HUDU

Kindheit auf dem Lande


€ 18,90
 
gebunden
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Oktober 1997

Beschreibung

Beschreibung

Es gibt wohl kein anderes Werk der ägyptischen Literatur, daß so detailliert und heiter den Alltag in einem ägyptischen Dorf in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschreibt. 'Das Buch, 1945 entstanden, erzählt im Rückblick das Leben eines Knaben auf dem Lande, mit allen Freuden und Ängsten, die ein Kind in seinen ersten Lebensjahren erlebt: Der erste Schultag, unliebsame Lehrer, Kinderstreiche, Angst vor Geistern und Dämonen und die ersten Ahnungen von den Problemen der Erwachsenenwelt ... 'Kindheit auf dem Lande' entstammt einer Lebensphase von Sayyid Qutb, in der er sich als Literaturkritiker hervorgetan hat. Parallelen zur bahnbrechenden Autobiographie Taha Hussains sind unverkennbar. Pikanterweise wurde dieser wegen seiner aufklärerischen und liberalen Ansichten von den Muslimbrüdern, deren Chefideologe Qutb später war, aufs Entschiedenste bekämpft. Seine politisch-programmatischen Schriften sind heutzutage in der islamischen Welt weit verbreitet.', so die Beschreibung von Mona Naggar.

Portrait

Sayyid Qutb ist eine der schillerndsten und umstrittendsten ägyptischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. 1906 geboren, erlebte er die ägyptische Revolution von 1919 mit und wurde zu einem glühenden Nationalisten, der sich für die Unabhängigkeit Ägyptens von den Engländern einsetzte. Qutb war ein aufgeklärter, liberaler Intellektueller, bevor er sich nach einem dreijährigen Aufenthalt in den USA den ägyptischen Muslimbrüdern anschloss. In den 50er Jahren stieg er zu einem der führenden Vertreter dieser extremistischen islamischen Gruppierung auf und wurde deshalb 1966 unter Nasser hingerichtet. Die vorliegende Autobiographie veröffentlichte Qutb 1946, fünf Jahre bevor er sich den Mulimbrüdern zuwandte.

Pressestimmen

» ... > Kindheit auf dem Lande< beschreibt Qutbs Jugend. Gerade weil er von einer normalen Jugend erzählt, ist der autobiographische Roman interessant. Qutb war eben kein armer, gebeutelter Underdog; nicht aus Rache gegen die eigene gesellschaftliche Benachteiligung wurde er zum Radikalen. Einfühlsam beschreibt Qutb das ägyptische Landleben. Ab und an klingen auch Themen an, für die er später den politischen Kampf aufnahm: Ausbeutung der Bauern, Willkür der Soldaten. (...) Die Geschichte dieser [der] Jugend dieses Islamisten ist schön zu lesen; sie liefert dem deutschen Publikum auch Informationen über einen Denker, der das Weltgeschehen noch heute bestimmt.« (Süddeutsche Zeitung, 23.3.1998)»Kaum einer seiner Anhänger kennt die andere Seite von Qutb: seine Begeisterung für Literatur oder seine Fähigkeit, Geschichten zu erzählen vom Leben auf dem Dorf.« (NZZ 24.12.1998)»Bereits 1946 veröffentlichte Qutb seine Autobiographie, die detailliert und heiter den Alltag in einem ägyptischen Dorf Anfang des Jahrhundert widerspiegelt.« (Der Tagesspiegel, 18.11.1997)»Immer wieder gelingt es Qutb deutliche Bilder seines Dorfes in der Nähe von Assiut am mittleren Nil heraufzubeschwörnen: das harte Leben der Saisonarbeiter, deren Ausbeutung ihn empört, den Konflikt zwischen Koran- und staatlicher Schule, in dem er begeistert für die moderne Variante optiert, die angst vor Ifrits und Dschinns, der örtlichen Geisterpolpulation.« (Neues Deutschland, 27.11.1997)»Ein sehr empfehlenswertes Buch.« (Moslemische Revue, Januar-März 1998)
EAN: 9783922825623
ISBN: 3922825621
Untertitel: Ein ägyptischer Muslimbruder erinnert sich.
Verlag: Verlag Edition Orient
Erscheinungsdatum: Oktober 1997
Seitenanzahl: 175 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Horst Hein
Format: gebunden
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