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Wie die Kultur zum Bauern kommt


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kartoniert
Noch nicht erschienen
Mai 2011

Beschreibung

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Seit seinen frühen bildungssoziologischen Studien hat Pierre Bourdieu sich immer wieder dem Thema Bildung und Erziehung gestellt. Zusammenhänge gibt es zum einen zu den Schlüsselbegriffen seiner soziologischen Theorie und Methode, wie Habitus, Kapitalformen, sozialer Raum. Zum anderen steht die Auseinandersetzung mit dem Anspruch auf Selbstreflexivität der eigenen Stellung als Universitätslehrer und engagierter Intellektueller in Verbindung. Letzteres wiederum bewirkt die politische Sprengkraft dieses Themas: das Ziel der Sichtbarmachung des ungleichen Zugangs der verschiedenen Klassen zum Bildungssystem, die trotz 'Bildungsexpansion' ständig wachsende Bedeutung der Bildung für die Reproduktion und Legitimierung sozialer Ungleichheit.Perspektivisch zeigen Bourdieus Analysen aber auch die Möglichkeiten für eine wachsende Autonomie der Individuen durch Bildung und damit für den sozialen Wandel. So wendet sich Bourdieu gegen die instrumentalistische Sichtweise auf das 'Humankapital', das für seine bestmögliche ökonomische Verwertung ausgerüstet werden soll. Eine emanzipatorische Bildung zielt stattdessen auf die Wiederaneignung der Kultur durch die kulturell enteigneten Klassen, auf die Wiedergewinnung der Sprache durch die Sprachlosen und auf die Eröffnung von Chancen für die bislang Chancenlosen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
von Margareta Steinrücke und Axel Bolder
Schule und soziale Ungleichheit
Wie die Kultur zum Bauern kommt
Die konservative Schule
Exzellenz in der Schule und die Werte des französischen Unterrichtssystems
Unterrichtssysteme und Denksysteme
Kulturelles Kapital und kulturelle Praxis
Die drei Formen des kulturellen Kapitals
Das Lesen: eine kulturelle Praxis
Pädagogik und Politik
Plädoyer für eine rationale Hochschuldidaktik
Grundsätze für eine Reflexion der Unterrichtsinhalte
Habitus, Herrschaft und Freiheit
Wie die Politik zum Intellektuellen kommt
Glossar
Textnachweise

Portrait

Pierre Bourdieu (eigentlich Pierre-Félix Bourdieu; 1. August 1930 in Denguin, Pyrénées-Atlantiques; 23. Januar 2002 in Paris) war einer der bekanntesten Soziologen des 20. Jahrhunderts. Er studierte Philosophie in Paris an der École Normale Supérieure und arbeitete als Lehrer. Seit 1981 hatte Bourdieu einen Lehrstuhl am Collège de France. Im Jahre 1993 wurde er mit der "Médaille d'or du Centre National de la Recherche Scientifique" (CNRS) ausgezeichnet. Pierre Bourdieus soziologische Forschungen, zumeist im Alltagsleben verwurzelt, waren vorwiegend empirisch orientiert. Er war bekannt als politisch interessierter und aktiver Intellektueller, der sich gegen die herrschende Elite und den Neoliberalismus wandte.
EAN: 9783879758036
ISBN: 3879758034
Untertitel: Über Bildung, Schule und Politik.
Verlag: Vsa Verlag
Erscheinungsdatum: Mai 2011
Seitenanzahl: 207 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Jürgen Bolder, Franz Hector, Joachim Wilke
Format: kartoniert
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