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Sprache jenseits von Sprache


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kartoniert
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Januar 2003

Beschreibung

Beschreibung

Es sind eigenwillige Texte, die Werner Fritsch wie elektrisiert in seine Tastatur hämmert. Sprachkunstwerke, die schockieren und verwirren, provozieren und anrühren gleichermaßen. Mit radikalen Mitteln führt der oberpfälzische Autor die Sprache an ihre Grenzen und darüber hinaus, um von dem zu erzählen, was jenseits dieser Grenzen liegt. Fritsch, dessen künstlerisches Repertoire Theaterstücke, Hörspiele und Filme umfaßt, zählt zu den herausragenden Literaten der Gegenwart.In Sprache jenseits von Sprache geht Stefan Pokroppa der Poetik des Schriftstellers nach, geleitet von den Beobachtungen einer systematischen Analyse seiner grundlegenen Texte. Er veranschaulicht, wie Fritsch in Steinbruch seine Sprache auf alle möglichen Bedeutungen hin erschließt. Der Monolog des Rekruten beim Wehrdienst stellt den literarischen Befreiungsschlag des Schriftstellers dar. In dem Theaterstück Fleischwolf bietet Fritsch ein verdichtetes Zitat einer beim Militär und im Rotlichtmilieu gehörten Sprache dar. Dabei wird diese gleichsam wie in einem schamanistischen Ritual auf dem Altar der Kunst geopfert und gleichzeitig gerettet. In seinem Roman Cherubim setzt Fritsch dem alten Bauernknecht Wenzel Heindl ein literarisches Denkmal, indem er ihn Geschichten erzählen läßt, die seine Leser ins Paradies der Poesie entführen. Mit Chroma - Farbenlehre für Chamälions behandelt Pokroppa schließlich einen der neusten und kunstvollsten Texte von Werner Fritsch und gelangt so zu einer ersten literaturwissenschaftlichen Einschätzung der poetischen Entwicklung des in Berlin lebenden Autors.

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. "Steinbruch" - ein literarischer Befreiungsschlag
2.1 Manöver und Monolog
2.2 Sprachliche Umsetzung
2.3 Körperlichkeit in der Sprache
2.4 Assoziation und Fantasie
2.5 "Steinbruch" als poetische Grundlegung
3. "Fleischwolf" - Sprache im Gefecht
3.1 Strukturen in einem statischen Text
3.2 Wortgefechte
3.3 "Fleischwolf"
3.4 O Rose thou art sick
3.5 Kunst und Traum
4. "Cherubim" - Werner Fritsch und Wenzel Heindl
4.1 Ein Roman in der Ewigkeit
4.2 Aus dem Leben eines Cherubim
4.3 Eine sprachliche Symbiose
4.4 Die Poetik der Transzendenz
4.5 Wenzels Welt
5. "Chroma - Farbenlehre für Chamäleons" - Der faustische Gustaf
5.1 Plurimedialität - Farbspektrum und Sprachspektrum
5.2 Gustaf im "Zeitalter Mephistos"
5.3 Der authentische Gustaf Gründgens
5.4 Der gescheiterte Gustaf
6. Ausblick
Anhang: Die Poetik der Ferne - ein unzerstörbares Moment von Seele. Interview mit Werner Fritsch, Berlin 2.5.2002
Literaturliste
EAN: 9783895283925
ISBN: 3895283924
Untertitel: Textanalysen zu Werner Fritschs "Steinbruch", "Fleischwolf", "Cherubim" und "Chroma". 1. , Aufl.
Verlag: Aisthesis Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2003
Seitenanzahl: CXXXV135
Format: kartoniert
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