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Otherland 2. Fluß aus blauem Feuer


€ 26,95
 
gebunden
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Juli 1999

Beschreibung

Beschreibung

Im zweiten Band von »Otherland«, Fluß aus blauem Feuer, ist es einer kleinen Gruppe Verzweifelter gelungen, tatsächlich in Otherland einzudringen. Und da schnappt die Falle zu. Sie sind gefangen, unfähig, wieder in ihre Körper aus Fleisch und Blut in der realen Welt zurückzukehren. Zufälle und gefährliche Abenteuer zersprengen die Gruppe. Ihre einzige Hoffnung ist der Fluß. Der Fluß aus blauem Feuer, der durch alle virtuellen Welten Otherlands fließt.
Im November 2004 hat Tad Williams für »Otherland« den Corine-Future Preis erhalten.

Portrait

Tad Williams ist ein kalifornischer Superstar. Seine genre-erschaffenden und Genregrenzen sprengenden Bücher wurden mehrere zehn Millionen Male weltweit verkauft.Seine epischen Fantasy- und Science-Fiction-Reihen, fantastischen Geschichten jeglicher Art, Urban-Fantasyromane, Comics, Drehbücher etc., hatten einen starken Einfluss auf eine ganze Generation von Autoren.Tad arbeitet immer an mehreren geheimen Projekten. Er und seine Familie leben in den Bergen von Santa Cruz, in einem seltsamen und schönen Haus.

