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Corporate-Venture-Capital-Einheiten als Wissensbroker


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Dezember 2007

Beschreibung

Beschreibung

Behrend Freese geht der Frage nach, welchen strategischen Mehrwert Corporate-Venture-Capital-Programme für die Muttergesellschaften und die Portfoliounternehmen schaffen können, und entwickelt ein Modell, das die unterschiedlichen Interessen der Industrieunternehmen und der Start-up-Unternehmen integriert.

Inhaltsverzeichnis

Corporate Venturing

Strategischer Mehrwert durch Corporate-Venture-Capital-Aktivitäten

Corporate-Venture-Capital-Einheit als Technologie- und Wissensbroker

Modell aus der Perspektive der Muttergesellschaft und der Portfoliounternehmen

Broker-Ansatz zwischen den Portfoliounternehmen, der Corporate-Venture-Capital-Einheit und der Muttergesellschaft

Portrait

Dr. Behrend Freese promovierte bei Prof. Dr. Artur Baldauf am Institut für Marketing und Unternehmensführung der Universität Bern. Er ist als Venture Manager bei der Deutschen Telekom AG, Laboratories tätig.

Leseprobe

1 Einleitung (S. 1)

Etablieite Untemehmen und junge, innovative Untemehmen können sich gegenseitig unterstötzen. Indem Industrieuntemehmen sich durch Eigenkapital an Start-up-Firmen beteiligen, können innovative Technologien und neue Geschäftskonzepte besser umgesetzt werden. Etablieite Untemehmen partizipieren durch eigene Venture-Capital-Gesellschaften, sog. Corporate- Venture-Capital-Einheiten, am Private-Equity-Markt, um Eigenkapitalbeteiligungen an jungen, innovativen Untemehmen einzugehen. Dabei sind Start-ups Untemehmen in der Gründungsphase, deren Produkte noch nicht oder bisher nicht im größeren Umfang vermarktet werden. Venture-Capital-Gesellschaften stellen den Untemehmensgriüdern Eigenkapital zur Umsetzung ihrer Geschaftskonzepte zur Verfügung, wobei Corporate Venture Capital eine Beteiligungsfinanzierung von Industrieuntemehmen darstellt und Private Equity den Oberbegriff für alle Eigenkapital-Anlageformen bedeutet.

Industrieuntemehmen verfolgen über ihre Beteiligung an attraktiven und wachstumsstarken Märkten das Ziel eines finanziellen Gewinns, aber auch das Ziel, neues Wissen aufzubauen und Zugang zu Untemehmen zu erhalten, die wertvolle Ressourcen besitzen. Solche Firmenressourcen können als Gundlage zur Entwicklung und Umsetzung von Strategien angesehen werden, die die Effektivität und Effizienz des Untemehmens steigern (Bamey, 1991). Das Wissen und die Ressourcen können somit einen strategischen Mehrwert und damit für das Untemehmen einen Wettbewerbsvorteil bedeuten. Das Gleiche gilt für die jungen, innovativen Untemehmen, die in besonders hohem Maße von externen Ressourcen abhängig sind (Jarillo, 1989). Start-up-Untemehmen suchen somit einerseits finanzielle Unterstützung im Venture- Capital-Markt, andererseits aber auch einen externen Wissens- und Ressourcenbeitrag für das eigene Untemehmen, der eine neue Technologie oder ein neues Geschäftsmodell zum Erfolg bringt (Hellmann &, Puri, 2000).<
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Im Vergleich zu traditionellen Venture-Capital-Gesellschaften haben Corporate-Venture- Capital-Einheiten eine enge Beziehung zu einem Industrieuntemehmen, der Muttergesellschaft. Diese Beziehung hat Vorteile, aber auch Nachteile (Hellmann, 2002, Maula, 2001). Einerseits gibt sie Start-up-Untemehmen die Möglichkeit, Zugang zu Wissen und Ressourcen zu erhalten, die durch andere Beteiligungsformen, wie z. B. unhabhängiges Venture Capital, nicht möglich sind. Andererseits besteht die Gefahr eines Interessenkonflikts zwischen der Muttergesellschaft und den Start-up-Untemehmen: Die Muttergesellschaft konnte sich Zugang zu Ideen und Technologien der jungen Untemehmen verschaffen und deren Wissen und Ressourcen kopieren (Hellmann, 2002, Kann, 2001, Maula, 2001).

In der wissenschaftlichen Literatur werden unterschiedliche strategische Zielsetzungen von etablierten Untemehmen und Start-up-Firmen diskutiert (vgl. dazu Kapitel 2 dieser Arbeit). Die strategischen Zielsetzungen für das Industrieuntemehmen mit Corporate-Venture-Capital- Aktivitäten werden von Sykes (1990:41) kategorisiert: Er unterscheidet (1) Identifizierung neuer Ideen, (2) Entwicklung von Geschäftsbeziehungen, (3) Finden potentieller Akquisitionen, (4) Lernen über Venture-Capital-Beteiligungen, (5) Veränderung der Untemehmenskultur und (6) Unterstützung von Ausgründungen aus dem Untemehmen.

Die Zielsetzungen für das Start-up-Untemehmen mit Corporate-Venture-Capital-Beteiligung kategorisiert Maula (2001:31) wie folgt: (1) Höhere Bewertung des eigenen Untemehmens, (2) Ressourcenakquisition aus dem Industrieuntemehmen, (3) Wissensakquisition aus dem Industrieuntemehmen, (4) höheres Ansehen bei potentiellen Kunden und Investoren und (5) Vorteile bei Untemehmensbeziehungen.
EAN: 9783835090781
Untertitel: Empirische Untersuchung interorganisationaler Beziehungen zwischen Industrie- und Start-up-Unternehmen. Originaltitel: Strategischer Beitrag von Corporate-Venture-Capital-Programmen: Ein Wissensbroker-Ansatz. Eine empirische Untersuchung von interorganisationalen Beziehungen zwischen Industrie- und Start-up-Unternehmen, moderiert durch Corporate-Venture-Capital-Programme. 2006. Auflage. Dateigröße in MByte: 13.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Seitenanzahl: xxv269
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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