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Otherland 1. Stadt der goldenen Schatten


€ 26,95
 
gebunden
Noch nicht erschienen
Juli 1998

Beschreibung

Beschreibung

Eine Gruppe mächtiger Männer, die sich Gralsbruderschaft nennt, hat mit enormen Geldmitteln das Simulationsnetzwerk »Otherland« entwickelt. Es ist mehr als nur die Spielwiese einiger Exzentriker: Von langer Hand vorbereitet soll es das gigantische Kontrollsystem werden, das die gesamte Menschheit beherrscht.
Nur wenige haben eine Ahnung davon, welche Ausmaße das Netz bereits angenommen hat. Nur wenige erkennen die tödliche Gefahr. Angelockt von der Vision einer strahlenden, einer goldenen Stadt, versammeln sich neun Menschen in der VR, um sich dem Bösen entgegen zu stellen und seine Pläne zunichte zu machen.
Im November 2004 hat Tad Williams für »Otherland« den Corine-Future Preis erhalten.

Portrait

Tad Williams ist ein kalifornischer Superstar. Seine genre-erschaffenden und Genregrenzen sprengenden Bücher wurden mehrere zehn Millionen Male weltweit verkauft.Seine epischen Fantasy- und Science-Fiction-Reihen, fantastischen Geschichten jeglicher Art, Urban-Fantasyromane, Comics, Drehbücher etc., hatten einen starken Einfluss auf eine ganze Generation von Autoren.Tad arbeitet immer an mehreren geheimen Projekten. Er und seine Familie leben in den Bergen von Santa Cruz, in einem seltsamen und schönen Haus.