Pressestimmen

»Im Fall von "Otherland" lässt sich nur mit jedem verstreichenden Jahr am besten erkennen, wie weitsichtig Tad Williams ist.«
Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung, 11.07.2013
»Seitdem der amerikanische Schriftsteller Tad Williams seinen "Otherland"-Zyklus publiziert hat, ist im Bereich der literarischen Fantasy nicht mehr wie zuvor.«
Andreas Platthaus, Stuttgarter Zeitung, 13.07.2013
»... Tolkiens Mittelerde steht nicht ohne Grund im Zentrum des Fantasy-Booms. Seit Erscheinen des Epos muss sich jeder Fantasy-Autor an der gigantischen Saga messen lassen. ...
Seitdem haben viele versucht, den Thron zu stürmen und in den Olymp der High-Fantasy aufzusteigen. Doch nach echten Weltengründern mussten die Fans lange vergeblich suchen. Viele Geschichten kranken daran, dass sie von Tolkien-Epigonen verfasst sind, aber nichts wirklich Neues erschaffen. Fast ein halbes Jahrhundert hat es gedauert, bis ein Autor mit einer selbstständigen Weltschöpfungsidee aufwarten und den hungrigen Lesern ein eigenständiges Universum präsentieren konnte: "Otherland" von Tad Williams. Ein 3650 Seiten starkes Universum, das sich in kein bekanntes Schema pressen lässt, das seinem Autor aber dennoch, zwischen Fantasy, Science-Fiction, Cyberpunk, Abenteuerroman, Märchen und Krimi changierend, den Titel Tolkien des 21. Jahrhunderts von der Literaturkritik eingebracht hat. ...
Aber Williams Tetralogie ist vor allem deshalb ein Novum, weil er das Basismaterial des Genres auf die Verhältnisse der Multimediawelt des 21. Jahrhunderts hochrechnet. ...«
Wiebke Eymess (www.buchwurm.info, 12.08.2004)
»Der Geist aus der Maschine
Seit einem Jahr fiebern die "Otherland"-Fans dem zweiten Teil der Cyberspace-Saga entgegen. Tad Williams enttäuscht nicht: "Fluss aus blauem Feuer" ist eine Achterbahnfahrt der Fantasie.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Der Amerikaner Tad Williams entwirft in seiner Saga "Otherland" eine nahe Zukunft, in der sich die Menschen am liebsten im Netz tummeln und der krassen Realität die kalte Schulter zeigen. Bücher kommen in dieser Zukunft gar nicht mehr vor. Wir stehen an der Schwelle zu dieser neuen Netzwelt. Doch Tad Williams tritt den Beweis an, dass sich die Kraft der schwarzen Worte auf weißem Papier hinter keiner noch so ausgefeilten Computer-Simulation verstecken muss. Als Leser taucht man ebenso in die fantastischen Weiten hinab wie die "Otherland"-Helden in ihre künstlichen Cyber-Welten.
Okay, als Bücherwurm steckt man nicht in Tanks, die einen am Leben erhalten, während sich der Sim, der Ersatzkörper, im Cyberspace vergnügt. Doch auch das Lesen von "Otherland" hat mitunter bedrohliche Folgen: Es sind Fälle bekannt geworden, in denen sich "Otherland"-Leser tagelang von der Weit abkapseln, um in den abenteuerlichen Schwarten zu versinken. Nahrungsentzug, Schlaf- und Kommunikationsstörungen sind die Folge. Den Lesern geht es nicht besser als der bunten Reisegesellschaft, die Tad Williams durch "Otherland" jagt: Sie können sich ebenso wenig aus ihren simulierten Weiten ausklinken wie die Leser das Buch aus der Hand legen können. Diese Magie wirkte beim ersten Band von "Otherland", "Stadt der goldenen Schatten", und setzt sich in "Fluss aus blauem Feuer" fort.
"Otherland" hat Tad Williams zu Recht den Ruf eingetragen, der neue Tolkien zu sein. Doch die auf vier Bände angelegte Saga ist eine moderne Mischung aus Fantasy und Sciencefiction. Der Kampf zwischen Gut und Böse wird nicht mehr im düsteren Mordor ausgefochten, sondern im Cyberspace.
Eine Gruppe superreicher Männer, die Gralsbruderschaft, hat ihr ganzes Vermögen in die Erschaffung eines Netzwerkes - "Otherland" - gesteckt. "Reiche Idioten, die Spiele spielen", sagt der "Otherland"-Besucher Azador. Es sind mächtige, meist alte Männer, die sich in den virtuellen Welten das ewige Leben einrichten wollen. An der Spitze der zwielichtigen Bruderschaft steht der Oberschurke Felix Jongleur. Er allein beherrscht und kontrolliert das geheime Betriebssystem - Bill Gates läßt grüßen - und feiert sich online gern als Gott Osiris. Doch langsam spürt er, dass es nicht leicht ist, ein Gott zu sein. Eine Gruppe furchtloser Abenteurer, angeführt von der südafrikanischen Netz-Ingenieurin Renie versucht, hinter das Geheimnis von "Otherland" zu kommen. Denn die gewaltige Simulation fordert bereits ihre Opfer: Neugierige Netz-Kinder wie Renies Bruder Stephen sind ins Koma gefallen.
Doch auch am Ende des zweiten Bandes ist man nicht schlauer, was es mit den Koma-Fällen auf sich hat. Auch die Rolle des geheimnisvollen Museumsangestellten Paul, der sein Gedächtnis verloren hat und seit dem ersten Band in "Otherland" herumirrt, bleibt unerklärt.
Der Autor trennt die Gemeinschaft, die sich am Ende des ersten Bandes zusammengefunden hat und lässt drei Grüppchen durch die lebensbedrohlichen Weiten von "Otherland" irren: Ein Insektenreich, Xanadu, eine zweidimensionale Comic-Welt, die Welt des Zauberers von Oz, Ägypten, das Venedig der Renaissance, die Sphäre der fliegenden Menschen. Die Abenteuer, die Renie, der Buschmann !Xabbu, der kranke Knabe Orlando und seine Freundin Fredericks sowie die blinde Martine und ihre Gefährten bestehen müssen, sind irrwitzig.
Der zweite Band ist unheimlicher, düsterer als der erste. Nicht nur, dass der mordende Osiris-Gehilfe Dread immer brutaler zuschlägt. "Otherland" selbst wird immer bizarrer. Die gigantische Simulation "Otherland" gleitet ihren Schöpfern aus den Händen. Mord, Brutalität und Zerstörung breiten sich aus. Hat das komplizierte Nemesis-Programm ein Bewusstsein entwickelt, eine künstliche Intelligenz? Der Autor verrät es wohl erst in einem der nächsten beiden Bände.
Tad Williams erneuert seinen Ruf als begnadeter Fabulier-Künstler. Er beschreibt Szenen so plastisch und detailreich, dass "Otherland" als Film in Cinemascope und mit prallem Technicolor vor dem geistigen Auge abläuft. Ein zeitgemäßer ironischer Ton würzt die Saga. Es macht Spaß, sich von dem Strom der Fantasie fortreißen zu lassen. Auch wenn man sich manchmal so müde und überreizt fühlt wie die Helden, die über den blauen Fluss von Simulation zu Simulation hecheln.«
Anke Groenewold (Neue Westfälische Zeitung, 28.07.1999)
EAN: 9783608934229
ISBN: 3608934227
Untertitel: Lesebändchen.
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Erscheinungsdatum: Juli 1999
Seitenanzahl: 781 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Hans-Ulrich Möhring
Format: gebunden
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