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Die Stärkung des Sozialen


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März 2005

Beschreibung

Beschreibung

Die soziale Unsicherheit kehrt zur¿ck. In Zeiten des Wirtschaftswachstums allenfalls eine Randerscheinung, gef¿det sie heute den Fortbestand der ¿Gesellschaft der ¿nlichen¿, die ihren Mitgliedern zwar keine absolute Gleichheit, wohl aber neben dem Schutz der Grundrechte auch soziale Absicherung garantierte. Was bedeutet es unter diesen Umst¿en, ¿gesch¿tzt¿ zu sein? Wie entsteht gesellschaftlicher Zusammenhalt, und wodurch wird er bedroht? Wie begegnet man der neuen sozialen Unsicherheit? Diesen Fragen geht der franz¿sische Soziologe Robert Castel nach. Zun¿st skizziert er die politisch-historische Entwicklung der Rechts- und Sozialstaatlichkeit, bevor er sich der Gegenwart zuwendet. Das Gef¿hl von Angst und Unsicherheit in modernen Gesellschaften ist f¿r ihn mehr als ¿eine Wahnvorstellung der Bessergestellten¿. Er verweist auf das neue, prek¿gewordene Arbeitsleben, den Zerfall der einst von Familie, Nachbarschaft und anderen Gemeinschaften gebildeten Netzwerke, die Erosion staatlicher Institutionen und die Demontage des Arbeits- und Sozialrechts. Mit der Dekollektivierung der Arbeitsbeziehungen und der Re-Individualisierung der rechtlichen Konstitution des Arbeitsverh¿nisses gehen Strukturen verloren, die f¿r viele Menschen existentiell waren und sind. Castel bereichert die aktuelle Debatte um eine politische Theorie sozialer Ungleichheit und gibt neue Anst¿¿ zu einer soziologisch fundierten und juristisch informierten Auseinandersetzung mit der Neuordnung des Sozialstaats. So regt er beispielsweise an, die Vielzahl der parallel zu den hergebrachten Sozialleistungen entstandenen Zuwendungen, Modelle und Systeme koordiniert zusammenzuf¿hren und ein ¿homogenes Rechtssystem¿ zu schaffen. Rechte und Absicherungen, die an einen stabilen Erwerbsstatus gekn¿pft waren, k¿nnten von diesem entkoppelt und auf die Person des Arbeitnehmers ¿bertragen werden. Seine Schlu¿olgerung lautet: ¿Der nunmehr mobilen Arbeitswelt und dem unberechenbaren Markt m¿¿e eigentlich ein flexiblerer Sozialstaat entsprechen.¿

Portrait

Robert Castel ist einer der einflussreichsten Soziologen Frankreichs mit hohem internationalen Renommee. In den 1960er Jahren arbeitete er mit Pierre Bourdieu und orientierte sich an der Schule Michel Foucaults. Er ist Forschungsdirektor der École des hautes études en sciences sociales und Mitgründer von Grass - Group d analyse du social et de la sociabilité.
EAN: 9783936096514
ISBN: 3936096511
Untertitel: Leben im neuen Wohlfahrtsstaat. Originaltitel: L'insécurité sociale. Qu'est-ce qu'etre protégé.
Verlag: Hamburger Edition
Erscheinungsdatum: März 2005
Seitenanzahl: 135 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Michael Tillmann
Format: gebunden
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