HUDU

Das allererste Mal


€ 7,40
 
kartoniert
Sofort lieferbar
Februar 2011

Beschreibung

Beschreibung

Satire vom Feinsten: Ein Baby erzählt aus seiner Sicht, wie es alles zum ersten Male erlebt. Dieser Perspektivenwechsel wird alle, die Babys lieben, begeistern. Die witzigen Zeichnungen dazu stammen aus der Feder der Künstlerin Karin Fröhlich-Flesch. Das ideale Mitbringsel für alle werdenden, frisch gebackenen und frisch gebliebenen Eltern.

Portrait

Schneider, Silvana E., geboren in Bayern, lebt in der Nähe von München. Herausgeberin der Anthologie "Das Lachen deiner Augen", Frauenporträts in Lyrik und Prosa, 2 Bände, Geest-Verlag. Autorin der Romane "Tod der Puppenkönigin", Starks-Sture-Verlag, München und "Lauf, Jakob!", Verlag Edition BUNTEHUNDE, Regensburg

Leseprobe


Schneider, Silvana Elisabeth:
Das allererste Mal


Wollten Sie nicht immer schon einmal wissen, was Ihr Baby denkt? Hier erfahren Sie es!



Heute ist unser großer Tag. Heute kommst du endlich nach Hause,
sagt Papa. Mama ist furchtbar aufgeregt. Was sie bloß hat? Und wo ist dieses "nach Hause ?" Die werden doch jetzt nicht mit mir durch die Gegend fahren? Ich will meine Ruhe und an Mama nuckeln und sonst gar nichts.
Aua - nun stecken sie mich in viel zu große Säcke mit Schlabberbeinen dran. "Strampler" nennen sie die scheußlichen
Dinger. Habt ihr keine passenden Babysäcke oder bin ich etwa zu
kurz geraten? Ah, Mama schimpft mit Papa wegen der viel zu groß
gekauften Sachen. Bin also doch kein Mickerling, hab ich mir gleich gedacht. Armer Papa, so schlimm ist das auch wieder nicht.
Stopf die Schlabberbeine einfach unter meinen Po! Dafür ist die
Mütze, die er mir nun über den Kopf zerrt, ganz schön eng. Hast du Angst, mein Kopf könnte auseinanderfallen? Nein, nicht noch die dicke Decke drauf, ich ersticke!!!
Los geht¿s. Iiih ist das eisig kalt hier draußen. Papa stellt die Plastikschüssel, in der ich liege - Maxi Cosi nennen sie die - ins Auto und zieht so ein komisches schwarzes Band drüber.
Mama will dauernd was wissen: "Hast du ihn auch gut angegurtet? Wird das auch halten? Hoffentlich erkältet er sich nicht. Mach doch schneller Schatz, wir wollen endlich heim."
Mensch Mama, du nervst. Gib doch Ruhe und lass Papa machen. So, jetzt fährt er endlich los. Das gefällt mir nicht. So ein komisches Geschaukel. Irgendwie lieg ich auch schief. Mama kuck nicht so besorgt, ich fühl mich schon ganz schlecht.
Wäääh, wäääh, wäääh



Gott sei dank ist dieses Rechts-links-vor-zurück-Geschaukel vorbei. Autofahren nennen sie das. Und hier ist also "zu Hause." Was macht Mama denn jetzt? Nein, nicht, stell meine Plastikschale nicht auf den kalten Boden. Bist du verrückt geworden? Nur weil Papa ein Willkommensfoto vor der Haustüre machen will, musst du doch nicht meine Gesundheit gefährden. Sie stellt mich wirklich auf den Boden, ich kann`s nicht glauben.
Lacht doch mal, ihr beiden, sagt Papa jetzt. Na, die haben vielleicht Nerven. Da hab ich mir ja welche ausgesucht. Als ob man bei dieser Eiseskälte noch lachen könnte.
Jetzt fallen sie sich auch noch um den Hals und Mama sagt, sie sei ganz gerührt. Mich rührt nix und wenn ihr nicht gleich die Tür da aufmacht, brüll ich dieses verschlafene Nest hier wach!



Aaahh, wunderbar ... diese Wärme. Ja, stell mich auf das Sofa. Warum nicht gleich so? Das tut gut. So schön mollig ist es hier drinnen. Hilfe, was ist das? Nehmt mich hoch, schnell. Ein Ungeheuer kommt auf mich zu; ein schwarzbehaartes Ungeheuer, es knarrt - grrr,grrr, - und starrt mich an. Maaama!
Das ist doch unsere Miezekatze, mein Schatz, sagt Mama. Vor der brauchst du keine Angst zu haben, die ist ganz lieb. Jetzt streichelt sie das Ungeheuer auch noch. Passt bloß besser auf mich auf, ihr beiden. Ich bin diesen Aufregungen hier nicht gewachsen. Mein Kopf wird schon wieder ganz schwer; ich lass euch mal kurz allein mit euerem Begrüßungszauber.
Pssst, leise, er schläft ein, flüstert Mama.
Ich kann dich noch hören Mama. Lasst das schwarze Ungeheuer nicht in meine ... tzzz, tzzz, tzzz



Gefällt dir dein Zimmer? fragt die Mama und nimmt mich hoch.
Ahhh, da ist er wieder - dieser Duft. Ja, drück mich ganz fest
an dich, das ist schön, so fühl ich mich geborgen.
Was machst du bloß Mama? Aua, nicht auf dieses harte Brett.
Was heißt da `Wickelkommode`, ich will es weich und warm.
Nein, nicht ausziehen. Grad` war`s so schön mollig und gemüt-
lich. Mama lass das, wäääh, wäääh ...
Ihhh, das stinkt hier plötzlich. Was macht sie da nur, was so
furchtbar riecht? An meinem Po klebt was fest. Sie wischt wie
doll an mir herum; erst mit was Nassem, dann mit was Trockenem.
Nun packt sie mich in Watte ein. Ja, das lass ich mir gefallen.
So, nun ist unser Möpschen wieder sauber, sagt sie und fängt
an, mich zu busseln. Und wo sie mich überall küsst. Auf den
Bauch, auf die Speckröllchen, auf die Nase, hinter¿s Ohr.
Nimm sofort meine Zehen aus deinem Mund, Mama, das
kitzelt so. Hahaha ...

EAN: 9783831134465
ISBN: 3831134464
Untertitel: Tagebuch eines Babys von Silvana E. Schneider. 3. Auflage. Paperback.
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: Februar 2011
Seitenanzahl: 64 Seiten
Format: kartoniert
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben