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Strategische Bedeutung der Produktion


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Februar 2008

Beschreibung

Beschreibung

Die Standortwahl, der Aufbau von Betrieben, die Auswahl ihrer Ausstattung mit Maschinen und Anlagen oder die Festlegung von Produktionsprogrammen sind eine Auswahl von Gesichtspunkten, die die strategische Bedeutung der Produktion verdeutlichen. Im Mittelpunkt dieses Tagungsbandes stehen die Verknüpfung von Aufgaben der strategischen Planung mit der Produktion sowie die Ableitung von Lösungen, die beiden Anforderungen gerecht werden.

Inhaltsverzeichnis

Mit Beiträgen von Lothar Czaja, Aiko Entchelmeier, Michael Henke, Norbert Gronau, Andreas Größler, Christian Gruß, Evi Hartmann, Philipp Hohrath, Christopher Jahns, Wolfgang Kersten, Bernd H. Kortschak, Hans-Christian Krcal, Marcus Lindemann, Christian Mieke, Dieter Specht, Jörn-Henrik Thun, Kai-Ingo Voigt und Horst Wildemann

Portrait

Prof. Dr.-Ing. habil. Dieter Specht ist Leiter des Lehrstuhls für Produktionswirtschaft an der Technischen Universität in Cottbus.

Leseprobe

Eine empirische Analyse von Fertigungsstrategien (S. 23)

Jörn-Henrik Thun

Betriebswirtschaftliche Relevanz von Fertigungsstrategien

Seit Skinner seinen berühmten Artikel über die strategische Bedeutung der Produktion im Jahre 1969 veröffentlichte, ist die Fertigungsstrategie zu einem der wichtigsten Disziplinen des Operations Management geworden. Im Zeitalter hoher Wettbewerbsintensität sind produzierende Unternehmen dazu gezwungen, sich von ihren Konkurrenten abzuheben. Die erforderliche Abgrenzung, sei es durch eine Differenzierung z.B. aufgrund kundenindividueller Leistungserstellung oder durch eine vorteilhafte Kostenposition im Sinne Porters, kann durch eine strategische Ausgestaltung der Produktion die intendierte Wettbewerbsstrategie unterstützt werden.

Die Generierung strategischer Potenziale kann jedoch auch aus der Produktion aufgrund besonderer Eigenschaften wie z.B. strategischer Ressourcen oder Kernkompetenzen erfolgen. Durch die Formulierung einer Fertigungsstrategie kann das strategische Potenzial der Produktion realisiert und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit erreicht werden.

Obwohl das Thema in der wissenschaftlichen Literatur die Forschung in den U.S.A. ist hier speziell hervorzuheben große Beachtung und Eingang in die wissenschaftliche Diskussion gefunden hat, besteht nach wie vor ein Forschungsdefizit auf diesem Gebiet, da einige Fragen, insbesondere in empirischem Hinsicht, weiterhin unbeantwortet sind. Insbesondere hinsichtlich der Implementierung von Fertigungsstrategie besteht Bedarf an weiterer Forschung, gerade in Bezug auf verschiedene Arten von Fertigungsstrategien. Dementsprechend soll die vorliegende Arbeit die Frage klären, welche Arten von Fertigungsstrategien von industriellen Unternehmen eingesetzt werden und wie diese sich auf die Wettbewerbsfähigkeit, dargestellt durch ausgewählte Leistungskriterien, auswirken.

Ob die Fertigung
sstrategie überwiegend auf Marktgegebenheiten fokussiert ist und eine entsprechende Unternehmensstrategie berücksichtigt, ob sie auf den zugrunde liegenden Fertigungsressourcen gemäß des ressourcenorientierten Ansatzes basiert oder ob beide Arten integriert werden und somit simultan Marktanforderungen sowie Ressourcen berücksichtigt werden, sind weitere Forschungsfragen dieses Artikels.

Betrachtung von Fertigungsstrategien in der wissenschaftlichen Literatur

In der Literatur finden sich zahlreiche Artikel, die sich mit dem Ansatz der Fertigungsstrategie beschäftigen. Zurückzuführen sind die Gedanken, die der Fertigungsstrategie zu Grunde liegen, auf die Arbeiten von Skinner, der damit den Grundstein für die Diskussion dieses bedeutsamen Aspekts im Bereich des Operations Managements legte und als erster den Fokus auf die Relevanz der Abstimmung von Fertigungsstrategie und Unternehmensstrategie richtete. Basierend auf dem grundlegenden Postulat, dass die Produktion eine strategische Rolle bei der Generierung von Wettbewerbsvorteilen spielen sollte, stellten Hayes and Wheelwright mit der Produkt-Prozess-Matrix und den Stufen der Fertigungsstrategie zwei zentral Ansätze zur Fertigungsstrategie vor.

Die Produkt-Prozess-Matrix zeigt die Wechselwirkung zwischen Produkten und den ihnen zugrunde liegenden Prozessen im Produkt- bzw. Prozesslebenszyklus auf, die vier Stufen beschreiben, welche strategische Rolle die Fertigung einnehmen kann. Kotha und Orne entwickeln ein auf Porters generischen Strategien basierendes und aus der Produkt-Prozess-Matrix abgeleitetes Konzept generischer Fertigungsstrategien. Neben den hier angesprochenen Beiträgen beschäftigen sich noch weitere Arbeiten in konzeptioneller Herangehensweise mit dem Thema, die hier jedoch nicht im Detail dargestellt werden sollen.

Im Folgenden werden empirische Arbeiten überblicksartig diskutiert, um den status quo bisheriger Forschung im Kontext der Fertigungsstrategie a
ufzuzeigen. Der Literaturüberblick konzentriert sich dabei auf Aufsätze, die auf den Daten des World Class Manufacturing"-Projektes basieren, das als Vorgängerprojekt der den Analysen dieses Aufsatzes zugrunde liegenden Datenerhebung des High Performance Manufacturing"-Projektes zu sehen ist. Eine der ersten empirischen Untersuchungen des World Class Manufacturing"-Projektes wurde von Bates et al. durchgeführt.
EAN: 9783835054868
Untertitel: Tagungsband der Herbsttagung 2006 der Wissenschaftlichen Kommission Produktionswirtschaft im VHB. 2008. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 3.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Seitenanzahl: vii211
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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