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Gebührenrecht für Steuerberater


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Januar 2008

Beschreibung

Beschreibung

Das Werk unterstützt den Steuerberater mit Mustern und Praxishinweisen bei der Erstellung und Durchsetzung einer ordnungsgemäßen Gebührenabrechnung. Neben den Grundlagen werden auch Besonderheiten und aktuelle Entwicklungen im Gebührenrecht dargestellt.

Inhaltsverzeichnis

Gesetzliche Grundlagen und aktuelle Entwicklungen

Anwendung der Gebührenverordnung

Umsatzsteuer und Ersatz von Auslagen

Gebühren für Beratung und Hilfestellung allgemeiner Steuerpflichten

Gebühren für die Hilfeleistung steuerlicher Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten

Außergerichtliches Rechtsbehelfsverfahren

Muster zur Gebührenberechnung

Honorarvereinbarungen

Forderungsmanagement

Aktuell durch Online-Updates

Innenansichten

Portrait

Annerose Warttinger ist neben Ihrer Tätigkeit als Rechtsanwältin, Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin ehrenamtliche Richterin im Senat für Steuerberatersachen beim Bundesgerichtshof. Steuerberater und vereidigter Buchprüfer Dipl.-Volkswirt Herbert E. Zimmermann ist Präsident des Steuerberaterverbands Hessen und im erweiterten Vorstand des DStV tätig. Rechtsanwalt Wendelin Keller ist Justiziar der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz.Die Autoren haben langjährige Erfahrungen als Gutachter auf dem Gebiet des Gebührenrechts.

Leseprobe

1 Einführung in das Vergütungsrecht (S. 19)

A. Allgemeines

I. Unterscheidung Hilfe in Steuersachen und vereinbare Tätigkeiten

Gemäß 33 StBerG haben Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften die Aufgabe, im Rahmen ihres Auftrages ihre Auftraggeber

in Steuersachen zu beraten

sie zu vertreten

ihnen bei der Erfüllung der steuerlichen Pflichten Hilfe zu leisten.

Dazu gehören auch

die Hilfeleistung in Steuerstrafsachen und

in Bußgeldsachen wegen einer Steuerordnungswidrigkeit sowie

die Hilfeleistung bei der Erfüllung von Buchführungspflichten, die aufgrund von Steuergesetzen bestehen, insbesondere die Aufstellung von Steuerbilanzen und

deren steuerliche Beurteilung.

Diese Tätigkeiten, auch Vorbehaltsaufgaben genannt, werden in 1 StBerG, Anwendungsbereich des StBerG, spezifiziert und sind somit Grundlage der Befugnis zur unbeschränkten, geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen ( 3 StBerG). Zu unterscheiden von der zuvor beschriebenen Hilfe in Steuersachen, sind jedoch die in 57 Abs. 3 StBerG benannten Tätigkeiten, die mit dem Beruf des Steuerberaters vereinbar sind. Vorbehaltsaufgaben ( 1 StBerG) und vereinbare Tätigkeiten (57 Abs. 3 StBerG), die zum beruflichen Aufgabengebiet der Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften gehören, sind hinsichtlich der Honorarberechnung somit nach unterschiedlichen Grundlagen abzurechnen.

Diese Unterscheidung ist bedeutsam für die in 64 StBerG vorgegebene Bindung der Steuerberater an eine Gebührenordnung. D. h., die StBGebV1 (Steuerberatergebührenverordnung), zuletzt geändert durch das Jahressteuergesetzes 2007 (JStG 2007), in Kraft getreten zum 1.1.2007, bezieht sich nur auf Tätigkeiten, die das Berufsbild des Steuerberaters gemäß 33 StBerG bestimmen. Daraus folgt, dass die Steuerberatergebührenvero
rdnung grundsätzlich nicht für Tätigkeiten gilt, die mit dem Beruf des Steuerberaters vereinbar sind ( 57 Abs. 3 StBerG).

Demzufolge verweist 45 Abs. 1 der BOStB (Satzung über Rechte und Pflichten bei der Ausübung der Berufe der Steuerberater und Steuerbevollmächtigten) auf die Bindung der Steuerberater an die StBGebV und stellt in Abs. 2 klar, dass für die Vergütung von Tätigkeiten nach 57 Abs. 3 Nr. 2 und 3 StBerG u. a. für die vereinbarenen Tätigkeiten die gesetzlichen Vorschriften der 612 und 632 BGB gelten.

Der Auftraggeber hat Anspruch auf eine transparente, nachvollziehbare Gebühren- und Auslagenabrechnung nach der StBGebV. 14 StBGebV fordert bei einer Pauschalvergütung ausdrücklich eine schriftliche und für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr geltende Vereinbarung. Es empfiehlt sich daher und dies insbesondere bei mit dem Beruf des Steuerberaters vereinbaren Tätigkeiten stets ein Beratervertrag, aus dem sich der Leistungskatalog ergibt. Nach den gesetzlichen Vorschriften des BGB ( 612, 632) gilt die Vergütung als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung/der Werkvertrag nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.

Sollte die Höhe der Vergütung nicht anderweitig bestimmt sein, so ist beim Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen. Die StBGebV gilt somit nur für die Vorbehaltsaufgaben ( 1 StBerG), nicht aber für die vereinbaren Tätigkeiten ( 57 Abs. 3 StBerG).

II. Voraussetzung der Abrechenbarkeit

1. Auftrag

Steuerberater erhalten ihre Aufträge für ihre nach 33 StBerG zu erbringenden Tätigkeiten von ihren Mandanten (Auftraggeber). Mit der Auftragsannahme schließen sie über Art und Umfang einen Geschäftsbesorgungsvertrag gemäß 675 BGB ab.
EAN: 9783834995957
Untertitel: Honorare richtig bestimmen, abrechnen und durchsetzen. 2008. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 2.
Verlag: Gabler Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2008
Seitenanzahl: xvii267
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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