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Der Anlagestil deutscher Aktienfonds


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Mai 2008

Beschreibung

Beschreibung

Mit Hilfe der portfoliobasierten Analysemethodik, dem genauesten Verfahren zur Identifizierung des Investmentstils untersucht Andreas Postert den Anlagestil von 78 in Deutschland zugelassenen Aktienfonds und geht der Frage nach, ob die Fondsmanager eines bestimmten Anlagestils besonders erfolgreich agieren.

Inhaltsverzeichnis

Investmentfonds als Kapitalanlage

Portfoliotheorie und kapitalmarkttheoretische Gleichgewichtsmodelle

Investment Style: Style-Terminologie, Equity Style, Style-Timing, Style-Management

Style-Charakteristik deutscher Investmentfonds

Konstanz der Style-Charakteristik: Style-Driften

Analyse der Managementqualität

Portrait

Dr. Andreas Postert promovierte bei Prof. Dr. Rainer Elschen am Lehrstuhl für Finanzwirtschaft und Banken der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen. Er ist Aktienmanager für asiatische Nebenwerte bei der DWS Investment GmbH, Frankfurt.

Leseprobe

4 Investment Style ,(S. 39 - 40)

4.1 Die Style-Terminologie

4.1.1 Was ist Style"?

Die Portfolio Selection markierte den Auftakt zur Ära der modernen Portfoliotheorie und legte das Fundament für die gesamte kapital- und portfoliotheoretische Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Das auf der Theorie von Markowitz aufbauende Capital Asset Pricing Modell und die aus der Kritik zum diesem entstandene Arbitrage Pricing Theory nehmen trotz vielfacher Kritik weiterhin eine geradezu paradigmatische Stellung in der wissenschaftstheoretischen und praktischen Finanzwelt ein. Dass das Lösen realer Kapitalanlageprobleme nicht ohne weiteres gelingt, liegt auch in der grundsätzlichen Natur von Modell-Konzeptionen, die die Realität stets nur vereinfacht abbilden können).

Als entscheidende Botschaft der genannten Modelltheorien wird jedoch die Erkenntnis angesehen, dass ein Investor den Gleichlauf der Wertentwicklung verschiedener Investitionsalternativen berücksichtigen muss und dass systematische Risiken bestehen, die sich im Gegensatz zu unsystematischen nicht eliminieren lassen) Um ein Portfolio mit einem erwünschten Risikoprofil auszustatten, ist die Portfoliomanagementpraxis folglich bestrebt, solche Marktsegmente zu identifizieren, deren Wertpapiere im Sinne systematischer Risiken ein möglichst homogenes Rendite-Risiko-Verhalten aufweisen.

Neben der Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Asset-Klassen versprach bis vor kurzem eine regionale Streuung über Wertpapiere verschiedener Länder (Country Allocation) und Währungen (Currency Allocation) die größten Diversifikationserfolge. Mit zunehmender Globalisierung und Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung scheinen jedoch Country und Currency Allocation gegenüber der Selektion einzelner Branchen (Sector Allocation) an Performanceimplikation zu verlieren).

Nahezu zeitgleich zog
in Europa mit einer Debatte über so genannte Growth- und Value-Aktien" ein Themenfeld auf, das in den USA bereits seit Jahrzehnten von hohem Interesse ist und dort unter anderem mit dem Begriff Investment Style" (Investmentstil) umschrieben wird. Aufgrund der gerade in jüngerer Zeit starken Kursdifferenzen zwischen den bekanntesten Investmentstilen Growth" und Value", sahen sich nun auch europäische Portfoliomanager mit der Style-Positionierung ihrer Fonds und folglich mit der Beantwortung der Frage was Growth bzw.

Value charakterisiert, konfrontiert. Beim Studium insbesondere der englischsprachigen Fachliteratur mussten viele jedoch realisieren, wie vielschichtig und scheinbar konfus die Style-Terminologie ist). Während einige Autoren den Style-Begriff eher prozessbezogen als methodische Vorgehensweise der Stock-Selection eines Portfoliomanagers deuten) definieren andere Autoren style" synonym zum Begriff asset class" und damit als Gruppe von Aktien, die hinsichtlich bestimmter Charakteristika ein eigenständiges Marktsegment markieren3). Gelegentlich werden Investmentstile eher qualitativ und verbal umschrieben) andernorts quantitativ als konkrete Bewertungsrelation zwischen bestimmten Unternehmenskennzahlen).

Diverse Studien bringen den Begriff Style" im kapitalmarkttheoretischen Zusammenhang mit Bewertungsanomalien) in vielen anderen Artikeln wird der Begriff aber auch losgelöst von den traditionellen Risikotheorien in Verbindung mit der Stilanalyse und Klassifikation von Investmentfonds7) oder deren Performancemessung8) verwendet. Auch der Begriffsumfang ist keinesfalls einheitlich: Zwar wird in der Literatur Style" überwiegend als weitläufiger Oberbegriff für verschiedene Investmentstile angesehen) dennoch fokussieren die meisten Style-Artikel10) wie auch die Investmentpraxis1) auf die Dimensionen Growth und Value" sowie Small- und Large-Cap".

Nicht selten wird sogar weiter differenziert und mit Size" auf die Unterscheidung Small/Large"
und mit Style" allein auf die erstgenannte Growth-Value-Dimension angespielt) Analog zur fehlenden, allgemein anerkannten Style-Definition mangelt es in der Literatur als auch im Sprachgebrauch an einer verbindlichen Begriffsspezifizierung der beiden bedeutendsten Investmentstile Growth" und Value")
EAN: 9783835096158
Untertitel: Eine portfoliobasierte Analyse mittels style-identifizierender Fundamentalfaktoren. 2007. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 3.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Mai 2008
Seitenanzahl: xxxvii410
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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