HUDU

Ohne Warhol keine Währung


€ 6,80
 
kartoniert
Sofort lieferbar
Oktober 2009

Beschreibung

Beschreibung

Vom Glück des Bücherkennens schreibt der Dichter, doch dann sind die Wörter des Bücherberges in seinem Kopf urplötzlich ausgezogen, und alles beginnt von vorn. Die Wollmütze auf dem Kopf muss vollgedacht werden, Bruder Grimm eine Volksabstimmung in sein Märchen einbauen, und Brecht erkennt die fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit. Andy Warhol strickt seinen neuen Bankcode auf Armeesocken, und Goldmarie erkennt, dass Geschichten keine Währung haben. René Sommer schlägt in seinen surrealen Prosagedichten Brücken zwischen Fantasie und Realität, Kunst und Alltag. Diesmal lässt er den Dichter Wolfgang Whitsunday agieren. Damit dessen Papierdrachen recht hoch steigen kann, muss er seine eigenen Texte darauf schreiben, denn diese scheinen vielen Lesern zu hoch ...
EAN: 9783828027626
ISBN: 3828027628
Untertitel: Surrealistische Gedichte. Foto des Autors.
Verlag: Frieling & Huffmann GmbH
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Seitenanzahl: 64 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Eliza Gamai - 03.06.2015, 01:50
Ohne Warhol keine Währung
Traumreise in die Welt der Poesie Wer das Ungewohnte, Irritierende sucht und liebt, der kommt beim Lesen von René Sommers Gedichtband "Ohne Warhol keine Währung" voll auf die Rechnung. Die Gedichte leben von der Überraschung oder Zumutung, die vertrauten Welten durch fremde Spiegel neu zu denken. Sie lesen sich wie eine impressionistische Traumreisesequenz in die Welt der Poesie: ... Aus dem Ei schlüpft ein grinsender rosafarbener Dinosaurier in einem Ballettröckchen und sagt: - Es gibt kein Tabu, außer man bricht es. Die Reise kann auch in die umgekehrte Richtung führen, wenn Sommer die Lesenden aus der Kunstwelt des Sprachkünstlers oder aus der Sprache ohne Übergang in die Wirklichkeit führt: ... und von der Dachschräge starren Augen hinunter auf Mona Lisa und Mona Meinhof. Der spielerische Stil hebt die Welt mit einem kleinen Dreh in die Sphäre des Traums. Der Dichter Wolfgang Withsunday begegnet einer chinesischen Drachenbauerin. Er möchte einen Drachen so hoch fliegen lassen, wie es nur geht. Sie rät ihm, einen Text von ihm drauf zu schreiben. In einer Welt, in welcher Worte die Schwerkraft aufheben können, entdecken Lesende, dass die Magie der Sprache nicht nur bei Kindern Wirksamkeit entfaltet, sondern in allen Lebensaltern die Last alter Seh- und Denkgewohnheiten abwerfen kann. Sommer spielt auf die verrückteste Weise mit den Regeln der Logik und der Chronologie: ... Vor 385 Millionen Jahren stand hier keine Ampel. Es gab nur einen 8 Meter hohen, farnähnlichen Baum. Vor 48 Jahren kam das erste Ampelmännchen. Hat sich das lange Warten nicht gelohnt? René Sommers Geschichten und Gedichte gelingt es, uns beim Lesen in einen Bann zu ziehen und das Buch erst nach komplettem Durchlesen aus der Hand zu legen. Einige Gedichte wirken seltsam nachhaltig, so dass wir vielleicht morgens vor den Spiegel treten und uns sagen: Ich habe dieses Gedicht gelesen.