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Management der frühen Innovationsphasen


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Dezember 2007

Beschreibung

Beschreibung

Das vorliegende Buch gibt einen umfassenden praxisorientierten Einblick in die frühen Phasen von Innovationsprozessen, deren Vorgaben funktionale Eigenschaften von Produkten und Kosten bereits zu einem Großteil festlegen. Die 2. Auflage ist komplett überarbeitet und um weitere Beiträge ergänzt, die den rasanten Erkenntnisfortschritt der letzten vier Jahre widerspiegeln.

Inhaltsverzeichnis

Anstöße für InnovationenEffektive und effiziente Gestaltung der frühen PhasenDie frühen Phasen in der Innovationspraxis

Innenansichten

Portrait

Prof. Dr. Cornelius Herstatt lehrt Technologie- und Innovationsmanagement an der Technischen Universität Hamburg-Harburg.

Dr. Birgit Verworn ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Organisation, Personalmanagement und Unternehmensführung der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus.

Die Autoren sind anerkannte Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum.

Leseprobe

Bedeutung und Charakteristika der frühen Phasen des Innovationsprozesses (S. 3)

1. Bedeutung der frühen Phasen im Innovationsprozess

Die Notwendigkeit der Entwicklung von Innovationen in Unternehmen ist unbestritten. Manager aller Industrien versprechen sich von Innovationen Umsatz- und Gewinnwachstum. , Die Produktlebenszeiten verkürzen sich in zahlreichen Branchen dramatisch, der Trend geht zu immer mehr Produkteinführungen, ausgelöst durch technischen Fortschritt, neue Marktanforderungen und globalen Wettbewerb. Besonders viele Innovatoren finden sich in den Bereichen Spitzen- und Hochwertige Technologie und wissensintensive Dienstleistungen (vgl. Abb. 1). Ca. 60% der Industrieunternehmen haben 2004 angegeben, in den letzten drei Jahren neue Produkte eingeführt oder die Produktionsverfahren verbessert zu haben.

Trotz der seit langem anerkannten Bedeutung von Produkt- und Prozessinnovationen ist die Umsetzung in der Praxis nach wie vor durch hohe Misserfolgsquoten gekennzeichnet. Studien berichten von Misserfolgsquoten zwischen 20 und 80%. Deswegen ist die Forschung aufgefordert, Ansatzpunkte zur Steigerung des Erfolges von Innovationen zu finden. Aus dieser Motivation werden seit Jahrzehnten die entscheidenden Erfolgsfaktoren gesucht, die Unternehmen als Stellhebel nutzen können, um ihren Erfolg zu steigern.

Die Diffusion der Erkenntnisse der Erfolgsfaktorenforschung in die Praxis scheint bisher aber noch nicht zufrieden stellend zu sein. Dies mag zum Teil daran liegen, dass die Ergebnisse dieser Forschungsrichtung teilweise auf einem hohen Abstraktionsniveau präsentiert und kaum konkrete Ansatzpunkte zur Umsetzung in der Praxis aufgezeigt werden. Hier versucht das vorliegende Buch anzusetzen, indem es einen wesentlichen Erfolgsfaktor die frühen Phasen des Innovationsprozesses herausgreift und diesen Erfolgsfaktor detailliert beleuchtet und konkrete Handlungsempfehlungen gibt.<
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Warum sind die frühen Phasen des Innovationsprozesses, auch als fuzzy front end bezeichnet, so bedeutend, dass es sich lohnt, ihnen ein ganzes Buch zu widmen? Eine erste Antwort darauf geben empirische Untersuchungen, die beispielsweise zu folgenden Ergebnissen kamen:

 ,The greatest differences between winners and losers were found in the quality of execution of pre-development activities.

 ,Companies that have excellent records of successful new product introductions ... conduct more analyses early in the process and focus their idea and concept generation. And they conduct more rigorous screening and evaluation of the ideas generated.

 ,The present study found that the proficiency with which activities are undertaken was closely associated with project success, with the strongest associations involving activities prior to and including product development.

Eine zweite Antwort geben Plausibilitätsüberlegungen, entscheiden doch gerade die frühen Phasen des Innovationsprozesses maßgeblich darüber, welche Entwicklungsprojekte in Unternehmen überhaupt angestoßen und durchgeführt werden. Des Weiteren besitzen die frühen Phasen eine Hebelwirkung auf den weiteren Verlauf des Innovationsprozesses und den Innovationserfolg. Die Einflussmöglichkeiten auf den weiteren Prozess und das Projektergebnis sind während der frühen Phasen am größten und nehmen im weiteren Verlauf des Prozesses stark ab.

So schätzen beispielsweise Bärgel und Zeller, dass 75 bis 85% der Produktlebenskosten während der frühen Phasen festgelegt werden, obwohl nur 5 bis 7% der Gesamtkosten anfallen, und ebenso 80% der Termine und 70% der Qualität determiniert werden. Dies sind natürlich vereinfachende und verallgemeinernde Schätzungen, von denen sich allerdings sehr viele in der Literatur finden lassen. , Derartige Vereinfachungen, wie auch die Darstellung des Zusammenhanges zwischen Produktlebenszyklus und Festlegung von Produktqualität, Kosten und
Zeit in Abbildung 2, können zur Veranschaulichung der vermuteten großen Bedeutung der frühen Phasen im Innovationsprozess dienen.

Pressestimmen

"Praxisorientiert werden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt. Innovationsverantwortliche Manager sowie Wissenschaftler und Studierende des Technologie- und Innovationsmanagements werden hier praktische Unterstützung finden." Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation, 03/2008
"Das Buch ist besonders empfehlenswert für Startup-Unternehmen mit hohem Neuigkeitsgrad oder Beratern von Startup-Unternehmen, die nicht bei der Invention stecken bleiben möchten, sondern eine wirkliche Innovation durchsetzen wollen." www.mediavalley.de, 05.11.2007
EAN: 9783834992932
Untertitel: Grundlagen - Methoden - Neue Ansätze. 2. Aufl. 2007. Dateigröße in MByte: 3.
Verlag: Gabler Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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