HUDU

Die Zürich Axiome


€ 19,90
 
gebunden
Sofort lieferbar
Oktober 2005

Beschreibung

Beschreibung

Seit zwei Jahrzehnten verlassen sich Schweizer Banker bei ihren Risikogeschäften auf 12 goldene Regeln. Max Gunther hat diese Axiome in seinem Buch zusammengefasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Autor verspricht: »Wer die Regeln befolgt, kann nicht nur profitabel investieren, man wird dabei auch noch Spaß haben.« Neben den 12 Hauptregeln gibt es auch noch 16 Neben-Axiome, die Max Gunther anschaulich erklärt. Ein Muss für jeden, der risikoreich investieren und trotzdem ruhig schlafen will.
- Die 12 wichtigsten Axiome für Risikogeschäfte
- Die Axiome sind für alle Finanzgeschäfte gültig
- Von Schweizer Bankern erprobt und vielfach eingesetzt
- Risikoreich investieren und trotzdem sicher profitieren

Inhaltsverzeichnis

1;Inhalt;8 2;Einführung;12 3;Das erste Hauptaxiom: Über Risiko;18 3.1;Nebenaxiom I;27 3.2;Nebenaxiom II;30 4;Das zweite Hauptaxiom: Über Gier;36 4.1;Nebenaxiom III;44 5;Das dritte Hauptaxiom: Über Hoffnung;50 5.1;Nebenaxiom IV;57 6;Das vierte Hauptaxiom: Über Prognosen;62 7;Das fünfte Axiom: Über Muster;74 7.1;Nebenaxiom V;81 7.2;Nebenaxiom VI;84 7.3;Nebenaxiom VII;86 7.4;Nebenaxiom VIII;89 8;Das sechste Hauptaxiom: Über Mobilität;96 8.1;Nebenaxiom X;100 9;Das siebte Hauptaxiom: Über Intuition;104 9.1;Nebenaxiom XI;109 10;Das achte Hauptaxiom: Über Religion und das Okkulte;112 10.1;Nebenaxiom XII;117 10.2;Nebenaxiom XIII;122 11;Das neunte Hauptaxiom: Über Optimismus und Pessimismus;126 12;Das zehnte Hauptaxiom: Über Konsens;136 12.1;Nebenaxiom XIV;139 13;Das elfte Hauptaxiom: Über Sturheit;146 13.1;Nebenaxiom XV;149 14;Das zwölfte Hauptaxiom: Über Planung;154 14.1;Nebenaxiom XVI;158


Portrait

Max Gunther verdiente sein erstes Geld im Alter von 13 Jahren am Aktienmarkt. Sein Vater war einer der ersten Fondsmanager, der Axiome für Risikogeschäfte festlegte.

Leseprobe

Das zweite Hauptaxiom: Über Gier (S. 35-36)

Nehmen Sie Ihre Gewinne immer zu früh mit.
Amateure an der Börse tun es. Amateure beim Pokern tun es. Amateure tun es überall. Sie hören nicht rechtzeitig auf und verlieren.

Was sie dazu verleitet, ist die Gier, und darum geht es im zweiten Hauptaxiom. Wenn Sie Ihre Gier besiegen können, wird Sie dieser eine Akt der Selbstkontrolle zu einem besseren Spekulanten machen als 99 Prozent der Männer und Frauen, die zum Reichtum drängen.

Aber diese Aufgabe ist nicht leicht. Die Gier ist ein Bestandteil der menschlichen Psyche. Die meisten von uns besitzen sie in reichem Maß.

Sie hat wahrscheinlich mehr Sonntagspredigten inspiriert als jeder andere unser weniger lobenswerten Charakterzüge. Solche Predigten haben meist einen hoffnungslosen Klang, mit Seufzern als Satzzeichen. Die Hoffnungslosigkeit kommt aus dem Gefühl, dass die Gier so tief in unseren Seelen verwurzelt ist, dass wir sie ebenso schwer daraus entfernen können, wie wir die Farbe unserer Augen ändern können.