Pressestimmen

»Im Fall von "Otherland" lässt sich nur mit jedem verstreichenden Jahr am besten erkennen, wie weitsichtig Tad Williams ist.«
Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung, 11.07.2013
»Seitdem der amerikanische Schriftsteller Tad Williams seinen "Otherland"-Zyklus publiziert hat, ist im Bereich der literarischen Fantasy nicht mehr wie zuvor.«
Andreas Platthaus, Stuttgarter Zeitung, 13.07.2013
»Irgendwo im Nirgendwo
Doch, es gibt noch Bücher, deren Lektüre Bedürfnisse wie Hunger oder Müdigkeit vergessen macht. Eines davon hat der amerikanische Autor Tad Williams geschrieben, der nebenbei auch Drehbücher und Comics veröffentlicht: "Otherland". Vollmundig angekündigt als "Herr der Ringe des 21. Jahrhunderts", erscheint mit Stadt der goldenen Schatten der erste Band einer Tetralogie, die gleichzeitig "Cyberspace-Saga", Thriller und Fantasy-Roman sein will. Und tatsächlich weiß der Autor seine komplexe Materie ungeheuer packend zu gestalten. Angesiedelt in einer nahen Zukunft handelt die Geschichte von mysteriösen Krankheitsfällen unter jugendlichen, die den Großteil ihrer Zeit im Cyberspace verbringen. Haben skrupellose Kriminelle ihre Seelen geraubt und wenn ja, was haben sie damit vor? Diese Fragen versucht eine junge Informatikdozentin zu klären, deren Bruder ebenfalls im Koma dahindämmert.. Bei ihren Abenteuern im Computernetz stößt sie bald auf Anzeichen einer weltweiten Verschwörung.
Gekonnt verwendet Williams zur Ausgestaltung dieser unwirklichen Wirklichkeiten das naheliegende Material, das von ägyptischer Mythologie über "Alice im Wunderland" bis zum "Herr der Ringe" und zurück reicht und daher natürlich in seinem schillernden Spiel mit Symbolen und Archetypen weniger durch Subtilität als durch die Macht der halluzinatorischen Bilderflut überzeugt. Dummerweise hielt es der Autor nicht für nötig, zu einem Schluß zu kommen. So enden dramatisch eingeläutete Erzählstränge irgendwo im Nirgendwo und werden, so Williams will, irgendwann im zweiten, dritten oder vierten Band wieder aufgenommen. Aber mag man bis ins 21. Jahrhundert auf ein Buch warten, das auf der Stelle verschlungen werden will?«
Gunnar Lützow (Berliner Morgenpost, 19.07.1998)
»Eine Dichterlesung im alten Stil war das nicht, was da im Theaterhaus über die Bühne ging. Eher der Auftritt eines Popstars. ... Die Kids jedenfalls hat Tad Williams im Sturm erobert.«
Rolf Spinnler (Stuttgarter Zeitung, 15.10.1998)
»Ritter des Virtuellen
Gral im Netz: Eine großangelegte Cyberspace-Saga von Tad Williams
Renie Sulawayo ist Dozentin an der Technischen Hochschule in Durban. Sie bringt ihren Studenten den kreativen Umgang mit der Virtuellen Realität näher. Die längst üblichen Neuronalverbindungen mit dem Netz vermitteln Sinneseindrücke wie im wirklichen Leben. Sogar virtuelles Essen und Trinken ist möglich. Da man sich autodidaktisch sehr viel Wissen über das Netz aneignen kann, gibt es keine überfüllten Hörsäle mehr, und Renie unterrichtet nur einen einzigen, äußerst talentierten Studenten. !Xabbu ist von seiner Abstammung her ein Buschmann. Diese kleinwüchsigen Ureinwohner Afrikas sind im Aussterben begriffen, und !Xabbu will für die Nachwelt eine Computersimulation entwickeln, die sein Volk wenigstens virtuell am Leben erhält. Renies dreizehnjähriger Bruder Stephen ist, wie alle Kinder seines Alters, besonders von den Abenteuerspielen im Netz angetan. Übertroffen wird diese Lust am Spiel höchstens noch von der Möglichkeit, sich in fremde Systeme hinein zu hacken. Von einem dieser Ausflüge kommt Stephen allerdings nicht mehr zurück. Er liegt seitdem im Koma. Renie stellt zusammen mit dem schamanisch begabten !Xabbu Nachforschungen an. Dabei findet sie heraus, das Stephen nicht das einzige Opfer dieser ?Krankheit? ist. Kurz darauf werden sie und ihr Vater beinahe Opfer eines Bombenanschlags ...
Mit ?Otherland - Stadt der goldenen Schatten? wird der erste Band einer vierteiligen Cyberspace-Saga vorgelegt, der äußerst vielversprechend ist. Tad Williams hat, so paradox das für die Science-fiction klingen mag, mit diesem Werk Neuland betreten und womöglich sogar eine eigene Subgattung begründet. Dazu bediente er sich, wie in der Postmoderne üblich, mehrerer Stilmittel und Vorbilder. Was die Grundlagen seiner Welt angeht - vom Netz bis hin zum Cyberspace - stand wohl eindeutig William Gibson Pate, für den soliden Aufbau der Geschichte aber liegen die Wurzeln am entgegengesetzten Ende des Science-Fiction-Spektrums. bei J.R.R. Tolkien. Der geniale, obgleich naheliegende Kunstgriff: Williams nutzt die von Drehbüchern her entlehnte Schnitt-Technik, um in fesselnder Manier scheinbar völlig unabhängig voneinander exisitierende Erzählfäden aufzurollen und deren Protagonisten zuletzt doch noch auf eine Ebene, nämlich die Netzebene zu bringen. Dabei gelingt es ihm derart überzeugend, die »Wirklichkeiten« zu verwischen und für überraschende Wendungen zu sorgen, daß man auch als Leser die »Verrückbarkeit« virtueller Dimensionen nachvollzieht. Ein@ horizonterweiternder Vorzug i der weltumspannenden Netzebene ist zu- dem¿ daß die Haupthandlungsträger aus nies Südafrika stammen. Am Ende bleiben zwei Fragen offen: Wie ist Paül jonas aus den ?wirklichen? Schützengräben im Jahre 1918 in die virtuelle Realität gelangt? Und wie werden neun lndi dualisten mit den über- mächtigen Hütem des Grals fertig, obwohl sie mit dem Rücken an der virtuellen Wand stehen und einen Verräter unter sich haben?«
