Der Grundsatz, wie er sich aus § 1569 BGB ergibt, dass ein Ehegatte nach der Scheidung (nur) Unterhalt von dem anderen Ehegatten verlangen kann, wenn er „nicht selbst für seinen Unterhalt sorgen kann", bedeutet in der Praxis nicht etwa, dass nach Scheidung einer Ehe Unterhaltsansprüche der Ehegatten die Ausnahme darstellen. Überspitzt könnte man sagen, dass fast das Gegenteil der Fall ist. Ein wichtiges Ziel des neuen Unterhaltsrechts ist es, dies zu ändern und die Verpflichtung zur Eigenverantwortlichkeit des Unterhaltsberechtigten zu erhöhen. Ob und inwieweit dieses Ziel in der zukünftigen Rechtsprechung verwirklicht wird, bleibt abzuwarten.

Beraterhinweis:
Für den Praktiker ist das Unterhaltsrecht gekennzeichnet durch eine sehr umfangreiche und differenzierende Rechtsprechung, teilweise auch unterschiedlich gehandhabt durch die verschiedenen Oberlandesgerichte. Eine gewisse Vereinheitlichung der Rechtsprechung ist durch die so genannten Leitlinien der einzelnen Oberlandesgerichte, die als Berufungs- und Beschwerdeinstanz im Familienrecht zuständi
g sind, erfolgt.Formal beinhalten diese Leitlinien nur Hinweise auf die Rechtsanwendung durch das entsprechende Oberlandesgericht. Die Leitlinien haben keinen Gesetzes- oder Verordnungscharakter und von ihnen kann im Einzelfall abgewichen werden. Tatsächlich haben die Leitlinien in der familiengerichtlichen Praxis aber eine sehr große, wenn nicht in der Regel sogar die alles entscheidende Bedeutung.

Die Struktur dieser Leitlinien der verschiedenen Oberlandesgerichte ist inzwischen einheitlich. Die inhaltlichen Abweichungen sind unterschiedlich groß. Was die in den Leitlinien enthaltenen Tabellen für die Höhe des Kindesunterhaltes betrifft, so haben inzwischen alle Leitlinien die so genannte Düsseldorfer Tabelle übernommen. Lediglich für das Gebiet der neuen Bundesländer gibt es bei der Berliner Tabelle eine gesonderte Tabelle. Der familienrechtliche Praktiker hat die Leitlinie „seines" Oberlandesgerichtes vorliegen. Ansonsten sind diese Leitlinien auch per Internet zugänglich. Gerade im Unterhaltsrecht ist eine sich ergänzende Arbeit zwischen dem Rechtsanwalt, der das familienrechtliche Mandat bearbeitet und dem Steuerberater von ganz entscheidender Bedeutung, da beide bei der Erstellung der für die Unterhaltsberechnung maßgeblichen Zahlen nur optimal zusammenarbeiten können, wenn sie die Schnittstellen des Unterhaltsrechts und des Steuerrechtes kennen.

II. Neues Recht
Das geltende Unterhaltsrecht wird in einigen Punkten gravierende Änderungen erfahren mit Inkrafttreten des als Entwurf vorliegenden und im Gesetzgebungsverfahren befindlichen Gesetzes zur Änderung des Unterhaltsrechtes. Der einfachheithalber wird im Folgenden dieser Gesetzesentwurf als „neues Recht" bezeichnet werden. Erklärte grundsätzliche Zielsetzungen des Entwurfes sind die Stärkung des Wohles der Kinder, das Verlangen nach stä
;rkerer Eigenverantwortung der Ehegatten im Hinblick auf die Bestreitung des eigenen Lebensunterhaltes sowie eine Vereinfachung des Unterhaltsrechtes. Kernpunkte dieses Entwurfes sind:

- die Änderung der Rangfolge der Unterhaltsberechtigten mit absolutem Vorrang der minderjährigen Kinder,

- auch bei der Notwendigkeit der Betreuung von Kindern eine frühere Verpflichtung des betreuenden Elternteils zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit,

- die gesetzliche Definition eines Mindestunterhaltes für Kinder,

- eine Verbesserung des Unterhaltsanspruches nicht verheirateter Eltern bei Betreuung eines Kindes betreffend die Dauer dieses Unterhaltsanspruches.


Pressestimmen

"Die einzelnen Themen werden anschaulich und verständlich dargelegt. Besonders hervorzuheben sind die in der Praxis äußerst wertvollen Beraterhinweise der Autoren. [...] Die Autoren ermöglichen durch den übersichtlichen Aufbau ihres Werkes, die präzise Sprache, die richtige Schwerpunktsetzung und wertvolle Praktikerhinweise einen schnellen Einstieg in die Materie und legen ein verlässliches Nachschlagewerk für jeden Familienrechtler bzw. Steuerberater vor. Das Buch ist daher jedem, der sich mit dem Familienrecht und den entsprechenden steuerrechtlichen Fragen beschäftigt, uneingeschränkt zu empfehlen." FPR - Familie, Partnerschaft, Recht. Zeitschrift für die Anwaltspraxis, 04/2008
"[...] das Werk [kann] nicht nur der im Titel angesprochenen Zielgruppe der Steuerberater empfohlen werden, sondern auch dem familienrechtlich Tätigen, wenn er sich einen Überblick zu möglichen steuerrechtlichen Fragen oder Fallstricken verschaffen will." FamRZ - Zeitschrift für das gesamte Familienrecht, 05/2008
EAN: 9783834993083
Untertitel: 2007. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 3.
Verlag: Gabler Verlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Seitenanzahl: iv276
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben