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Bildungsarbeit der Zukunft


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Januar 2002

Beschreibung

Beschreibung

Ziel der Veröffentlichung ist es, einen Überblick über 'State of the Art', neue Trends und Entwicklungen, 'Best Practice-Beispiele', Ziele und Probleme etc. einer zukünftigen Bildungsarbeit zu geben. In diesem Sinne diskutierten die Beteiligten Autoren unter anderem die Themen Talentverknappung, Innovation/ Kreativität, Work-Life-Balance, HR und Asien, e-Life, alternde Bevölkerung/ Belegschaft und Messbarkeit der Bildungsarbeit. In diesem Buch wird angestrebt, die Konturen einer Bildungsarbeit der Zukunft sowohl vor ihrem theoretischen Hintergrund als auch in Bezug auf ihren praktischen Nutzen zu reflektieren.Folgende drei Fragen standen dabei im Mittelpunkt:1 Welches sind die Hauptherausforderungen an eine Bildungsarbeit der Zukunft?2 Welche Auswirkungen können diese auf HR-Strategien haben?3 Welche konkreten Maßnahmen leiten sich daraus für Unternehmen ab?   


Inhaltsverzeichnis

1;Vorwort;6 2;Inhaltsverzeichnis;8 3;Erster Fokus: Politik;12 3.1;Schule in Zukunft - konzentriert, nachhaltig, lebenslang lernen;14 3.2;Perspektiven einer zukunftsorientierten Bildungspolitik für unsere Schulen;22 3.2.1;Zusammenfassung;22 3.3;Zukunftsfähigkeit durch lebenslanges Lernen - die Umsetzung in den Ländern -;34 3.3.1;1. Bildungspolitische Positionierungen zur Entwicklung der Humanressourcen im Kontext des lebenslangen Lernens;34 3.3.2;2. Herausforderungen für die Bildungsarbeit der Zukunft;35 3.3.3;3. Strategien und Handlungsfelder der Umsetzung der Entwicklung von Humanressourcen durch Modernisierung des lebenslangen Lernens in den Ländern;36 3.3.4;4. Auswirkungen auf Aufgabenstellungen und Professionalität der Bildungseinrichtungen;39 3.3.5;5. Bildungsökonomie - Finanzierung der Bildung als Investition in Humankapital;40 3.3.6;6. Perspektiven einer nachhaltigen Entwicklung von Humanressourcen im Rahmen des Lebenslangen Lernens;42 4;Zweiter Fokus: Kirche;46 4.1;Spieglein, Spieglein an der Wand ... Oder: Macht Bildung schön?;48 4.1.1;Zusammenfassung;48 4.1.2;1 Bildung und Verbildung;51 4.1.3;2 Bild der Bildung;55 4.1.4;3 Ein Beispiel;61 4.1.5;4 Schluß;63 4.1.6;Literatur;63 5;Dritter Fokus: Gewerkschaften;66 5.1;Neue Ansätze in der Bildungsarbeit und Bedingungen ihrer Umsetzung aus der Sicht der IG Metall;68 5.1.1;Herausforderungen, Trends und Ansatzpunkte;69 5.1.2;Bildungsverständnis und Bildungsbegriff;77 5.1.3;Arbeits- und Bildungspolitik bei der DaimlerChrysler AG;78 5.1.4;Tarifvertragliche Regelungen und Betriebsverfassungsgesetz;83 5.1.5;Weiterentwicklung der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit;95 5.1.6;Literaturhinweise;103 6;Vierter Fokus: Neue Medien;104 6.1;E-Learning eine neue Modewelle oder eine neue Chance für das Bildungsmanagement?;106 6.1.1;1 E-Learning: Neue pädagogische Qualitäten oder die Grundlage einer Quick-and-Dirty-Pädagogik?;106 6.1.2;2 Entwicklungen und Akteure des E-Learning;108 6.1.3;3 Didaktische Potentiale des E-Learning;111 6.1
.3.1;3.1 Überblick;111 6.1.3.2;3.2 Teleteaching (Virtueller Vortrag);114 6.1.3.3;3.3 Teletutoring (Virtuelle Betreuung);114 6.1.3.4;3.4 Telediskussion (Virtueller Austausch);115 6.1.3.5;3.5 Telekooperation (Virtuelles Seminar);115 6.1.3.6;3.6 Mediengestütztes Selbstlernen;116 6.1.3.7;3.7 Verbindung der Lernumgebungen;116 6.1.4;4 Erfolgsfaktoren für die Umsetzung der pädagogischen Potentiale in die Praxis des Bildungsmanagements;117 6.1.4.1;4.1 Implementationsstrategie abstimmen;118 6.1.4.2;4.2 Klarheit über die Zielhorizonte schaffen;118 6.1.4.3;4.3 Qualität der didaktischen Konzepte sichern;119 6.1.4.4;4.4 Funktionsweise der Technik sichern;119 6.1.4.5;4.5 Lernkultur gestalten;120 6.1.4.6;4.6 Lehrkompetenz entwickeln;121 6.1.5;5 Abschluss;121 6.1.6;Ausgewählte Literatur;122 7;Fünfter Fokus: Globalisierung;124 7.1;Bildungsarbeit der Zukunft: Unternehmenskultur, Identität und Differenz;126 7.1.1;1. Hierarchisierung und Ausgrenzung schränken Freiheiten ein;128 7.1.2;2. Verwirklichungschancen als Paradigma einer Ökonomie für Menschen;130 7.1.3;3. Privatunternehmen tragen zu Verwirklichungschancen bei;131 7.1.4;4. Verwirklichungschancen als unternehmerische Herausforderung;134 7.1.5;5. Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen?;135 7.1.6;6. Einbindung von HR-Strategien in Working with diversity Konzepte;138 7.1.7;7. Unternehmen als gesellschaftlicher Mikrokosmos;139 7.1.8;Literatur;143 8;Sechster Fokus: Kompetenzentwicklung;146 8.1;Zukunftskompetenz;148 8.1.1;Transformationen;148 8.1.2;Zukunftskompetenz;150 8.1.3;Lernorganisation;155 8.1.4;Literatur;160 8.2;Vom Wirklichkeitsmenschen zum Möglichkeitsmenschen;162 8.2.1;1. Einleitung;163 8.2.1.1;1.1. Das Thema;163 8.2.1.2;1.2. Die Umwelt;163 8.2.1.3;1.3. Die Herausforderung;164 8.2.1.4;1.4. Die Möglichkeit;165 8.2.2;2 Grenzüberschreitungen zwischen Wirtschaft-Wissenschaft-Verwaltung-Politik;166 8.2.2.1;2.1. Weltwirtschaftsforum in Davos;168 8.2.2.2;2.2. C.A.M.P.U.S;169 8.2.2.3;2.3. SCHACH!;171 8.2.3;3. Konsequenzen und Empfehl
ungen;173 8.2.3.1;3.1. Grundvoraussetzung - der Möglichkeitsmensch;173 8.2.3.2;3.2. Prüfraster zur Vier-I-Bildung;173 8.2.3.3;3.3. Förderung von Kooperationen und Austausch zwischen den Systemen;174 8.2.4;Literatur;177 8.3;Ohne politische Bildung geht es nicht;178 8.3.1;1 Wir brauchen eine Bildungsoffensive;178 8.3.1.1;1.1 Die Anforderungen der Wirtschafts- und Arbeitswelt;179 8.3.1.2;1.2 Allgemeinbildung hat Zukunft;179 8.3.1.3;1.3 Bildung ist kein Nürnberger Trichter;180 8.3.1.4;1.4 Politische Bildung als zentraler Bereich von Allgemeinbildung;181 8.3.2;2 Politische Bildung ist nötig wie das tägliche Brot;182 8.3.2.1;2.1 Nie wieder!;182 8.3.2.2;2.2 Die Würde des Menschen verlangt Demokratie;183 8.3.2.3;2.3 Die Demokratie fällt nicht vom Himmel;184 8.3.2.4;2.4 Politische Bildung als Hilfe für die Demokratie;185 8.3.3;3 Zukunftsbezogene politische Bildung;186 8.3.3.1;3.1 Die schwierige Messbarkeit der Erfolge;186 8.3.3.2;3.2 Globale Herausforderungen;187 8.3.3.3;3.3 Politische Bildung als Standortfaktor;189 8.3.3.4;3.4 Ein offener Kanon von Inhalten;189 8.3.3.5;3.5 Politische