HUDU

Logopädie bei kindlichen Hörstörungen


€ 24,99
 
kartoniert
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März 2000

Beschreibung

Beschreibung

Der Praxisleitfaden vermittelt Logopäden, Sprachtherapeuten und Sprachheilpädagogen einen neuartigen Ansatz für die Therapie und Elternarbeit bei hörgeschädigten Kindern mit Hörgeräten oder Cochlear-Implant.
Das moderne mehrdimensionale und interdisziplinäre Konzept beinhaltet die Einbindung geeigneter Wahrnehmungsbereiche und Bewegungselemente in die Therapie. Dadurch wird beim Kind die Eigenmotivation zum Spracherwerb und die Verarbeitung von Hör- und Spracheindrücken unterstützt.

Das Buch behandelt alle Praxisfragen und umfasst den gesamten Prüfungsstoff für das Fach Hörstörungen an Logopädieschulen:
- pädaudiologische Untersuchungen, Anpassung von Hörgeräten und Sprachprozessoren
- logopädische Anamnese, Diagnostik und Therapie
- Elternberatung zu allen wichtigen Fragen und Problemen

Die Inhalte sind klar strukturiert durch Übersichten und Checklisten. Mit kopierfähigen Arbeitsvorlagen sowie konkreten Fallbeispielen, Tipps und Anregungen ist der Leitfaden als modernes Lehrbuch UND als Praxismanual gleichermaßen unentbehrlich.

