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Erlösung aus Prägung


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September 2008

Beschreibung

Beschreibung

Macht oder Liebe und Bezogensein, Haben oder Sein, Angst oder Vertrauen sind alternative Existenzweisen des Menschen. In ersterem ist der Mensch geprägt, im zweiten ist er von den Schatten dieser Prägung befreit, also erlöst. Dieses Buch handelt von solchem Erlösungsgeschehen. Erlösung und Heil-Sein sind etwas kategorial anderes als Gesund-Sein und auch inmitten von Krankheit möglich - Gnade. Das Buch geht von Erfahrungen heutiger Menschen aus. In der hier dargelegten Schau des Neuen Testamentes wird Befreiung aus Prägung zum Schlüssel für ein neues Verständnis zentraler Intentionen Jesu. Fundiert und menschennah. Erlösung mündet in neue Identität und Liebesfähigkeit. "Ein eindrücklicher Einweihungsweg." - Prof. Dr. Max Küchler, Bibeltheologie und Exegese "Ein Werk mit genialen Zügen." - Prof. Dr. Roman Siebenrock, Dogmatik "Eine Pionierarbeit, spannend zu lesen." - Prof. Dr. med. Thomas Cerny, Onkologie

Inhaltsverzeichnis

"Erlösung" - ein Fremdwort, ein Abenteuer, ein Hoffnungswort Einleitung Was letztlich heilt, was erlöst? Eine Studie an der Psychoonkologie des Kantonsspitals St. Gallen Prägung und Erlösung sind sowohl inhaltiches wie energetisches Geschehen TEIL I: DER ERLÖSUNGSBEDÜRFTIGE MENSCH Urprägung Mensch: Mensch sein heißt geprägt sein Aus ontologischer Perspektive: Mensch werden zwischen zweierlei Welten Die Perspektive von Evolution und Bewusstseinsentwicklung: Aller Anfang ist Übergang Die entwicklungspsychologische Perspektive: Sozialisation beginnt im Mutterleib und hat mir intrauterinem Hören zu tun Die kulturanthropologische Perspektive: der im Kulturspezifischen seiner Prägung erlösungsbedürftige Mensch Die Perspektive von Tiefenpsychologie und Psychotherapie: Sich dem Unverstehbaren fühlend zuwenden Zum Erfahrungsort von Erlösung. Eine Anfrage an die Theologie Sünde als Dynamismus der Sonderung Mensch sein heißt angewiesen zu sein Die Unfähigkeit loszulassen: Beobachtungen und Zahlen Fünf Zustände des In-der-Welt-Seins Was ist des Menschen Mitte? Erläuterungen zu den fünf Zuständen Sein, Angeschlossensein, Fließen Bewegt-Sein, Berührt-Sein, Intensität Haben, Festhalten und Begehren Loslassen und Weichwerden Gesonderter ("sündiger") Zustand: Im Ich zentriert, verhärtet, eingeschlossen Missverstandener Sündenbegriff oder: Prägung ist etwas anderes als Schuld Primäres Schuldgefühl und Bewältigungsmuster Schuld Neurotische Schuldgefühle und Abgrenzungen davon Die Ebene der Prägung liegt tiefer als die Ebene der Schuld Vom Dynamismus der Sonderung bis hin zur Schuld Tabu-Thema-Schuld Umso mehr wird projiziert: Sündenböcke Was ist so schwer im Fühlen von Schuld? Schuld ist nicht Privatsache und wiegt darum so schwer Schuldeinsicht befreit Urangst und die drei Gesichter einer Urprägung Urangst und Urprojektion: Was ist das? Und was haben sie mit Gott zu tun? Aus Urangst und Ursehnsucht werden Bewältigungsmuster Angststruktur: Der Mensch im Banne seiner Urangst Begehrensstruktur und die Frage: Haben oder Sein? Der inmitten eigenen Begehrens unglückliche Mensch Mangelprägung und Genussprägung Machtstruktur als Frage: Gewalt oder Beziehung, Macht oder Liebe? Das Phänomen erkennen Macht fasziniert und verblendet - die Gefahr der Inflation Der hintergründige Dynamismus - die Frage nach dem Bösen Was brauchen machtgeprägte Menschen? Der Beitrag des Menschen, der seinerseits Gnade ist "Umkehr" als Bereitschaft und Gnade Bewusstes Fühlen Aufstehen aus Unmündigkeit, Opferdasein, Angst Der Wille zur Verzeihung Ja oder