Bildung;190 8.3.3.6;3.6 Politische Bildung ist kein Amüsierbetrieb;190 8.3.3.7;3.7 Rationalität schließt Emotionalität nicht aus;191 8.3.3.8;3.8 Viel zu wenige machen mit;192 8.3.4;Literatur;193 8.4;Innovation durch ein MBA Studium?;194 8.4.1;1 Innovation durch ein MBA Studium?;195 8.4.2;2 Schlüsselqualifikationen der Zukunft;196 8.4.3;3 Neue Studienangebote - Bachelor und Master;199 8.4.4;4 Beispiel Master of Business Administration - MBA;200 8.4.5;5 Welcher MBA?;202 8.4.6;6 Erwartungen der Unternehmen;204 8.4.7;7 Trends beim MBA;206 8.4.8;Literatur;207 9;Siebter Fokus: Wissenschaft;208 9.1;Bildung als Human-Kapital;210 9.1.1;1. Das unternehmenspolitische Interesse an Bildung;210 9.1.2;2. Die anthropologische Bestimmung von Bildung;214 9.1.3;3. Die kulturale und gesellschaftliche Dimension der Bildung;217 9.1.4;4. Die innovative Dimension der Bildung;218 9.1.5;Literatur;222 9.2;Konstruktivismu
s ein Paradigmenwechsel in der Bildungsarbeit?;226 9.2.1;1 Ursachen und Hintergründe der Konstruktivismusdiskussion;226 9.2.2;2 Positionen und Phasen des Konstruktivismus;228 9.2.3;3 Die Konstruktivismusdiskussion in der Bildungsarbeit;236 9.2.4;Literatur;238 9.3;Die Reflexivität der Kompetenzentwicklung;240 9.3.1;Äußere Tendenzen;241 9.3.2;Innere Tendenzen;247 9.3.3;Literatur;251 9.4;Für die Zukunft Visionäres aus der Vergangenheit der Daimler-Benz AG aufgreifen;254 9.4.1;1. Anmerkungen zur Erstellung von Prognosen im Bereich betrieblicher Weiterbildung;254 9.4.2;2. Eugen Rosenstock-Huessys Dialog-Modell in den Daimler-Werken zu Beginn des 20. Jahrhunderts;256 9.4.3;3. Mit der Wiederbelebung des Rosenstock-Huessyschen Dialogmodells zukünftige Herausforderungen entstandardisierter Arbeitssituationen effektiver meistern;262 10;Metagutachten;270 10.1;Gutachten 1: Bildung und reflexive Moderne;272 10.1.1;Abschied und Aufbruch;272 10.1.2;Deutungsmöglichkeiten des Bildungsbegriffs;273 10.1.3;Wissensbestände gezielt auswählen und abfragen incl. Aktivierung der Reflexionsdisposition;273 10.1.4;Die größten Verlierer des deutschen Bildungssystems: Die Kinder der Migranten;275 10.1.5;Verlust an Humankapital und ökonomischem Potenzial;276 10.1.6;Verbesserung von gesellschaftlichen Partizipationschancen;277 10.1.7;Nachhaltige Entwicklung von Humanressourcen;277 10.1.8;Notwendigkeit flexibel zu handhabender Bildungsoptionen;279 10.1.9;Utopie einer lebenslangen Bildungschance;280 10.1.10;Aneignung von Sozialkompetenz?;281 10.1.11;Krise der männlichen Erwerbsbiografie;282 10.1.12;Anforderungen der Arbeitswelt schlagen um in Anforderungen an die freie Entwicklung der Persönlichkeit;283 10.1.13;E-Learning kann die notwendige Reflexion nicht ersetzen;283 10.1.14;Resümee: Eine neue aufregende Bildungsdebatte steht ins Haus;284 10.1.15;Literatur;285 10.2;Gutachten 2: Bildungsarbeit der Zukunft Versuch einer Zusammenschau;286 10.2.1;1. Stichwortartiger Überblick;287 10.2.2;2. Bildung al
s Leitbild?;290 10.2.3;3. Bildungspolitiken zur Entwicklung von Humanressourcen;295 10.2.4;4. Bildungsökonomische und didaktische Handlungsmöglichkeiten;300 11;Autorinnen und Autoren;306