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die audiometrischen Untersuchungsmethoden.- 1.1 Anatomie des Ohres.- 1.2 Formen der Schwerhörigkeit.- Einteilung nach Schweregraden.- 1.3 Subjektive Hörtests und ihre Durchführung.- Tonschwellenaudiometrie.- Audiogrammformular.- Durchführung der Tonschwellenaudiometrie.- Sprachaudiogramm.- Durchführung der Sprachaudiometrie.- Zusammenhang zwischen Tonschwellenaudiogramm und Sprachaudiogramm.- Ermittlung der Aufblähkurve mit Hörgeräten und dem Cochlear-Implant.- Sprachaudiogramm mit Hörgeräten und dem Cochlear-Implant.- Motivationshilfen bei der Kinderaudiometrie.- 1.4 Objektive Hörtests und ihre Auswertung.- Impedanzmessung.- Otoakustische Emissionen (OAE).- Hirnstammaudiometrie (BERA).- 1.5 Anpassung von Hörgeräten und Cochlear-Implant-Sprachprozessoren.- Aufbau eines Hörgerätes.- Phase der Hörgeräteanpassung.- Aufbau eines Cochlear-Implants.- Besonderheiten bei der Anpassung eines Cochlear-Implant-Sprachprozessors.- Zusatzgeräte für die logopädische Therapie.- Kurioses über den Verbleib von Hörgeräten und Sprachprozessoren.- 2 Hörstörungen und ihre Bedeutung für die Sprachentwicklung.- 2.1 Gehörentwicklung als Grundlage der Sprachentwicklung.- 2.2 Ursachen für Hörstörungen.- Genetische Hörstörungen.- Erworbene Hörstörungen.- Pränatale Hörschädigung.- Perinatale Hörschädigung.- Postnatale Hörschädigung.- Idiopathische Ursache.- Risikofaktoren.- Fehldiagnosen bei nicht erkannter Hörstörung.- In welchem Alter werden Hörschädigungen diagnostiziert?.- Wie kommt es zu diesen späten Diagnosen?.- Forderung nach Routineuntersuchungen.- 2.3 Welche Kinder werden mit Hörgeräten oder einem Cochlear-Implant versorgt?.- Indikationen für eine Hörgeräteversorgung bei Kindern.- Indikationen für eine Cochlear-Implant- Versorgung bei Kindern.- Voraussetzungen für eine erfolgreiche Hörgeräteversorgung.- Voraussetzungen für eine erfolgreiche Cochlear-Implantation.- Sonderfälle.- Qualitätssicherung tut Not.- Checkliste der Mindestvoraussetzungen für eine Cochlear-Implantation.- Bedeutung des Eintrittszeitpunktes der Hörschädigung für die Sprachentwicklung.- Auswirkungen der erschwerten Kommunikationsbedingungen auf das Verhalten.- 2.4 Besonderheiten des Spracherwerbs bei hörgeschädigten Kindern.- Sprachverständnis, Semantik, Wortschatz.- Syntax und Morphologie.- Artikulation.- Tonus, Atmung, Stimme.- Besondere Schwierigkeiten schwerhöriger Kinder von gehörlosen Eltern.- 2.5 Perspektiven und Grenzen heutiger Therapiemöglichkeiten für die Sprachentwicklung.- 3 Zielgruppe des mehrdimensionalen Therapieund Beratungskonzeptes.- Notwendigkeit von Rehabilitation und Logopädie nach der Cochlear-Implantation.- 3.1 Modifikation und Erweiterung des Konzeptes für spezielle Zielgruppen.- Kinder mit speziellen Formen von Schalleitungsschwerhörigkeit.- Schwerhörige Kinder mit Mehrfachbehinderung.- Schwerhörige Kinder gehörloser Eltern.- Grenzen des mehrdimensionalen Therapieund Beratungskonzeptes.- Abgrenzung gegenüber der Therapie auditiver Wahrnehmungsstörungen.- 3.2 Wann sollte die logopädische Therapie bei Kindern mit Hörgeräten beginnen?.- Vorteile einer frühzeitigen logopädischen Therapie.- 3.3 Wann sollte die logopädische Therapie bei cochlear-implantierten Kindern einsetzen?.- 3.4 Relativierung des generell frühen Therapiebeginns.- Indikationen für eine Verzögerung des Therapiebeginns.- Beispiele für eine sinnvolle Verschiebung des Therapiebeginns.- Häufige Gründe für einen späteren Beginn der Therapiemaßnahmen.- Indikationen für Logopädie bei hörgeschädigten Kindern.- 4 Logopädisches Anamnesegespräch.- 4.1 Die Situation der Eltern bei der Erstvorstellung.- Auswirkungen des Diagnoseschocks auf das Verhalten der Betroffenen.- Unterstützung der Betroffenen in der Anfangsphase.- Themenkreise für die Elternberatung.- 4.2 Durchführung der Anamnese.- Anamnesefragebogen.- Erweiterter Anamnesefragebogen vor der Cochlear-Implantation.- 5 Typische Sprachbefunde bestimmter Formen des Hörverlustes.- Theoretischer Zusammenhang zwischen Hörstörung und Sprachstatus.- 5.1 Schweregrad der Hörstörung und Art der Sprachstörung.- Theoretische Relation zwischen Schweregrad und Sprachbefund.- Geringgradige Schwerhörigkeit.- Mittelgradige Schwerhörigkeit.- Hochgradige Schwerhörigkeit bis Hörrestigkeit.- Sonderfall: Postlinguale Hörschädigung.- Praktische Relevanz des Schweregrades der Hörstörung für die Sprachentwicklung.- 5.2 Zusammenhang von Sprachstörung und frequenzspezifischem Verlauf der Hörkurvex.- Verteilung der Phoneme über die Frequenzen.- Frequenzabhängige Auswirkungen auf die Artikulation.- Beispiel I: Mittelgradige Schallempfindungsschwerhörigkeit mit Hochtonabfall.- Beispiel II: Hochgradige Schallempfindungsschwerhörigkeit.- 6 Logopädische Diagnostik.- Allgemeines zur Auswahl der Diagnostikverfahren.- Äußere Rahmenbedingungen für die Diagnostik und Therapie.- Flexible Anwendung der Altersgruppeneinteilung.- 6.1 Diagnostik bei Klein- und Vorschulkindern (2-6 Jahre).- Problematik der Elternbefragung.- Durchführung der Diagnostik.- Festlegung der Reihenfolge und des Vorgehens.- Beobachtung der kindlichen Kommunikation im freien Spiel.- Beobachtung zur Akzeptanz der Hörgeräte oder des Cochlear-Implants.- Beobachtung der Eltern-Kind-Interaktion.- Testverfahren und systematische Standardüberprüfungen.- Entwicklungsdiagnostik.- Erweiterte Spontansprachanalyse.- Beispiel einer erweiterten Spontansprachanalyse.- Kommunikationsprotokoll: Kombination von erweiterter Spontansprachanalyse und Interaktions- und Sprachmodellbeobachtung.- Beispiel für das Kommunikationsprotokoll.- Kommunikationsprotokoll zur Verlaufskontrolle nach 3 Wochen bei.- Kind.- Wortschatztest.- Sprachverständnistest.- Überprüfung der Hörmerkspanne und der Lautdiskrimination.- Überprüfung der Mundmotorik.- Artikulationstest.- 6.2 Diagnostik bei Kindern im Schulalter (7-14 Jahre).- Befragung des Schulkindes.- Beobachtung im Gespräch und in altersgemäßer Spielsituation.- Testverfahren und systematische Standardüberprüfungen.- Erweiterte Spontansprachanalyse.- Sprachverständnistest.- Überprüfungen der Hörmerkspanne und der Lautdiskrimination.- Überprüfung der Mundmotorik.- Artikulationstest.- Überprüfung der Atmung und Stimme.- Vorlesen.- 6.3 Diagnostikbogen.- 6.4 Besonderheiten der logopädischen Diagnostik vor der Cochlear-Implantation.- Interdisziplinäre präoperative Diagnostik bei der Cochlear-Implantation.- 7 Ansatz des mehrdimensionalen Therapieund Beratungskonzeptes.- 7.1 Kommunikationsfähigkeit und Identitätsentwicklung.- 7.2 Relevanz der 8 verschiedenen Therapiebereiche.- Aufbau des mehrdimensionalen Therapieund Beratungskonzeptes.- Allgemeine praktische Hinweise.- Überschaubare Therapieblöcke.- Hörverschlechterungen und Nichtakzeptanz der Hörgeräte oder des Cochlear-Implants.- 8 Dimensionen und Inhalte der logopädischen Therapie.- 8.1 Bereich I: Elternberatung.- Ziel.- Häufige Fragen betroffener Eltern an Logopäden.- Themenschwerpunkte bei Eltern von erstversorgten Klein- und Vorschulkindern.- Grundlegendes zur Förderung im Alltag.- Günstige allgemeine Kommunikationsvoraussetzungen.- Information zur Hörstörung.- Einstellung zur Hörbehinderung.- Hörförderung im Alltag.- Sprachmodellverhalten und allgemeine Sprachförderung.- Akzeptanz der Hörhilfen und Handhabung der Geräte.- Besondere Aspekte bei Eltern von Schulkindern.- 8.2 Bereich II: Elterntraining zum Sprachmodellund Kommunikationsverhalten.- Ziel.- Methode.- Ungünstige Kommunikationsmuster bei Eltern hörgeschädigter Kinder.- Welche Aspekte des Sprachvorbildes und der Kommunikation werden verstärkt?.- Problematisierung der Rolle der Eltern als Co-Therapeuten.- Konkrete Durchführung in der Therapiesitzung.- Therapiesitzung bei Klein- und Vorschulkindern.- Therapiesitzung bei Schülern.- 8.3 Bereich III: Hörtraining.- Ziel.- Prinzipien.- Inhalte und Aufbau eines umfassenden Hörtrainings.- Stufe 1: Vorbereitende Übungen.- Stufe 2: Allgemeines, non-verbales Hörtraining.- Stufen 3 und 4: Sprachliches und sprachlautspezifisches Hörtraining.- Hinweise zur Durchführung in der Therapie.- Übungsbeispiele zum Hörtraining für Klein- und Vorschulkinder.- Sprachliche und sprachlautspezifische Übungen bei älteren Kindern.- Besonderheiten des Hörtrainings in der Cochlear-Implant-Rehabilitation.- 8.4 Bereich IV: Sprachverständnisaufbau und Wortschatzerweiterung.- Ziel.- Prinzipien und Inhalte der Semantiktherapie.- Allgemeine Durchführungshinweise.- Durchführung innerhalb einer Therapiesitzung.- 8.5 Bereich V: Syntaxbehandlung.- Ziel.- Prinzipien und Methoden.- 8.6 Bereich VI: Artikulationstherapie.- Ziel.- Vorbereitende Übungen bei Vorschulkindern.- Prinzipien und Inhalte bei Schulkindern.- 8.7 Bereich VII: Tonus - Atmung - Stimme.- Ziel.- Prinzipien und Inhalte bei Vorschulkindern.- Vorgehensweise bei Schülern.- 8.8 Bereich VIII: Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team.- Ziel.- 9 Materialien für die Praxis und Kopiervorlagen.- 9.1 Anamnesefragebogen für kindliche Hörstörungen.- 9.2 Diagnostikbogen für kindliche Hörstörungen.- 9.3 Merkblatt für Eltern und Erzieher hörgeschädigter Kinder zu sprachentwicklungsfö.- Kommunikationsverhalten.- 9.4 Elterncheckliste beim Verdacht auf Hörschädigung.- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.- Hörcheckliste für Ihr Baby.- 9.5 Checkliste beim Verdacht auf Defekt der Hörgeräte oder des Cochlear-Implants.- 9.6 Anregungen für die Arbeit mit den Bezugspersonen.- Simulationsübung.- Stetho-Clip-Übung.- 10 Literatur.- 11 Sachverzeichnis.

Pressestimmen

"Das Buch ist gut lesbar und übersichtlich gestaltet. Tabellen, Zusammenfassungen, Übersichten und andere Gestaltungsparameter lassen es zu, dass man schnell noch einmal nachschlagen kann. Der Anamnese- und Diagnostikbogen und die diesbezüglichen Anregungen haben sich bereits in der Praxis bewähren können... Der therapeutische Ansatz ist anhand von Beispielen von Therapiesitzungen lebendig und vorstellbar..." (Forum Logopädie)
"...Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich das Buch durch seine übersichtliche und ansprechende Gliederung (jedes Kapitel beginnt mit einem Überblick über den Inhalt, wichtige Merksätze sind besonders hervorgehoben, am Ende jeden Kapitels findet sich eine kurze Zusammenfassung) sehr gut lesen lässt. Es ist ein Buch aus der Praxis für die Praxis, vernachlässigt dabei aber nicht den theoretischen Hintergrund. Es stellt meines Erachtens das Basiswissen für die logopädische Behandlung hörgestörter Kinder dar und wird sicher bald eines der Standardbücher in der Logopädie werden." (Katja Meffert, Lehrlogopädin unter www.logopaedie.de)
EAN: 9783540665151
ISBN: 3540665153
Untertitel: Ein mehrdimensionales Konzept für Therapie und Beratung. 'Rehabilitation und Prävention'. 14 farbige Abbildungen.
Verlag: Springer-Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: März 2000
Seitenanzahl: XVII
Format: kartoniert
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