Der Exorzismus durch Predigten funktioniert offensichtlich nicht.

Predigten hatten auf die Gier noch nie die geringsten Auswirkungen. Sie werden sie wahrscheinlich nicht besiegen, indem Sie den Predigten anderer Leute lauschen oder sich selbst eine solche Predigt halten. Pragmatischer und viel versprechender ist es da schon, an das seltsame Paradoxon zu denken, das den Kern des zweiten Axioms ausmacht: Indem Sie Ihre Gier besiegen, verbessern Sie Ihre Chancen, reich zu werden.

Lassen Sie uns an dieser Stelle zunächst einmal unsere Begriffe de. nieren. Im Kontext des zweiten Axioms bedeutet Gier exzessiven Erwerbssinn: mehr und immer mehr haben zu wollen. Es bedeutet, mehr zu wollen, als Sie ursprünglich wollten oder mit Recht erwarten d&uu
ml;rfen. Es bedeutet den Kontrollverlust über Ihre Wünsche.

Gier ist der aufgeblasene, selbstzerstörerische Cousin des Erwerbssinns. In unserem Kontext bedeutet »Erwerbssinn« den natürlichen Wunsch, seine materielle Lebenssituation zu verbessern. Die Zürich-Axiome wurden von Menschen mit einer gesunden Dosis an Erwerbssinn aufgestellt, und es ist unwahrscheinlich, dass Sie sie lesen würden, hätten nicht auch Sie selbst diesen Charakterzug. Jedes Tier auf der Erde hat den Instinkt, Futter, einen Nistplatz und die nötigen Mittel zur Selbstverteidigung zu erwerben. In diesem Punkt unterscheiden wir uns von anderen Geschöpfen nur dadurch, dass unsere Wünsche komplizierter sind. Sie brauchen sich also nicht dafür zu schämen. Ohne diese Eigenschaft könnten Sie nicht überleben.

Wenn der Erwerbssinn aber aus dem Ruder läuft und in dem Maß außer Kontrolle gerät, dass er seine eigenen Ziele zerstört – dann wird er zur Gier. Fürchten und hassen Sie die Gier, denn sie ist der Feind des Spekulanten.

Ein Mann, der sich fast sein Leben lang mit Gier beschäftigt hat, war Sherlock Feldman. Er war viele Jahre Manager des Casinos Dunes, das zu den größten Spielcasinos in Las Vegas gehört. Feldman war ein wohlgenährter Mann mit dicken Brillengläsern und viel Humor. Er beobachte seine Gäste täglich von zwei Uhr bis zehn Uhr morgens. Und was er sah, veranlasste ihn oft zu philosophischen Ausbrüchen.

»Wenn sie weniger wollten, würden sie mit mehr nach Hause gehen«, sagte er. Das war sein eigenes Axiom zum Thema Gier.

Er verstand viel von Gier, denn er war selbst ein sehr geschickter Spieler. In seiner Jugend hatte er mehrmals ein kleines Vermögen gewonnen und wieder verloren, doch schließlich lernte er, sich zu kontrollieren, und e
r starb als ziemlich reicher Mann. Wenn er über seine Gäste im Dunes sprach, sagte er: »Was sie hier tun, ist für die meisten von ihnen kaum von Bedeutung. Sie spielen nur. Sie verlieren ein paar Hunderter, wen kümmert das? Wenn sie sich im Leben aber genauso verhalten wie beim Glücksspiel, sieht es anders aus. Man erkennt sofort, warum viele von ihnen nicht reich sind. Man braucht sie nur hier drin zu beobachten und sieht, dass sie es nie zu etwas bringen werden.«


Pressestimmen

»Der Kauf dieses Buches ist ein Einsatz, der sich lohnt.« Investors Chronicle
EAN: 9783898791588
ISBN: 3898791580
Untertitel: Die wahren Gesetz der Geldanlage. Originaltitel: All rights reserved.
Verlag: Finanzbuch Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Oktober 2005
Seitenanzahl: 161 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Horst Fugger
Format: gebunden
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben