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Fortschritt in den Wirtschaftswissenschaften


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Oktober 2007

Beschreibung

Beschreibung

Das Buch präsentiert Beiträge, die aus einer Fachtagung der Wissenschaftlichen Kommission Wissenschaftstheorie im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. im September 2005 in Essen und anschließenden Diskussionen hervorgegangen sind. Sie beleuchten sowohl wissenschaftstheoretische Grundlagen wirtschaftswissenschaftlicher Fortschrittsverständnisse als auch exemplarische Anwendungen von Fortschrittskonzepten und -messungen auf konkrete wirtschaftswissenschaftliche Erkenntnisprobleme.

Inhaltsverzeichnis

1;Vorwort;6 2;Inhaltsverzeichnis;10 3;Beziehungen zwischen behavioristischer und konstruktionsorientierter Forschung in der Wirtschaftsinformatik;11 3.1;1 Einleitung;12 3.2;2 IT-Aitefakte und Theorien;15 3.3;3 Konzeptionelle Modelle und Theorien;17 3.3.1;3.1 Die wissenschaftstheoretische Konzeption des Stnikturalismus;17 3.3.2;3.2 Strukturalistische Rekonstruktion eines konzeptionellen Modells;18 3.4;4 Synthase der Forschungsansätze;22 3.5;5 Zusammenfassung;23 3.6;Literaturverzeichnis;25 4;Funktionen und Ziele wissenschaftlichen Fortschritts aus strukturationstheoretischer Perspektive;29 4.1;1 Einleitung;30 4.2;2 Die Strukturationstheorie als Wissenschaftsprogramm;31 4.2.1;2.1 Die ontologische Position der Strukturationstheorie;32 4.2.2;2.2 Das zugninde gelegte Menschenbild;36 4.2.3;2.3 Die methodologische Position der Strukturationstheorie;37 4.2.4;2.4 Epistemologische Schlussfolgeningen fiir strukturationstheoretische Forschungsarbeit;40 4.3;3 Intentionalitat aus strukturationstheoretischer Perspektive;42 4.3.1;3.1 Intentionalitat als Denkfigur der Strukturationstheorie;42 4.3.2;3.2 Intentionalitat in der wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Praxis;43 4.4;4 Funktionen und Ziele strukturationstheoretisch fiindieiten Erkenntnisfortschritts;46 4.4.1;4.1 Funktionen stnikturationstheoretischer Forschungsarbeiten;46 4.4.2;4.2 Zielsetzungen strukturationstheoretisch fundierter Branchenanalysen;48 4.5;Literaturverzeichnis;53 5;Wissenschaflstheoretische Begriffe wissenschaftlichen Fortschritts;59 5.1;1 Ausgangspunkt: Der Erfolg der Betriebswiitschaftslehre;60 5.2;2 Dimensionen des Wissenschaftsfortschritts;64 5.2.1;2.1 Bereiche und Gegenstände wissenschaftlichen Fortschritts;66 5.2.2;2.2 Die historisch-kulturelle Bedingtheit des Fortschritts;67 5.2.3;2.3 Normative und deskriptive Fortschrittsbegriffe;69 5.2.4;2.4 Modelle wissenschaftlicher Rationalität;72 5.3;3 Wahrheit und Wahrheitsähnlichkeit;73 5.3.1;3.1 Die Definition des korrespondenztheoretischen Wahrheitsb
egriffs;74 5.3.2;3.2 Die sprachliche Verfasstheit der Erkenntnis;75 5.3.3;3.3 Ergänzungen aus der strukturalistischen Perspektive;80 5.4;4 Problemlösungsfähigkeit;82 5.5;5 Betriebswirtschaftliche Objekte von metatheoretischen Foitschrittsbetrachtungen;86 5.6;6 Ist ein metatheoretischer Fortschrittsbegriff nötig?;89 5.7;Literaturverzeichnis;91 6;Die Relevanz von Drittmittelindikatoren bei der Beurteilung der Forschungsleistung im Hochschulbereich;95 6.1;1 Beuiteilung der Forschungsleistung im Hochschulbereich;96 6.1.1;1.1 Forschung;96 6.1.2;1.2 (Forschungs-)Leistung;98 6.1.3;1.3 Beuiteilung der Forschungsleistung;100 6.2;2 Beuiteilung der Forschungsleistung mittels Drittmittelmdikatoreii;102 6.2.1;2.1 Drittmittel (indikatoren) aus produktionstheoretischer Perspektive;102 6.2.2;2.2 Beurteilung der Effektivität und Effizienz der Forschung mittels Drittmittelindikatoren;105 6.3;3 Die Bedeutung der Periodenabgrenzung fur die Relevanz von Drittmittelindikatoren;111 6.3.1;3.1 Leistungsbeurteilungen einzelner Forscher;111 6.3.2;3.2 Orittmittelindikatoren zur Beurteilung der Forschungsleistung von Fachbereichen;118 6.4;4 Fazit;120 6.5;Literaturverzeichnis;121 7;Erkenntnisfortschritt durch Forschungsfallstudien;123 7.1;1 Motivation;124 7.2;2 Erkenntnisziele und Forschungsmethoden in der Wirtschaftsinformatik;125 7.3;3 Die Forschungsfallstudie: Anspruch und Wirklichkeit;127 7.4;4 Erkenntnisfortschritt durch Forschungsfallstudien;129 7.5;5 Die Forschungsfallstudie: Eine Methode zur Erkenntnisgewinnung;132 7.6;6 Prinzipien der Planung und Realisierung von Forschungsfallstudien;133 7.7;7 Zusammenfassung;146 7.8;Literaturverzeichnis;148 8;Erkenntnisfortschritt in der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre;157 8.1;1 Einleitung;158 8.2;2 Konturierung des Begriffs erfahrungswissenschaftliche Aussage";160 8.3;3 Entwurf einer Methodologie zur Herleitung von Muster-Hypothesen;165 8.4;4 Ausblick;173 8.5;Literaturverzeichnis;175 9;Erkenntnisfortschritt in der Betriebswirtschaftslehre durch
eine Neukonzeption der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre;181 9.1;1 Einleitung;182 9.1.1;1.1 Problemstellung;182 9.1.2;1.2 Methode;183 9.2;2 Rekonstniktion und Kritik der von den MÜNSTERANER HOCHSCHULLEHRERN sowie der von SCHNEIDER vorgetragenen ABWL-Konzeption;184 9.2.1;2.1 Zur Konzeption der MÜNSTERANER HOCHSCHULLEHRER;184 9.2.2;2.2 Zur Konzeption von SCHNEIDER;185 9.3;3 Neukonzeption der ABWL in forschungsorientieiter Perspektive;186 9.3.1;3.1 Grundlegende Konzeption;186 9.3.2;3.2 Musterbeispiele für betriebswirtschaftlich-methodologische Forschungsfragen;186 9.3.3;3 3 Begründung der Neukonzeption;193 9.4;4 Ausblick;194 9.5;Literaturverzeichnis;195 10;Fortschritts- und Gütekriterien im Rahmen qualitativer Sozialforschung;199 10.1;1 Problemstellung;200 10.2;2 Gnindsätze und Merkmale der qualitativen Sozialforschung;201 10.3;3 Der qualitative Forschungsprozess;205 10.4;4 Arten und Kriterien wissenschaftlichen Fortschritts;208 10.5;5 Die Beweitung wissenschaftlichen Foitschritts;212 10.6;6 Zusammenfassung und Ausblick;218 10.7;Literaturverzeichnis;220 11;Relativer Fortschritt von Theorien;227 11.1;1 Wissenschaftliche Problemstellung;228 11.2;2 Rahmenlegung;229 11.3;3 Theoretischer Foitschritt im Rahmen des strukturalistischen Tlieorienkonzepts;238 11.4;4 Zusammenfassende Würdigung des strukturalistischenFoitschrittskonzepts;318 11.5;Literaturverzeichnis;320 12;Autorenverzeichnis;347 13;Programmkomitee;349


Portrait

Dipl.-Kff. Naciye Akca ist geschäftsführende Mitarbeiterin am Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen.
Univ.-Prof. Dr. Stephan Zelewski leitet am Campus Essen das Institut für Produktion und Industrielles Informationsmanagement der Universität Duisburg-Essen.