Nein: das Nadelöhr des Loslassens Der Wille zur Hoffnung Liebe heilt, aber wie wird Liebe möglich? Das therapeutische Dritte: der Liebesüberschuss gelingt über das "Dreieck" Menschen brauchen Menschen Familie Pfister Sinnlose Liebe - sinnloses Leiden? TEIL II: ERLÖSUNG AUS PRÄGUNG - BEFRAGT BEZÜGLICH DER CHRISTLICHEN RELIGION Der Vater als das Dritte auch für Jesus Fragestellung: Was befähigt den Menschen, heilend zu wirken? Synoptische Evangelien: Jesus ist in die Beziehung zum Vater immer bewusster hineingewachsen Gedanken zu Jesu Kindheit und seiner Mutter und was dies über seine Urprägung aussagen kann Taufe: die sich ereignende Himmelsstimme Versuchungsgeschichte gedeutet als Prüfstein der Initiation Johannesevangelium: Die Beziehung zum Vater ist bleibender Hintergrund von Jesu Wirken. Seit jeher und für alle Zeit Der Vater als der Dritte ermöglicht Jesu Sendung und Liebe Jesu Wurzeln im Erlösungsdenken des Alten Testaments - Gott als das Dritte Botschaft Jesu: Vermag sie aus der menschlichen Angst-, Begehrens und Machtstruktur zu erlösen? Antwort auf die Urprägung Mensch und den Dynamismus der Sonderung: der Vater als Mitte Antwort auf Urangst und Urprojektion: "Mit Gott ist es wie mit einem Vater!" Basileia - Himmelreich als Seins-Wirklichkeit im Vater Metanoia - Umkehr als Hinwendung zu Gott Was Sterbende über Metanoia, Basileia und letztes Gericht bezeugen Der Mensch in seiner Angstprägung braucht Vertrauen: der gute Hirte Der in Begehrten und Haben fixierte Mensch und inwiefern Jesus erlöst Als "Besetzter/Besessener" braucht der Mensch Heilung Haben oder Sein? Selig, wer seine Begehrensstruktur hinter sich gelassen hat - Seligpreisungen Gerechtigkeit im Haben versus Teilhabe: der verlorene Sohn und der ältere Bruder Der im Thema Macht fixierte Mensch braucht heilmachende Beziehung Jesus will den Menschen als Subjekt Macht oder Liebe: Vom vergeblichen Versuch, Macht im Wort zu überwinden Erst Dynamik löst wirklich aus: Jesus wird selbst zur Antwort Das Geheimnis erlösender Dynamik - Liebesdynamik Ein Mysterium - fünf Akte Erster Akt: Dynamik der Einladung Zweiter Akt: Dynamik der Macht - oder die unvermeindliche Zuspitzung Dritter Akt: Tod als Konsequenz und die Dynamik von Hingabe Vierter Akt: Auferweckung: Dynamik von Leben/Gott schlechthin Fünfter Akt: Geisterfahrung oder: Dynamik von innen her TEIL III: LEBEN AUS NEUER, ZWEITER IDENTITÄT Der Mensch in der zweiten Identität Zweite Identität als Schlüsselbegriff für das Neue Drei Beispiele von Menschen in zweiter Identität Paulus: "Durch Gnade aber bin ich, was ich bin" Deutung der autobiografischen Perikope 1 Kor 15, 1-11 Was ist gemeint mit Auferstehung der Toten? 1 Kor 15 Paulus - Narzisst oder Dienender?

Portrait

Monika Renz, Dr. phil. und lic. theol., Leiterin der Psychoonkologie und Musik-Psychotherapie am Kantonsspital St. Gallen. Publikationen und Vortragstätigkeit zu aktuellen Themen menschlicher Prägung und Reifung, zu Leiden und Sterben, Kommunikation am Sterbebett, zu Spiritualität, spiritueller Erfahrung und zu Kernfragen christlicher Theologie. Interdisziplinäre Weiterbildungs- und Lehrtätigkeit für Ärzte, Pflegende, für Sterbebegleiterinnen, Psychotherapeuten, Theologen und Seelsorger. Viersemestrige Vorlesungsreihe an der theol. Fakultät der Universität Innsbruck. Buchautorin. Klavierimprovisation seit frühester Kindheit.
EAN: 9783873877085
ISBN: 3873877082
Untertitel: Botschaft und Leben Jesu als Überwindung der menschlichen Angst-, Begehrens- und Machtstruktur.
Verlag: Junfermann Verlag
Erscheinungsdatum: September 2008
Seitenanzahl: 334 Seiten
Format: kartoniert
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