Ulrich Karger (Der Tagesspiegel, 06.09.1998)
»In einem andern Land
Der amerikanische Fantasy-Autor Tad Williams erobert mit einer monumentalen Geschichte das Internet.
Der «Innere Distrikt» heisst die virtuelle Stadt. Zehn Millionen Einwohner hat sie die Mächtigen der Erde. Denn nur Reiche können sich die teure Rechenzeit für eine Simulator-Figur leisten, welche sie in der Mega-City standesgemäss repräsentiert.
Stephen, ein südafrikanischer Teenager, verschafft sich mit einem Hacker-Trick Zugang zum Distrikt. Ihn lockt der schillernde Klub «Mister J¿s», Doch nicht Vergnügen wird ihm in der labyrinthischen Villa zuteil, sondern Unheil. Irgendetwas, irgendjemand packt sein Hirn. Nicht einmal der Notfall-Ausstiegsknopf hilft. In der realen Welt liegt Stephen fortan im Koma.
Ein Geheimbund geht um im Netz, ein virtueller Drache frisst die Kinder der Welt. «Otherland», Fantasy-Vierteiler des Amerikaners Tad Williams, zeigt die Abgründe der Virtual Reality 21. Jahrhundert. Nächstens erscheint auf Deutsch Teil eins, «Stadt der goldenen Schatten».
Über 900 Seiten lang ist der erste Teil, denn «Otherland» ist ein monumentales Projekt. Williams, 41, der mit früheren Romanen zwei Millionen Auflage erzielte und die US-Buch-Top-Ten eroberte, wird von Kritikern «Der Tolkien der 90er» genannt.
John Ronald Reuel Tolkien, mythenforschender Oxfordprofessor, publizierte 1954/55 die Trilogie «Der Herr der Ringe». Die Hobbits, kindlich-fröhliche Zwerge, und ihr Kampf gegen die Schwarzen Reiter des finsteren Reichs Mordor, davon handelt Tolkiens Kunstepos. Es ist bis heute der Standard der Fantasy-Literatur. Und es ist mehr als tausend Seiten lang. Fantasy-Leser schätzen verzweigte Geschichten, in denen man sich mit allen Gefühlen, mit Abenteuerlust und Gruseln über lange Lesestunden hinweg einrichtet.
Gut und Böse im Clinch, auch in Williams¿ gigantischer, intelligent konstruierter und vielschichtigen Geschichte geht¿s darum. Dass der Kalifornier seine Story im Netz ansiedelt, ist nur logisch; er ist Teilhaber einer Firma, die mit Multimedia und interaktivem Fernsehen geschäftet.
Die Netzwelt hat in Williams¿ 21. Jahrhundert viel Gewicht gewonnen. Simulations-Apparaturen imitieren Realität zu einem hohen Grad. Wasser etwa gaukeln sie einem mit allerlei Sensoren und «neurokanularen Implantaten» so sinnlich vor, dass man es nass und kalt über die Hand fliessen spürt. Kein Wunder, sind in den ersten Jahren der neuen Technologie viele Leute umgekommen. Das Nichts scheint real, doch es löscht nicht den realen Durst.
Der Fortschritt hat aber durchaus Vorteile. Viele Leute halten sich elektronische Assistenten. Der kranke, ans Bett gefesselte Junge Orlando etwa gebietet über einen spinnenbeinigen «Agenten» namens Beezle, der ihm Informationen im beschafft, Botengänge im Netz erledigt, in der schnoddrigen Sprache eines New-Yorker Taxifahrers kommuniziert und - eigentlich so etwas wie se in bester Freund ist. Orlandos Mutter ahnt nichts von dem digitalen Faktotum.
Ebenso fantasievoll sind andere Gestalten, die Williams ersonnen hat. Zusammen mit Renie, der Schwester des komatösen Stephen, wird der junge Buschmann !Xabbu aus dem Okawango-Becken, vertraut mit alten Menschenmythen, zum Streiter gegen die alptraumhaften Bösen. Der Avatar Thargor ist ein Söldner aus dem Computerspiel, mit einem Runenschwert bewehrt, stets zum Kampf bereit. Der Soldat Paul Jonas scheint direkt von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges in den virtuellen Raum geraten.
Dann ist da der «Alte Mann», Anführer der Netz-Geheimloge. Er hat nicht nur die Fähigkeit, Distrikt-Besucher in einer Art Zentralnervensystem-Hypnose seelisch und geistig gefangen zu nehmen. Seine Häscher schwärmen auch ins reale Leben aus, legen Bomben, verwischen Spuren in Computersystemen, töten Widersacher.
Der alte Mann tritt am liebsten als Osiris, Mumiengott des Alten Ägypten, auf den Bildschirm. Seiner Entourage bleibt nichts anderes übrig, als den Kult mitzumachen. Sie lebt ohnehin in steter Angst, den Krokodilen vorgeworfen zu werden.
Den realen vielleicht, vielleicht aber auch den fiktiven. Der Unterschied verwischt sich. Tolkien im Zeitalter der Virtualität.«
Thomas Widmer (Facts, 20.08.1998)
»Bestseller-Autor Tad Williams schildert Phantasiewelten im Cyberspace, die ideenreich, spannend und gleichzeitig so berauschend sind, wie es bisher nur Tolkien gelungen ist.«
(Online Today, 01.08.1998)
»Dieser Cyber-Roman ist eine rasante Fahrt durch Träume, reale Welt und virtuelle Szenen, so spannend erzählt, das jede Station schon genug Stoff abgäbe für eine eigene Science-fiction.«
(Konr@d, 01.08.1998)
EAN: 9783608934212
ISBN: 3608934219
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Erscheinungsdatum: Juli 1998
Seitenanzahl: 919 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Hans-Ulrich Möhring
Format: gebunden
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