Leseprobe

Erkenntnisfortschritt in der Betriebswirtschaftslehre durch eine Neukonzeption der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre (S. 172-173)

Abstract:

In der Betriebswirtschaftslehre (BWL) wird traditionell zwischen Allgemeiner Betriebswirtschaftslehre (ABWL) und speziellen BWL unterschieden. In diesem Beitrag wird die Frage gestellt, ob (und, wenn ja, warum) für die betriebswirtschaftliche Forschung diese Differenzierung notwendig ist. Es wird die These vertreten, dass die Unterteilung in ABWL und spezielle BWL für die betriebswirtschaftliche Forschung nur begründet ist, wenn diese zu Erkenntisfortschritt führt. Einen Beitrag zum Erkenntnisfortschritt im Sinne eines kritisch-rationalistischen Fortschritts Verständnisses - so lautet die These weiter - leistet diese Unterteilung aber nur, wenn die ABWL neu konzipiert wird. Insbesondere müssten sowohl die ABWL-Konzeption der MUNSTERANER HOCHSCHULLEHRER als auch das ABWl Verständnis im Sinne von SCHNEIDER modifiziert werden. Nach der hier vorgelegten ABWI Konzeption sollten in der ABWL betriebswirtschaftlich-methodologische Probleme thematisiert werden, zu denen jeder Wissenschaftler der BWL explizit oder implizit Position bezieht. Musterbeispiele hier für sind der Erkenntnisgegenstand und die Aufgaben der BWL. In diesem Beitrag wird zunächst aufgezeigt, dass diese scheinbar geklärten Thematiken umfangreiches Forschungspotential beinhalten. Anschließend wird begründet, warum diese Forschungsfragen Gegenstand der ABWL sein sollten, anstatt sie in einer betriebswirtschaftlichen Teildisziplin zu diskutieren.

1 Einleitung

1.1 Problemstellung


Wozu benötigt die Betriebswirtschaftslehre (BWL) eine Allgemeine Betriebswirtschaftslehre (ABWL)? Diese Frage mag überraschen, wenn man bedenkt, dass die Unterteilung der BWL in ABWL und spezielle BWL etabliert ist. So differenziert GUNTER WOHE bereits in der ersten Auflage seines 1960
erschienenen Lehrbuchs Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre zwischen ABWL und speziellen BWL und hat diese Unterteilung bis heute beibehalten.

WOHE expliziert die ABWL in dieser Veröffentlichung als wirtschaftszweigneutrale Funktionendarstellung. Die speziellen BWL werden als Wirtschaftszweiglehren - etwa als BWL der Industriebetriebe, Banken, Versicheningen etc. - verstanden. Die ABWL beinhaltet Funktionen wie beispielsweise Produktion, Absatz, Investition, Finanzierung, die übergreifend für alle Wirtschaftszweige zur Anwendung kommen. Es ist jedoch überaus wichtig herauszustellen, dass W6HE diese Differenzierung zwischen ABWL und speziellen BWL für die Lehre, nicht hingegen für die Forschung als bedeutsam erachtete. Die Unterteilung der BWL in ABWL und spezielle BWL hat damit - zumindest für die BWL in der Lehre - Tradition. Die inhaltliche Ausgestaltung der ABWL wurde jedoch in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Im Rahmen der 51. Jahrestagung des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft wurde von Münsteraner Hochschullehrern für Betriebswirtschaftslehre und Mitarbeitern dieser wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ein Thesenpapier zur ABWL vorgelegt.

In diesem Papier, das in einer überarbeiteten Fassung 1989 in der DBW erschien, wurde die Zersplitterung der BWL und die damit einhergehende Vernachlässigung der ABWL als bedenklich hervorgehoben. Die generelle Unterteilung der BWL in ABWL und spezielle BWL wurde auf die Forschung übertragen, wobei allerdings nicht die WOHESCHE Explikation der ABWL als institutionenneutrale Funktionendarstellung übernommen wurde. Diese Applikation erfolgte insoweit unreflektiert, als dass unbegründet blieb, warum in der Forschung zwischen ABWL und speziellen BWL zu differenzieren ist. Gerade vor dem Hintergrund, dass die MUNSTERANER HOCHSCHULLEHRER konstatierten, die ABWL in der Forschung sei zunehmend bedeutungslos, überrascht die fehlende ausdrückliche Auseinandersetzung. Denn au
s dieser fehlenden Relevanz konnte man ableiten, dass für die Forschung die Differenzierung zwischen ABWL und speziellen BWL überflüssig ist.
EAN: 9783835091993
Untertitel: Wissenschaftstheoretische Grundlagen und exemplarische Anwendungen. 2006. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 18.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Seitenanzahl: ix341
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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