Leseprobe

Ludgera Klemp

Bildungsarbeit der Zukunft: Unternehmenskultur, Identität und Differenz (S. 125-126)

Doch leuchtet es mir sehr ein, dass die Menschen für die Entwicklung und die Veränderung der Welt, in der sie leben, selbst die Verantwortung tragen müssen. (Amartya Sen 2000: 335).

Diversität und damit verbundene Hierarchisierungs- und Ausgrenzungsprozesse sind wesentliche Merkmale vieler zeitgenössischer Gesellschaften. Die gesellschaftliche Differenzierung nach Klassen-, Geschlechter-, ethnischer, religiöser und nationaler Zugehörigkeit artikuliert sich im ungleichen Zugang zu existenzsichernder Erwerbsarbeit, öffentlichen Dienstleistungen, Gesundheit, Bildung und politischer Partizipation.

Mangelnde soziale Integration und Lebensperspektiven sowie Armut verschärfen Spannungspotenziale und akkumulieren Gewalt. Insbesondere in einigen Entwicklungsgesellschaften haben gesellschaftliche Polarisierung und Zerrissenheit bedrohliche Ausmaße erreicht, die ein gewaltfreies Zusammenleben zunehmend erschweren. Gewalt ist Ausdruck tiefgreifender gesellschaftlicher Krisen und damit ein soziales Phänomen. Unabhängig davon, ob Gewalt in der Familie, der Schule, am Arbeitsplatz oder auf der Straße stattfindet, führt sie zum Verlust persönlicher Freiheit, und verwandelt Lebensorte in Labyrinthe der Unsicherheit und Angst. Allgegenwärtig und diffus erlegt sie Menschen neue Verhaltensregeln auf, die zur Erosion öffentlichen Lebens führen. Die Privatsphäre wird hermetisch abgeschirmt und Unternehmensgelände von privaten Sicherheitskräften bewacht. Das Zusammenwirken von historischen, politischen, ökonomischen und sozialen Faktoren schwächt die Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben der Menschen unter Bedingungen von Diversität (Concha- Eastman 2000).

Erfolgversprechend sind politische Versuche, die ökonomische und soziale Chancengleichheit mit der Durchsetzung kultureller Gleichw
ertigkeit und Toleranz auf der Grundlage demokratischer Wertvorstellungen verbinden, wie beispielsweise in Kanada, wo dies offizielle nationale Politik wurde (Geissler 2001). Wo Identität und Differenz keine Anerkennung finden, werden Konfliktpotenziale geschürt. Beispielsweise kommt in Guatemala der Friedensprozess nach dem 36-jährigen Bürgerkrieg nur schleppend voran, weil die kulturellen Rechte der Maya-Bevölkerung nur geringe gesellschaftliche Anerkennung finden und die überwiegende Mehrheit der Maya auch weiterhin politisch und ökonomisch marginalisiert bleibt. Noch immer leben sie in den ärmsten Landesregionen, wo der Entwicklungsbedarf am größten ist.

Die Frage der Bürgerrechte auf der Grundlage von Identität und Differenz ist zu einem Zukunftsthema avanciert. Soziale Mitgliedschaften und kulturelle Zugehörigkeiten sind in allen Gesellschaften wichtige soziale Integrationsfaktoren, weil sie soziale Anerkennung und Sicherheit bieten. Ein Problem besteht darin, dass das Recht auf Differenz dort auf Grenzen stößt, wo es sich internationalen Grundwerten und Grundregeln unterzuordnen hat. Den normativen Bezugsrahmen bilden hierzu die Menschenrechte, Konventionen und andere völkerrechtlich verbindlichen Vereinbarungen sowie die auf Weltkonferenzen von der Staatengemeinschaft verabschiedeten Aktionsprogramme. Doch gestaltet sich in einigen Fällen die Frage, wo die gleichberechtigte Verschiedenheit endet, als schwierig und ist im politischen Diskurs auf nationaler wie auch internationaler Ebene auszuhandeln. So ist auch der internationale Diskurs über die universelle Gültigkeit der Menschenrechte bei Weitem noch nicht beendet. In ihrer Zukunftsstudie über die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts hat die OECD die Kulturfrage" in vielschichtigen und multiethnischen Gesellschaften analysiert.
EAN: 9783879886302
Untertitel: Dateigröße in MByte: 2.
Verlag: Rainer Hampp Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2002
Seitenanzahl: 312 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Wasserzeichen
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